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Mittwoch, den 03.05.2006 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Kolumnen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Bruno brüllt: Kennen sie PETA?


Dem Namen PETA begegnet man hin und wieder im Zoo, wenn sich irgendwelche Menschen medienwirksam an Gitter ketten, um gegen die Tierhaltungen in Zoologischen Gärten zu protestieren. PETA bedeutet "People For The Ethical Treatment Of Animals" (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) und ist eine Tierrechtsorganisation - was immer man sich darunter vorstellen möchte. Den meisten Menschen dürfte PETA durch die Anti-Pelz-Kampagne "I´d rather go naked than wear fur" (Lieber nackt als mit Pelz) bekannt sein, für deren Werbeplakate sich zahlreiche nationale und internationale Promis vor der Kamera ausgezogen haben. Ein sehr gut nachzuvollziehendes Anliegen, schöne Bilder von (zumeist) begnadeten Körpern und eine gute Idee - wer mag da schon meckern? Hier soll es aber nicht um diese durchaus zu unterstützende Kampagne gehen und auch nicht um die extrem umstrittenen Thesen, die diese Organisation zuweilen verbreitet. Vielmehr bin ich neulich auf eine Presseerklärung von PETA gestoßen, bei der ich nicht weiß, ob sie mich erheitern oder am Verstand der Verantwortlichen zweifeln lassen soll.

PETA hat nämlich im März 2006 eine Veranstaltung im rennomierten Zoo Wien-Schönbrunn kritisiert, bei der im Aquarienhaus des Zoos für geladene Gäste ein Fischbuffet serviert wurde. Die PETA - Presseerklärung zu diesem "makabren Fest" (PETA) wird vom folgenden Satz gekrönt, den man sich genüsslich auf der Zunge zergehen lassen sollte. "Lebende Fische, Garnelen, Hummer und Austern in den Aquarien des Zoos sahen dabei zu, wie ihre toten Artgenossen von den Gästen verspeist wurden." Vergleiche für diesen Frevel hat PETA gleich zweifach bei der Hand. Bei der Führung durch das Elefantenhaus seien ja schließlich "auch keine Elefanten - Häppchen serviert worden." Den netten Vergleich des "Pudelburgers bei einer Hundeausstellung" hat PETA allerdings schon 2005 verbraucht - weil im Zoo Schönbrunn mit seinem Aquarium doch tatsächlich Fischprodukte auf der Speisekarte des Zoorestaurants (!) stünden.

Ob nun psychische Schäden bei den Fischen, Garnelen, Hummern und Austern, die jenes Gemetzel mitansehen mussten, wahrscheinlich sind, darüber informiert uns die PETA - Meeresbiologin Dr. Tanja Breining leider nicht. Darüber müssen sie - werter Leser - schon selbst entscheiden. Und wenn sie sich demnächst ein saftiges Rindersteak in die Pfanne hauen, dann schauen sie sich besser vorher um. Es wird zwar garantiert kein Aktivist von PETA mit erhobenen Zeigefinger hinter ihnen stehen - denn es ist ja keine Fernsehkamera in der Nähe. Aber vielleicht schaut sie ja eine Kuh vorwurfsvoll durchs Fenster an, weil gerade ihr lieber Bruder auf ihrem Herd vor sich hin brutzelt...

In diesem Sinne
GUTEN APPETIT





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Die Texte der Kolumnen-Autoren sind deren persönliche Meinung und decken sich nicht zwangsläufig mit der Meinung der Redaktion Parkscout.


© Parkscout / AK / Affenlogo mit freundlicher Genehmigung vom NaturZoo Rheine / Teaserpics teils aus pixelquelle.de




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Wo der Name PETA auftaucht, darf Gerhard Joerres nicht fehlen. Nach längerem googeln über diesen Mann, werde ich den Verdacht nicht los, dass er gewerblicher Tierzucht nahe steht, oder Verbindungsmann der Wanderzirkusse ist. Ständig hackt er auf PETA herum. Ist er ein bezahlter Provokateur?

16.02.2013 14:51
Horst Otto




Ich glaube das das man sich hier schon über PETA informiert hat bevor dieser Artikel damals geschrieben wurde. Sogenannte Tierrechtler sollten sich mal besser selber informieren und sachlich bleiben, bevor man Tiere vermenschlicht und aus dem hohlen menschlichen Bauch antwortet.

14.04.2010 10:28
Gerhard Joerres




Man sollte sich vielleicht erstmal informieren,bevor man
PETA kritisiert.
Meiner Meinung nach setzen sie sich sehr für den Tierschutz ein. Jedenfalls mehr als die Direktoren der Zoos, die Tiere in
winzige Käfige sperren,aber nie um eine Ausrede verlegen sind die schlechte Haltung runterzuspielen.
Ich bin nichtmal Vegetarierin,aber wenn ich einen Tiger sehe, der in seinem Gehege ständig psychotisch auf und ab läuft, wird mir schlecht.
klar, dass die zoos ich über PETA lustig machen.

Sie fühlen sich zu Recht angegriffen.
Aus Tierliebe sperrt man keine Wildtiere in Käfige.
Sondern aus Profitgier.

13.09.2009 19:52
kathrin




Organisationen wie PETA gehören eigentlich verboten. Alles militante Tierschützer und Veganer.Statt sich um echten Tierschutz zu bemühen vertreten diese verklemmten Irren eine Weltanschauung, die den Tierschutz als Vorwand missbraucht.
Peta gibt jährlich Millionen von Euros aus um ihre nutzlosen Werbekampangen zu finanzieren statt den Tieren zu helfen.
Ein Lob an den Autor dieses Artikels.

04.05.2008 14:56
Lucia Schütz




Völlig überflüssiger Kommentar eines herzlosen Speziesisten. Der Mensch lässt sich halt keinen Irrtum nehmen, der ihm nützt (F. Hebbel). Dann einfach besser sein lassen, oder?

05.11.2007 21:45
Klaus Zimmer






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