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Dienstag, den 18.05.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Musicals und Shows und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Cirque du Soleil: Varekai


Ikarus landet im Wald
"Wohin auch immer" - dies ist die Übersetzung der gerade in Deutschland tourenden Show "Varekai" des weltberühmten kanadischen Cirque du Soleil. Der aus der Sprache der Roma entliehene Titel symbolisiert aber auch gleichermaßen die Verspieltheit, den Charme und die Phantasie, mit welcher der von den Straßenkünstlern Guy Laliberté und Daniel Gauthier gegründete Zirkus schon seit 1984 überall für Furore sorgt.

Im blütenweißen Hauptzelt beginnt schließlich die Reise in eine seltsame Fabelwelt, die den Zuschauer auf den Gipfel eines Vulkans entführt, wo in einem dichten Wald die seltsamsten Wesen leben. Da wäre zum Beispiel "Ikarus", die bekannte Figur aus der griechischen Mythologie, die mit ihren Flügeln zu nah an die Sonne kam und gen Terra Firma stürzte. Oder "der Weise", ein in Schwarz gekleideter Denker mit einer leuchtenden Glühbirne auf dem Kopf. Auch "der Himmelsbeobachter", ein kleines Männchen mit Pflanzenrock, das gleich zu Beginn der Show versucht, mit Hilfe einer seltsamen Maschine die Töne des Waldes einzufangen, gehört zu diesem avantgardistischen Ensemble skurriler Persönlichkeiten, die da die Bühne des "Grand Chapiteau" bevölkern.

Die bisweilen etwas undurchsichtige Story von "Varekai" wird, wie könnte es anders sein, natürlich in Form von verschiedenen artistischen Darbietungen präsentiert, die in der ersten Halbzeit der Show noch ein wenig "gewöhnlich" daherkommen, um dann aber in der zweiten Hälfte umso beeindruckender ausfallen. Aus diesem Grunde sind die großen Highlights auch eher nach der Pause zu finden. Besonders erwähnenswert ist hier eine traumhaft schöne Luftakrobatik-Nummer, die gekonnt Poesie mit höchster körperlicher Anstrengung kombiniert, sowie das große Finale mit einer schier unglaublichen, temporeichen Darbietung an zwei Russischen Schaukeln. Neben vielen klassischen Zirkus- und Varietenummern wie Equilibristik oder Jonglage gibt es bei "Varekai" aber auch andere Künste zu bewundern, die man weniger häufig in einem Zirkus sieht. Dies gilt insbesondere für einen Georgischen Tanz und einen originellen Krückentanz.
Wassermeteore
Die Kulisse im Zelt wird dominiert von großen bambusartigen Pflanzenstengeln aus Metall und einem großen Ausguck über der Bühne, der über einen seltsam verschlungenen Aufstieg zu erreichen ist. Damit erinnert das ganze auch weitaus mehr an eine Theaterbühne als an eine "handelsübliche" Manege und bildet damit den idealen Rahmen für die phantasievollen Kreaturen, die sich in dem bereits erwähnten Wald tummeln. Die einzelnen Akteure sind dabei gekleidet in Kostüme, die der märchenhaftesten Fantasy-Welt zu entstammen scheinen und damit den unverwechselbaren Look des Cirque du Soleil eindrucksvoll untermauern. Dazu gesellt sich schließlich noch eine ebenfalls für den kanadischen Avangarde-Zirkus typische Live-Musik, die von zwei Interpreten in einer Fantasiesprache begleitet wird.

Der Cirque du Soleil gilt als absoluter Ausnahmezirkus, der sich nicht nur einer kunstvollen Inszenierung verschrieben hat, sondern mit seinen Weltklasse-Artisten schon längst eine Institution auf seinem Gebiet geworden ist. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum "Varekai" vielleicht den hohen Ansprüchen, die man an eine Show dieses Kalibers stellt und angesichts der Eintrittspreise auch stellen muss, nicht in vollem Umfang entspricht. Im Vergleich zu anderen Produktionen der Kanadier kommt "Varekai" bis auf wenige Ausnahmen seltsam unspektakulär daher – die viel zu lange Eröffnungsszene, ungemein witzige, aber stilistisch unpassende Comedy-Einlagen und ein zu stark verklausulierter Handlungsfaden verhindern, dass der Zuschauer wirklich in die phantasievolle Vulkanwelt eintauchen kann.

Dies soll beileibe nicht heißen, dass es sich nicht lohnen würde, "Varekei" zu besuchen, ganz im Gegenteil – schließlich handelt es sich bei diesen Punkten ja um Kritik auf höchstem Niveau. Die Ausstattung der Bühne, die artistischen Leistungen und die gesamte Inszenierung mögen den Ansprüchen "größerer" Cirque-du-Soleil-Produktionen vor allem in den USA nicht gerecht werden – im Vergleich zu dem, was man jedoch ansonsten in Deutschland diesbezüglich zu sehen bekommt, sind und bleiben die Kanadier neben "FlicFlac" unerreicht.

"Varekai" läuft noch bis zum 6. Juni in Köln und vom 17. Juni bis 18. Juli in Frankfurt. Informationen zu den Showzeiten und Eintrittspreisen finden Sie unter: www.cirquedusoleil.com




© parkscout/MV, Bilder: Cirque du Soleil




 




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