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Wildparadies Tripsdrill, Cleebronn: 1972 kamen die Oberforstdirektion Stuttgart und die Gemeinde Cleebronn auf den Erlebnispark Tripsdrill zu â mit einem besonderen Anliegen: Ein naturnaher Wildpark sollte den Fremdenverkehr in der Region beleben und als zusĂ€tzliches Bildungsangebot dienen. Betreiberfamilie Fischer griff diese Idee sofort auf und grĂŒndete das Wildparadies Tripsdrill. Mittlerweile ist das GelĂ€nde auf 47 Hektar und 130 Tiere behutsam angewachsen. Und ab sofort zĂ€hlen auch drei junge BraunbĂ€ren zu den Bewohnern, die in Gemeinschaft mit den Polarwölfen leben.
Wie sieht das Gehege aus?
Ende November 2008 bezogen bereits fĂŒnf junge Polarwölfe ihr neues Zuhause in Tripsdrill â direkt gegenĂŒber der groĂen Greifvogel-Voliere. In dieses Gehege sind nun auch drei BraunbĂ€ren eingezogen. Damit zĂ€hlt das Wildparadies nun zu einer der wenigen Anlagen in Deutschland, in der Wölfe und BĂ€ren gemeinsam gehalten werden. Die drei Jungtiere stammen aus dem schweizer Jurapark und wurden im FrĂŒhjahr 2007 geboren. In Abstimmung mit dem VeterinĂ€ramt und RegierungsprĂ€sidium wurde das Gehege fĂŒr die beiden Tierarten entsprechend gestaltet: So können sich die BĂ€ren unter einem Wasserfall abkĂŒhlen und in einem See baden. Konstruktionen aus BĂ€umen, Felsen und StĂ€mmen ermöglichen es den Tieren, nach Lust und Laune zu klettern. Zum offiziellen Einzug wurden die drei jungen BraunbĂ€ren von Herrn Pfarrer Xaver Steidle vom Michaelsberg Cleebronn gesegnet. Das mĂ€nnliche Tier trĂ€gt nun den Namen Balu, die zwei BĂ€rendamen heiĂen Taya und Orsa.
Wie leben Polarwölfe und BÀren zusammen?
Bereits im schweizer Jurapark waren die drei BraunbĂ€ren gemeinsam mit Isegrims in einer Anlage integriert und sind damit das Zusammenleben schon gewohnt. Der Polarwolf eignet sich in besonderer Weise fĂŒr eine solche Gemeinschaftshaltung. Denn er zeichnet sich durch einen sehr ruhigen und ausgeglichenen Charakter aus und stört so den BraunbĂ€ren nicht. Er ist in seinem Sozialverhalten fest im Rudel verankert. Die BĂ€ren hingegen sind typische EinzelgĂ€nger und gestalten ihre Lebensweise nach den eigenen BedĂŒrfnissen. Die Wohngemeinschaft mit dem arktischen Wölfen wirkt sich auf die BĂ€ren sehr positiv aus: Da beide Arten natĂŒrliche Nahrungskonkurrenten sind, besinnen sich die BĂ€ren verstĂ€rkt auf ihre ursprĂŒnglichen Instinkte â und lernen so beispielsweise wieder, ihr Futter zu verteidigen und sich wie in freier Natur zu bewegen.
SelbstverstĂ€ndlich sind einzelne Bereiche im Gehege entsprechend abgetrennt, so dass sowohl die Polarwölfe als auch die BraunbĂ€ren entsprechende RĂŒckzugsmöglichkeiten und Ruhezonen haben. "In ihrem neuen Gehege haben sich unsere drei Neulinge bereits gut eingelebt", freut sich Dieter Fischer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer im Wildparadies Tripsdrill, "fast immer sieht man sie zusammen â egal ob beim Baden, Spielen oder Fressen." Zweifelsfrei sind die BraunbĂ€ren in dieser Wohngemeinschaft die dominanteren Tiere, doch das Zusammenleben mit den Polarwölfen funktioniert reibungslos â auch wenn die fĂŒnf arktischen Bewohner mit dem nötigen Respekt vor den BĂ€ren eher auf Distanz gehen.
Wann und wo sind die Tiere zu sehen?
Ăber 130 tierische Bewohner leben im Wildparadies Tripsdrill. Einige von ihnen werden bei der FĂŒtterungsrunde von Tierpflegern und Falknern besonders vorgestellt. Dazu zĂ€hlen die europĂ€ischen und die arktischen Wölfe, die Luchse sowie die Adler und Geier. Ab sofort werden auch die BraunbĂ€ren Balu, Taya und Orsa in diese WildfĂŒtterung integriert. Dabei steht die AufklĂ€rungsarbeit im Vordergrund: Die Besucher erhalten wichtige Informationen zu Lebensweise und Verhalten der unterschiedlichen Raubtiere. Die FĂŒtterungsrunde beginnt um 14.30 Uhr, tĂ€glich auĂer freitags â da legen die Tiere einen Fastentag ein.
Was zeichnet die BraunbÀren aus?
BraunbĂ€ren sind die bekanntesten Vertreter aus der Familie der BĂ€ren. Das Fell ist dunkelbraun gefĂ€rbt, kann aber eine Vielzahl verschiedener Farbschattierungen zeigen. Der BraunbĂ€r zeichnet sich durch seinen stĂ€mmigen und kraftvollen Körperbau aus. Er hat einen schweren, massiven Kopf und verhĂ€ltnismĂ€Ăig kleine Augen. Dementsprechend ist der Gesichtssinn unterentwickelt, der Gehörsinn durchschnittlich. BraunbĂ€ren orientieren sich hauptsĂ€chlich ĂŒber ihren gut ausgeprĂ€gten Geruchssinn. Die Tiere können bis zu 2,80 Meter groĂ werden, mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,50 Meter. In ihrem Sozialverhalten zeigen sie sich eher als EinzelgĂ€nger nur wĂ€hrend der Paarungszeit kommt es zu kurzzeitigen Verbindungen. Die AktivitĂ€t der BraunbĂ€ren hĂ€ngt ĂŒberwiegend von der Jahreszeit ab. WĂ€hrend der Wintermonate begeben sich die Tiere in die Winterruhe. Im Wildparadies Tripsdrill haben die Tiere die Möglichkeit, sich jederzeit in das BĂ€renhaus zurĂŒckzuziehen und dort ungestört Winterruhe zu halten.
Wo lebten BraunbĂ€ren ursprĂŒnglich?
UrsprĂŒnglich lebten BraunbĂ€ren in weiten Teilen Nordamerikas, Europas und Nordafrikas. Durch die Bejagung und Zerstörung ihres Lebensraumes wurde das Verbreitungsgebiet der BraunbĂ€ren stark eingeschrĂ€nkt â in vielen Regionen wurden BraunbĂ€ren somit ausgerottet. GröĂere Ansiedlungen gibt es heute noch in Alaska, dem westlichen Kanada und in Nordasien. AuĂerdem wird versucht, BĂ€ren aus anderen Gebieten auszuwildern, um so besonders gefĂ€hrdete Gruppen wieder aufzustocken. Die weltweite Gesamtpopulation des BraunbĂ€ren wird auf rund 185.000 bis 200.000 Tiere geschĂ€tzt. In Deutschland gibt es keine wildlebenden BraunbĂ€ren mehr. Bereits im Mittelalter drĂ€ngte man sie in waldreiche und schwer zugĂ€ngliche Gebiete zurĂŒck. In Ăsterreich wurden inzwischen einige BĂ€ren wieder angesiedelt. Die meisten BraunbĂ€ren in freier Wildbahn leben heute in Russland und Nordamerika.
Mittwoch, den 12.08.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
BraunbÀren im Wildparadies Tripsdrill
Wie sieht das Gehege aus?
Ende November 2008 bezogen bereits fĂŒnf junge Polarwölfe ihr neues Zuhause in Tripsdrill â direkt gegenĂŒber der groĂen Greifvogel-Voliere. In dieses Gehege sind nun auch drei BraunbĂ€ren eingezogen. Damit zĂ€hlt das Wildparadies nun zu einer der wenigen Anlagen in Deutschland, in der Wölfe und BĂ€ren gemeinsam gehalten werden. Die drei Jungtiere stammen aus dem schweizer Jurapark und wurden im FrĂŒhjahr 2007 geboren. In Abstimmung mit dem VeterinĂ€ramt und RegierungsprĂ€sidium wurde das Gehege fĂŒr die beiden Tierarten entsprechend gestaltet: So können sich die BĂ€ren unter einem Wasserfall abkĂŒhlen und in einem See baden. Konstruktionen aus BĂ€umen, Felsen und StĂ€mmen ermöglichen es den Tieren, nach Lust und Laune zu klettern. Zum offiziellen Einzug wurden die drei jungen BraunbĂ€ren von Herrn Pfarrer Xaver Steidle vom Michaelsberg Cleebronn gesegnet. Das mĂ€nnliche Tier trĂ€gt nun den Namen Balu, die zwei BĂ€rendamen heiĂen Taya und Orsa.
Wie leben Polarwölfe und BÀren zusammen?
Bereits im schweizer Jurapark waren die drei BraunbĂ€ren gemeinsam mit Isegrims in einer Anlage integriert und sind damit das Zusammenleben schon gewohnt. Der Polarwolf eignet sich in besonderer Weise fĂŒr eine solche Gemeinschaftshaltung. Denn er zeichnet sich durch einen sehr ruhigen und ausgeglichenen Charakter aus und stört so den BraunbĂ€ren nicht. Er ist in seinem Sozialverhalten fest im Rudel verankert. Die BĂ€ren hingegen sind typische EinzelgĂ€nger und gestalten ihre Lebensweise nach den eigenen BedĂŒrfnissen. Die Wohngemeinschaft mit dem arktischen Wölfen wirkt sich auf die BĂ€ren sehr positiv aus: Da beide Arten natĂŒrliche Nahrungskonkurrenten sind, besinnen sich die BĂ€ren verstĂ€rkt auf ihre ursprĂŒnglichen Instinkte â und lernen so beispielsweise wieder, ihr Futter zu verteidigen und sich wie in freier Natur zu bewegen.
SelbstverstĂ€ndlich sind einzelne Bereiche im Gehege entsprechend abgetrennt, so dass sowohl die Polarwölfe als auch die BraunbĂ€ren entsprechende RĂŒckzugsmöglichkeiten und Ruhezonen haben. "In ihrem neuen Gehege haben sich unsere drei Neulinge bereits gut eingelebt", freut sich Dieter Fischer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer im Wildparadies Tripsdrill, "fast immer sieht man sie zusammen â egal ob beim Baden, Spielen oder Fressen." Zweifelsfrei sind die BraunbĂ€ren in dieser Wohngemeinschaft die dominanteren Tiere, doch das Zusammenleben mit den Polarwölfen funktioniert reibungslos â auch wenn die fĂŒnf arktischen Bewohner mit dem nötigen Respekt vor den BĂ€ren eher auf Distanz gehen.
Wann und wo sind die Tiere zu sehen?
Ăber 130 tierische Bewohner leben im Wildparadies Tripsdrill. Einige von ihnen werden bei der FĂŒtterungsrunde von Tierpflegern und Falknern besonders vorgestellt. Dazu zĂ€hlen die europĂ€ischen und die arktischen Wölfe, die Luchse sowie die Adler und Geier. Ab sofort werden auch die BraunbĂ€ren Balu, Taya und Orsa in diese WildfĂŒtterung integriert. Dabei steht die AufklĂ€rungsarbeit im Vordergrund: Die Besucher erhalten wichtige Informationen zu Lebensweise und Verhalten der unterschiedlichen Raubtiere. Die FĂŒtterungsrunde beginnt um 14.30 Uhr, tĂ€glich auĂer freitags â da legen die Tiere einen Fastentag ein.
Was zeichnet die BraunbÀren aus?
BraunbĂ€ren sind die bekanntesten Vertreter aus der Familie der BĂ€ren. Das Fell ist dunkelbraun gefĂ€rbt, kann aber eine Vielzahl verschiedener Farbschattierungen zeigen. Der BraunbĂ€r zeichnet sich durch seinen stĂ€mmigen und kraftvollen Körperbau aus. Er hat einen schweren, massiven Kopf und verhĂ€ltnismĂ€Ăig kleine Augen. Dementsprechend ist der Gesichtssinn unterentwickelt, der Gehörsinn durchschnittlich. BraunbĂ€ren orientieren sich hauptsĂ€chlich ĂŒber ihren gut ausgeprĂ€gten Geruchssinn. Die Tiere können bis zu 2,80 Meter groĂ werden, mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,50 Meter. In ihrem Sozialverhalten zeigen sie sich eher als EinzelgĂ€nger nur wĂ€hrend der Paarungszeit kommt es zu kurzzeitigen Verbindungen. Die AktivitĂ€t der BraunbĂ€ren hĂ€ngt ĂŒberwiegend von der Jahreszeit ab. WĂ€hrend der Wintermonate begeben sich die Tiere in die Winterruhe. Im Wildparadies Tripsdrill haben die Tiere die Möglichkeit, sich jederzeit in das BĂ€renhaus zurĂŒckzuziehen und dort ungestört Winterruhe zu halten.
Wo lebten BraunbĂ€ren ursprĂŒnglich?
UrsprĂŒnglich lebten BraunbĂ€ren in weiten Teilen Nordamerikas, Europas und Nordafrikas. Durch die Bejagung und Zerstörung ihres Lebensraumes wurde das Verbreitungsgebiet der BraunbĂ€ren stark eingeschrĂ€nkt â in vielen Regionen wurden BraunbĂ€ren somit ausgerottet. GröĂere Ansiedlungen gibt es heute noch in Alaska, dem westlichen Kanada und in Nordasien. AuĂerdem wird versucht, BĂ€ren aus anderen Gebieten auszuwildern, um so besonders gefĂ€hrdete Gruppen wieder aufzustocken. Die weltweite Gesamtpopulation des BraunbĂ€ren wird auf rund 185.000 bis 200.000 Tiere geschĂ€tzt. In Deutschland gibt es keine wildlebenden BraunbĂ€ren mehr. Bereits im Mittelalter drĂ€ngte man sie in waldreiche und schwer zugĂ€ngliche Gebiete zurĂŒck. In Ăsterreich wurden inzwischen einige BĂ€ren wieder angesiedelt. Die meisten BraunbĂ€ren in freier Wildbahn leben heute in Russland und Nordamerika.
© Parkscout / Wildparadies Tripsdrill











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