Partner von Marco Polo



Home > Magazin > Blackpool Pleasure Beach, Teil 2



Mittwoch, den 01.06.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Blackpool Pleasure Beach, Teil 2


Modernes Karussell in Blackpool
Dass es sich bei Blackpool Pleasure Beach um einen Freizeitpark mit einer langen Historie handelt, kann man nicht nur an dem nostalgischen Angebot an Achterbahnen sehen – es gibt auch durchaus andere Attraktionen im Park, die schon zu Großvaters Zeiten oder noch früher die Besucher begeisterten.

Das älteste Fahrgeschäft findet man gleich hinter dem Eingang des Parks: die "Flying Machines". Dabei handelt es sich um ein Karussell, bei dem mehrere Personen in "offenen Raketen" Platz nehmen, welche, sich um einen Träger drehend, einige Meter in die Höhe ausschwingen – eine Art überdimensionales Kettenkarussell mit riesigen Gondeln. Dass die "Flying Machines" ein wenig antiquiert wirken, ist angesichts der Optik natürlich – allerdings ist diese Attraktion schon 107 Jahre alt und erfreut sich immer noch größter Beliebtheit bei den Besuchern, was nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, dass diese "Goldies" von Blackpool gehegt und gepflegt werden.

1905 wurde die Bootsfahrt "River Caves" geöffnet, eine Reise durch ferne Länder und frühere Zeiten, die auch heute noch bewundert werden kann. Ein weiteres historisches Highlight dürfte der "Ghost Train" aus dem Jahre 1930 sein – die erste Geisterbahn der Welt. Auch das vor über 50 Jahren gebaute XL-Kinderkarussell "Derby Race", bei dem man auf 56 Pferden in vier Reihen mit relativ hoher Geschwindigkeit im Kreis gedreht wird, ist eine Top-Attraktion für Nostalgiker – weltweit gibt es ein solches Fahrgeschäft nur noch zweimal. Dagegen mutet der 1961 errichtete Darkride "Alice's Wonderland" schon nahezu modern an: auf kleinen Wagen im Design der Cheshire Cat geht es durch die skurrile Welt der Klassiker von Lewis Carroll. Diese wirklich hübsch gemachte Themenfahrt erinnert in ihrer Machart stark an die Schwarzlicht-Darkrides von Disney und überzeugt mit einem zeitlosen Szenen-Design.
Parkscout.de in UK
Unser Redaktionsteam hat sich zahlreiche Freizeitparks und Ausflugsziele in Großbritannien angeschaut und berichtet in den kommenden Tagen über englische Destinationen.

Chessington - Teil 1 | Teil 2
Alton Towers - Teil 1 | Teil 2
Blackpool Pleasure Beach - Teil 1 | Teil 2
Natürlich gibt es noch viele weitere Attraktionen aus vergangenen Zeiten, aber auch Rides aus dem neuen Jahrtausend sind durchaus vertreten. Herausragend ist hier vor allem die Indoor-Wildwasserbahn "Valhalla", die mit tollen Spezialeffekten die nordische Mythologie nach England bringt. Feuer, Kühlräume und riesige Animatronics gehören zum Repertoire dieser wirklich grandiosen Fahrt – allerdings sollte man die Warnungen am Eingang, dass man nass dabei wird, tunlichst ernst nehmen. Ein Regenponcho ist Pflicht, und da am Ende der Reise das halbe Boot unter Wasser steht, sollte man möglichst Schuhe und Socken vorher ausziehen. Viele Engländer wagen den Trip nach Valhalla im Sommer nur in einer Badehose – und dies nicht ohne Grund: So eindrucksvoll das Interieur des Rides auch sein mag, sollte man bei kühlen Temperaturen besser auf eine Fahrt verzichten, wenn man keine Wechselklamotten im Rucksack hat.

Über 100 Jahre alt: Flying Machines
Blackpool Pleasure Beach funktioniert übrigens nach dem sogenannten "Tivoli-System", was bedeutet, dass die Fahrten auf den einzelnen Attraktionen im normalen Eintrittspreis nicht enthalten sind und extra bezahlt werden müssen. Allerdings gibt es für "Vielfahrer" auch ein spezielles Wristband, mit dem dieses umgangen werden kann und welches sich schon recht schnell rentiert. Daraus resultiert vermutlich auch die Besucherzahl von etwa sieben Millionen Menschen, die sich jedes Jahr in dem Park vergnügen. Blackpool Pleasure Beach ist zweifelsfrei keine Destination für Schöngeister, die an aufwendig thematisiertem Kitsch Spaß haben – dafür bietet der Park ein einmaliges Flair, das mit modernen Mitteln kaum kopierbar wäre. Hier atmet jeder einzelne Holzbalken der Achterbahnen Geschichte, und auch wenn manches etwas heruntergekommen aussehen mag: genau das macht letztendlich den Reiz aus.

Bei einer Übernachtung in Blackpool möchten wir an dieser Stelle noch das "New Phildene Hotel" empfehlen, das nur zehn Gehminuten vom Pleasure Beach und wenige Meter vom Meer entfernt liegt. Neben den sehr freundlichen Betreibern, die sich sogar bei Bedarf um veganes Essen kümmern, überzeugt das Hotel mit einem guten Preis-Leistungs-Angebot, sauberen und komfortablen Zimmern sowie ein wirklich phantastisches Frühstück. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter: www.newphildenehotel.co.uk


Blackpool Pleasure Beach


© parkscout/MV




Verwandte Artikel




KOMMENTARE     Eigenen Kommentar verfassen

Ich habe den Park schon besucht, und war durchweg begeistert. Das ist Nostalgie Pur.
Äußerst empfehlenswert.

Und Richtig, NASS bedeutet NASS in Valhalla.

Hier könnte der eine oder andere Nachbar eines deutschen Freizeitparks mal sehen, was Nähe zum Park bedeutet. Man kann den Leuten die direkt daneben wohnen die Erbsen auf dem Teller zählen.

01.06.2011 15:30
Andreas T.






Hier eigenen Kommentar verfassen


Name (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt, optional)


Webseite (wird angezeigt, optional)
Ihr Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)




Advertisement
Passende Ziele


Diesen Artikel
empfehlen

Advertisement