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Montag, den 10.01.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

CentrO.PARK: Rest in Peace


Benjamin Blümchen vor dem Riesenrad
Die meisten Freizeitparks bieten ihren Besuchern eine mehr oder weniger ausgefeilte Thematisierung – von einer alten Westernstadt bis hin zum futuristischen Ambiente der Epochen von morgen. Dass man einen Freizeitpark allerdings auch völlig anders gestalten kann, zeigte das Beispiel des CentrO.PARK in Oberhausen, der 2010 leider seine letzte Saison in der bekannten Form feierte und in diesem Jahr so nicht mehr öffnen wird.

Anstatt auf künstliche Welten setzte man dort fast vollständig auf Mutter Natur, und dass diese mindestens genauso gut thematisieren kann wie die hochbezahlten Fachleute von Maus & Co., wurde recht schnell deutlich. Mitten im Ruhrgebiet, zwischen Einkaufszentrum und Gasometer, entstand hier eine Oase der Erholung, in der die unterschiedlichsten Attraktionen fast schon ein wenig versteckt in die gepflegte, gartenbautechnisch gelungene Umgebung eingebettet waren. Fast schon an einen botanischen Garten erinnernd, bot der CentrO.PARK dabei hauptsächlich Fahrgeschäfte, die vollständig familienkompatibel waren. Wer sich also auf die Suche nach dem Adrenalin-Kick begab, sollte eher einen Bogen um das großzügig angelegte Gelände machen – Familien mit Kindern hingegen waren hier absolut richtig.

Betrieben von dem Schausteller Oscar Bruch wurde der Park von Kritikern oft als "Kirmespark" bezeichnet – völlig zu Unrecht! Nicht nur, dass das bereits erwähnte Landscaping die meisten Kunstwelten (was den Erholungsfaktor angeht) um Längen schlug – die meisten der vorhandenen Attraktionen hatten mit Volksfesten auch rein gar nichts zu tun. So handelte es sich zum Beispiel bei "Rodeo", einer Art Break Dance, oder dem Flugkarussell "Bee Bee" um reine Parkversionen, die man in dieser Form auf einer Kirmes niemals finden wird. Auch die Schiffschaukel "Pirat" wurde vom Hersteller ausschließlich für Freizeitparks gebaut.
Achterbahn "Speedy"
Im Prinzip ist diese Diskussion aber auch völlig nebensächlich; wichtig ist primär, dass Attraktionen Spaß machen – und dies taten sie zweifellos. Die Achterbahn "Speedy", ein Spinning Coaster der renommierten Firma Maurer Söhne, sorgte mit ihren engen Kurven und den sich drehenden Gondeln genauso für Kurzweil wie das extra für die Landesgartenschau in Oberhausen gebaute Riesenrad, aus dem man einen sehr schönen Überblick auf den gesamten Park und das angrenzende Einkaufszentrum hatte. Gerade im Sommer sehr beliebt bei den Gästen war die "Piratenflotte", eine interaktive Bootsfahrt, bei der man die "feindlichen" Schiffe mit Wasserkanonen unter Beschuss nehmen konnte.

Prominentester Bewohner des CentrO.PARK dürfte wohl Benjamin Blümchen gewesen sein, jener gerade bei den Kleinsten äußerst beliebte Elefant mit dem berühmten "Törööö", dem mit "Benjamin Blümchens Treckerfahrt" und einem Wellenflieger sogar eigene Attraktionen gewidmet waren. Überhaupt gab es gerade für kleinere Kinder jede Menge zu erleben und zu entdecken. Verschiedene Spielplätze, ein Wasserscooter und sogar ein nicht-aufpreispflichtiges Bungee-Trampolin, für das in anderen Parks bis zu fünf Euro zusätzlich gezahlt werden muss, standen für den Nachwuchs zur Verfügung. Für die Eltern gab es in Sichtweite der Attraktionen meist gemütliche Sitzgelegenheiten, um die Kinder im Auge zu behalten.

Gerade die unmittelbare Nähe zum Einkaufsparadies CentrO. machte den Park zu einem idealen Ausflugsziel für die ganze Familie, da er gut mit einer Shoppingtour oder dem Erforschen der Meerestiere im Sea Life Center an der Strandpromenade kombiniert werden konnte. Inzwischen sind die ehemaligen Attraktionen des Parks abmontiert und verkauft worden – ob und in welcher Form auf dem Gelände noch einmal ein Freizeitpark eröffnen wird, steht indes in den Sternen. Rest in Peace, CentrO.PARK!

© parkscout/MV




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