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Mittwoch, den 05.01.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Tower of Terror


Das imposante Gebäude mitten im Walt Disney Studios Park
Eine Legende hatte endlich den Weg nach Good Old Europe geschafft: Nach einer kurzen Pre-Opening-Phase wurde 2008 im Walt Disney Studios Park in Paris der "Tower of Terror" feierlich eröffnet. Und es war wahrlich eine Geburt mit Hindernissen! Denn ursprünglich sollte diese State-of-the-Art-Attraktion nämlich schon im Jahre 2002 ihre Gäste in die "Twilight Zone" reisen lassen – leider wurde jedoch das Budget in letzter Sekunde gekürzt, so dass die ursprünglich für Frankreich vorgesehene Version dieses modernen Attraktions-Klassikers zunächst in Kalifornien gebaut wurde. Fast sechs Jahre später kamen aber endlich auch die Besucher des Disneyland Resort Paris in den Genuss, sich mal so richtig fallen zu lassen...

Als Basis für den "Tower of Terror" dient die Kult-Fernsehserie "The Twilight Zone" aus den 50er Jahren, die in abgeschlossenen 25minütigen Episoden Mystery- und Science-Fiction-Elemente in die Wohnzimmer der Zuschauer brachte. Eine fiktive Folge dieser Reihe beschäftigt sich mit dem seltsamen Verschwinden mehrerer Gäste des gigantischen "Hollywood Tower Hotels" während eines Blitzeinschlags im Jahre 1939. Die Besucher dürfen im Walt Disney Studios Park in die Fußstapfen jener armen Seelen treten, die damals während einer Aufzugfahrt in die Twilight Zone katapultiert wurden.

Zu diesem Zwecke betritt man das fast 60 Meter hohe Gebäude durch eine verlassene Hotel-Lobby, die mit zeitgenössischer Musik beschallt wird und trotz der überall vorhandenen Spinnweben und dicken Staubschichten den Glanz früherer Tage erkennen lässt. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Bibliothekszimmer geht es anschließend in den Heizungskeller des Hotels, wo man mit Hilfe der Personalaufzüge das Rätsel um die verschwundenen Hotelgäste lösen soll. Kurioserweise befinden sich in diesem Aufzug 21 Sitzplätze mit einem Sicherheitsgurt, den man schnell über die Taille schnallen sollte. Und während man sich noch über das seltsame Grinsen der Liftboys wundert, schließen sich schon die Türen und die Reise in die Twilight Zone beginnt...
Die Lobby des Hotels
Der Aufzug befördert die Besucher nun in eine erste Etage, in der man seinem Spiegelbild gegenüber steht. Plötzlich rumpelt es, die Personen im Spiegel verschwinden und werden zu schemenhaften Geistergestalten. Mit einem Knarzen geht es ein paar Stockwerke höher, wo man plötzlich die 1939 verschwundenen Hotelgäste sieht. Der Raum wird von Blitzen durchzuckt, und in der nächsten Sekunde schaut man in ein nahezu unendliches Sternenfeld. Viel Zeit, dieses zu beobachten, bleibt jedoch nicht, denn mit einem kurzen Ruck fällt der gesamte Aufzug schlagartig in die Tiefe. Durch den Verzicht auf Schulterbügel, wie man sie von sonstigen Freefall-Anlagen kennt, entsteht hier ein sehr intensives Gefühl der Schwerelosigkeit. Nach diesem noch recht kurzen Fall rast der Lift sofort wieder in die Höhe zu einem Aussichtsfenster, von dem aus man den ganzen Park gut überblicken kann. Aber auch hier kommt man nicht zum Durchatmen – in Sekundenbruchteilen geht es sofort wieder runter Richtung Terra Firma und zurück.

Obwohl der "Tower of Terror" im Prinzip eine Art Freefall ist, hat Disney es hier geschafft, durch den Einsatz innovativer Technik, üppiger Thematisierung und der Integration von Show-Elementen eine Attraktion zu kreieren, die zu keiner Sekunde mit den üblichen Freifalltürmchen vergleichbar wäre. Eine stimmige Story sorgt zusammen mit der atmosphärisch dichten Gestaltung und dem Schauspieltalent der dort arbeitenden Cast Member für ein Gesamterlebnis, das in Europa wohl einmalig sein dürfte – und das nicht nur für Thrillfans, da die Attraktion durch das verwendete System obendrein noch durchaus familientauglich ist und selbst für Höhenangstgeschädigte kein Problem darstellt.




© parkscout/MV




 




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Ich habe das Fallerlebnis in Paris als DEUTLICH
intensiver empfunden, als in Olrnado, was wohl
daran liegen könnte, dass die neuere Anlage
mit kräftigeren Motoren/Technik ausgestattet ist,
als die ältere Anlage in Florida!?

07.01.2011 13:57




Beide Versionen die ich gefahren bin (Paris und Orlando) sind definitiv die besten Attraktionen die ich kenne! Vom Theming bis zum Fahrerlebniss stimmt einfach alles.

06.01.2011 15:33
Philip L.




Find das interessant das die auf Schulterbügel verzichten können, ob das der deutsche TÜV mitmachen würde ...
Da braucht man ja schon in nem einfachen Flugsimulator (MotionBase) mehr Sicherheitsvorrichtungen

06.01.2011 11:53
Christian






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