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Freitag, den 23.10.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Musicals und Shows und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

BUDDY - die Buddy Holly Story


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Mitte der 1950er Jahre, als der Rock’n’Roll sich langsam in den USA anschickte, den Musik-Mainstream zu erobern und spätere Ikonen wie Elvis Presley oder Bill Haley ihre ersten Erfolge feierten, sorgte ein junger Mann mit einer dunklen Hornbrille und seiner schwarzen Musik in einem von Rassismus geprägten Land für Furore: die Rede ist natürlich von Buddy Holly, der mit seinem unverwechselbaren Sound noch Generationen von Musikern beeinflussen sollte und im Februar 1959 bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Kaum betritt man den großen Saal des Colosseum-Theaters in Essen, beginnt auch schon gleich die Reise zurück in die Zeit von Petticoats und Hüftschwung: die gesamte Bühne wird von einer überdimensionalen Jukebox umrahmt, die mit ihrem grellen rot-blauen Neonlicht für die passende nostalgische Atmosphäre sorgt. Nur noch wenige Minuten – und der erste Auftritt von Buddy Holly, überzeugend verkörpert von Dominik Hees, steht auf dem Programm.

Und ab diesem Zeitpunkt hält es die Besucher kaum auf ihren Sitzen. Der gerade einmal 20jährige Kölner spielt seine Rolle nicht einfach nur – er lebt sie geradezu auf der Bühne aus. Sein Gitarrenspiel, seine perfekten Kiekser und sein jugendlicher Habitus lassen Buddy Holly in Essen im wahrsten Sinne des Wortes wieder auferstehen. Wenn er zusammen mit Lewin Blümel, Caron Pomp und Dominik Schwarzer als Buddys Band „The Crickets“ einen Chart-Hit nach dem anderen anstimmt, wackeln im Colosseum-Theater die Sitzreihen, weil einfach jeder bei den Rhythmen mitgeht.

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Buddy Holly
Erzählt wird Buddy Hollys Werdegang von der Entdeckung durch den Talentsucher Jim Denny über seinen letzten Auftritt im Surf Ballroom in Iowa bis hin zu seinem Tod in Mason City. Die Besucher werden Zeuge seiner ersten Songaufnahmen in den legendären Decca-Studios, seiner Zusammenarbeit mit Produzent Norman Petty, des ersten Auftritts im weltberühmten Apollo-Theater mitten in Harlem und natürlich auch seines letzten Auftritts in Iowa, bei dem er zusammen mit Ritchie Valens („La Bamba“) und dem Big Bopper („Chantilly Lace“) die Massen begeisterte.

Alleine dieses Konzert im Surf Ballroom, das einen großen Teil des zweiten Aktes ausmacht, rechtfertigt schon den Eintrittspreis. Das musikalische Feuerwerk, das Dominik Hees, Patrick Stanke als Big Bopper und Vinicius Gomes als Ritchie Valens hier zünden, muss man einfach erlebt haben. Der dramaturgische Kniff, das Publikum in diese großartige Show einzubinden, funktioniert prächtig. Schon nach kürzester Zeit wähnt man sich nicht mehr in einem Theater mitten im Ruhrgebiet, sondern mitten im winterlichen Iowa des Jahres 1959.

Dominik Hees als Buddy Holly
Ebenso geschickt ist die Idee, plötzlich während dieses Konzerts die Bühnenbeleuchtung und den Ton auszuschalten und kurz danach die Meldung vom Tod Buddy Hollys, Ritchie Valens und Big Boppers, deren Weiterflug zum nächsten Auftritt in Moorhead kurz nach dem Start mit einer Bruchlandung auf einem Feld endete, durch die Lautsprecher durchzugeben. Ohne sentimentales Vorspiel wird der Besucher, der vorher noch laut mitgesungen und geklatscht hat, abrupt aus seiner Euphorie gerissen – vermutlich ging es der Musikwelt im Jahre 1959 ähnlich, als die Meldungen über den Flugzeugabsturz der drei Musiker die Medien beherrschten. Kein Wunder also, dass der 3. Februar dieses Jahres als „the day the music died“ in die Geschichtsbücher einging.

„Buddy – die Buddy Holly Story“ ist kein klassisches Musical, sondern eher eine Rock’n’Roll-Show der Superlative. Christoph Weyers hat für diese Produktion ein überraschendes Bühnenbild geschaffen, das es in sich hat: Ob nun während des Stücks eine gigantische Schallplatte mit einem riesigen Tonabnehmer auf die Bühne schwebt oder das plüschige Apollo-Theater in Harlem nachgestellt wird: die Kulissen sind schlicht grandios umgesetzt.

Die gesamte Besetzung ist bis in die kleinste Nebenrolle unfassbar stark, Live-Musik und Live-Gesang treffen die musikalischen Vorbilder auf den Punkt – neben Dominik Hees ist hier vor allem auch Patrick Stanke zu erwähnen, der in seiner Rolle als Big Bopper wie das Original förmlich zu explodieren scheint. Regisseurin Stephanie Moor ist es ohne Abstriche gelungen, das Lebensgefühl, das Flair und die Atmosphäre dieser legendären Zeit auf die Bühne zu bringen. Standing Ovations und nicht enden wollende Rufe nach Zugaben sprechen eine deutliche Sprache über die Qualität der neuen Produktion im Essener Colosseum-Theater. Weitere Informationen über Preise und Spielzeiten finden Sie unter www.stage-entertainment.de.

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© parkscout/MV, Bilder: Stage Entertainment




 




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Ich hatte das Vergnügen, das Musical letzte Woche sehen zu dürfen und bin immer noch total begeistert. Die Schauspieler und Sänger waren ganz toll, die Musik mitreißend und der Abend hat meinem Mann und mir sehr viel Spaß gemacht. Unbedingt anschauen!!

26.10.2009 15:05
Ines Hinrichs






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