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Europa-Park Blue Fire



Dienstag, den 02.09.2014 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Freizeitparks zu finden.

Augmented Reality Coaster


Seit geraumer Zeit halten sich innovative Ideen zum Thema "Achterbahnen" in engen Grenzen. Vor einigen Jahren hatte Werner Stengel, Pionier moderner Achterbahnentwürfe, zwar offen über die Möglichkeit von Weichensystemen im Streckenverlauf nachgedacht – allerdings blieb es bei diesen theoretischen Überlegungen. Einen ganz anderen Ansatz hingegen verfolgt ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Kaiserslautern in Kooperation mit dem deutschen Unternehmen Mack Rides aus Waldkirch: Die Kombination eines Rollercoasters mit Augmented Reality.

Dabei wird den Fahrgästen eine Virtual-Reality-Brille aufgesetzt, mit deren Hilfe dem Gehirn eine künstliche Welt in 3D vorgegaukelt wird. Die Geschwindigkeit der Fahrt, die auftretenden Beschleunigungskräfte und der Streckenverlauf werden dabei in die virtuelle Realität eingerechnet, so dass bei einer perfekten Synchronisierung von Film und Fahrt ein völlig neues Erlebnis entstehen soll. Wie aktuell bekannt gegeben wurde, gab es bereits seit April diesen Jahres erfolgreiche Versuche mit dem System bei mehr als einhundert Fahrten auf den Bahnen "blue fire" und "Pegasus" im Europa-Park.

Erfahrungen im Space Center Bremen

Mack Rides selbst hat dabei durchaus schon Erfahrungen bei der Entwicklung von Achterbahnen, bei denen der Besucher in eine virtuelle Realität eintaucht. Schon im Jahre 2003 lieferte man an das Space Center Bremen einen Powered Coaster, bei dem die Fahrgäste mit Hilfe eines Monitors einen wilden Ritt durch das Weltall erleben konnten. Allerdings war das verwendete Konzept für die Besucher recht ungemütlich und konnte nicht wirklich überzeugen …



Wenn die neue Variante mit Virtual-Reality-Brille allerdings in Serie gehen sollte, wäre dies allerdings in der Tat ein echter Mehrwert für den Park und den Besucher. Der Betreiber müsste keine hohen Kosten in eine aufwendige Thematisierung der Strecke investieren, da diese von den Fahrgästen ohnehin nicht wahrgenommen würde. Und den Besuchern wiederum könnte man durch das Verwenden unterschiedlicher Filme – vielleicht sogar mit interaktiven Elementen – in regelmäßigen Abständen auf ein und derselben Achterbahn grundverschiedene Erlebnisse bieten. Es bleibt auf jeden Fall spannend, ob sich aus den ersten Testfahrten irgendwann in naher Zukunft der erste Augmented-Reality-Coaster der Welt entwickelt – und natürlich ob dieser dann auch in Deutschlands größtem Freizeitpark zu bewundern sein wird ...

© parkscout/MV




 




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"Der Betreiber müsste keine hohen Kosten in eine aufwendige Thematisierung der Strecke investieren, da diese von den Fahrgästen ohnehin nicht wahrgenommen würde"

Und eben das stört mich! Es geht nicht nu um Fahrgäste, sondern auch um einfache Parkbesucher, die sich das Treiben von außerhalb angucken möchten. Rein digitale Thematisierung und sonst nur ein Stahlgerippe finde ich nicht zielführend.

08.09.2014 10:24
Ann




Interessantes Konzept! Ich hoffe, dass weiter an der Entwicklung gearbeitet wird.

Sie müsste allerdings auf sehr hohem Niveau umgesetzt werden, damit man a) nicht das Gefühl hat durch ein zweitklassiges Videospiel zu fliegen und, damit einem b) nicht übel wird wegen schlechter Synchronisation.

Außerdem würde die Reinigung der Brillen sehr aufwendig werden. Bei gewöhnlichen 3D-Attraktion werden die Brillen nach jeder Benutzung gereinigt. Dies wäre hier ungleich aufwendiger.

03.09.2014 18:23
Tom






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