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allwetterzoo münster
Rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien war es soweit: Elf hübsche Kapuziner konnten ihr neues grünes Reich am Zookanal in Besitz nehmen. Jahrelang bewohnten die kleinen Affen im Allwetterzoo Münster nur vergitterte, wenn auch gut ausgestattete Gehege. Zusätzlich wurden den intelligentesten "Südamerikanern" immer wieder neue, sehr individuelle Beschäftigungsmöglichkeiten geboten - doch die Natur fehlte!
Ende Juni war es endlich soweit: Nach einer Rekord-Bauzeit von nur vier Wochen erprobten die Kapuziner erstmals ihre neue Freianlage. Tierpfleger und Zoologen, alle am Bau Beteiligten und zahlreiche Zoobesucher warteten in der Mittagszeit ungeduldig auf das Okay der Elektriker. Die nahmen noch letzte Regulierungen an der Stromspannung des Zauns vor, der das neue Gelände umgibt. Dann ging Revierleiterin Teresa Willmen zum alten Freigehege, öffnete den Schieber - und schon stürmten zwei der quirligen Affen in den Laufgang, der in luftiger Höhe über dem Besucherweg verläuft. Nach wenigen Metern auf ungewohntem Terrain liefen sie wieder zurück. Die anderen drängelten sich derweil um den neuen Ausgang. Schließlich wagte sich der zweitstärkste Mann der elfköpfigen Kapuzinergruppe immerhin bis über den Besucherweg. "Pedro" kehrte aber an der ersten Biegung des Laufgangs zurück. Der halbstarke "Monti" schaffte als erster den kompletten, rund 40 Meter langen Weg. Er hangelte über eine Strickleiter am Ende des Laufgangs in einen der großen Kletterbäume auf der neuen Anlage - und rannte wieder zurück. So nach und nach trauten sich die meisten Kapuziner auf das neue Gelände. Einige sprangen auf den Boden und tollten über den Rasen, ein anderer erklomm eine hohe Kastanie bis in die obere Spitze. Ein Jungtier holte eine Nuss nach der anderen aus einem Leckerbissen-Korb und brachte sie seiner noch ängstlichen Mutter im alten Außengehege. Für die Zuschauer war die rasante Eroberung eines völlig fremden Geländes durch die Kapuziner ein tolles Erlebnis!
Der Zaun, der die neue Kapuziner-Anlage umgibt, ist transparent und bietet eine sehr gute Sicht auf die Affen, er führt allerdings Strom. Die Zooelektriker hatten hierfür rund 2.200 Meter Stromdraht rings um das Gelände gezogen und 1.000 Isolatoren angebracht. Die elektrische Spannung ist mit 6,5 kV niedrig, aber wirkungsvoll. Als der 32jährige "Odin" den Außenzaun erklimmen wollte, ließ er ganz schnell wieder los! „Hera“, ein älteres Weibchen, erschrak zwar, sprang dann jedoch zwischen zwei Elektrodrähten hindurch! Eine weitere Schwachstelle an den Sicherheitseinrichtungen entdeckten die klugen Affen ebenfalls in der ersten Stunde: "Venus" kletterte auf den Laufgang - und schwups war sie raus aus der Anlage. Zum Glück waren Zoomitarbeiter in der Nähe, die das Weibchen am Davonlaufen hinderten. Anschließend wurde nachgebessert... Ein zweiter Probelauf einige Tage später verlief ruhig und ohne Pannen. Deshalb werden die Zoobesucher sich in Zukunft Tag für Tag an den quirligen Affen in ihrem grünen Sommer-Paradies erfreuen können! Das ist etwa 700 qm groß und erstreckt sich vom Besucherweg zwischen dem Haus für Niedere Affen und der Pinguinanlage bis hinunter zum Zookanal. Vorhandene Bäume wie eine Kastanie und eine Hainbuche wurden integriert, stabile Eichenkronen als Kletterbäume neu gesetzt. Der Laufgang vom Affenhaus zur neuen Anlage überquert den Besucherweg, ist aber durch Bäume geschickt kaschiert und bietet einen regelrechten Überraschungseffekt: "Guck mal nach oben, da läuft ja ein Affe!", wird man hier demnächst sicher öfter hören!
Freitag, den 03.07.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Das Ereignis des Jahres im Allwetterzoo Münster: "Freigang" für die Kapuziner auf der Liegewiese
Ende Juni war es endlich soweit: Nach einer Rekord-Bauzeit von nur vier Wochen erprobten die Kapuziner erstmals ihre neue Freianlage. Tierpfleger und Zoologen, alle am Bau Beteiligten und zahlreiche Zoobesucher warteten in der Mittagszeit ungeduldig auf das Okay der Elektriker. Die nahmen noch letzte Regulierungen an der Stromspannung des Zauns vor, der das neue Gelände umgibt. Dann ging Revierleiterin Teresa Willmen zum alten Freigehege, öffnete den Schieber - und schon stürmten zwei der quirligen Affen in den Laufgang, der in luftiger Höhe über dem Besucherweg verläuft. Nach wenigen Metern auf ungewohntem Terrain liefen sie wieder zurück. Die anderen drängelten sich derweil um den neuen Ausgang. Schließlich wagte sich der zweitstärkste Mann der elfköpfigen Kapuzinergruppe immerhin bis über den Besucherweg. "Pedro" kehrte aber an der ersten Biegung des Laufgangs zurück. Der halbstarke "Monti" schaffte als erster den kompletten, rund 40 Meter langen Weg. Er hangelte über eine Strickleiter am Ende des Laufgangs in einen der großen Kletterbäume auf der neuen Anlage - und rannte wieder zurück. So nach und nach trauten sich die meisten Kapuziner auf das neue Gelände. Einige sprangen auf den Boden und tollten über den Rasen, ein anderer erklomm eine hohe Kastanie bis in die obere Spitze. Ein Jungtier holte eine Nuss nach der anderen aus einem Leckerbissen-Korb und brachte sie seiner noch ängstlichen Mutter im alten Außengehege. Für die Zuschauer war die rasante Eroberung eines völlig fremden Geländes durch die Kapuziner ein tolles Erlebnis!
Der Zaun, der die neue Kapuziner-Anlage umgibt, ist transparent und bietet eine sehr gute Sicht auf die Affen, er führt allerdings Strom. Die Zooelektriker hatten hierfür rund 2.200 Meter Stromdraht rings um das Gelände gezogen und 1.000 Isolatoren angebracht. Die elektrische Spannung ist mit 6,5 kV niedrig, aber wirkungsvoll. Als der 32jährige "Odin" den Außenzaun erklimmen wollte, ließ er ganz schnell wieder los! „Hera“, ein älteres Weibchen, erschrak zwar, sprang dann jedoch zwischen zwei Elektrodrähten hindurch! Eine weitere Schwachstelle an den Sicherheitseinrichtungen entdeckten die klugen Affen ebenfalls in der ersten Stunde: "Venus" kletterte auf den Laufgang - und schwups war sie raus aus der Anlage. Zum Glück waren Zoomitarbeiter in der Nähe, die das Weibchen am Davonlaufen hinderten. Anschließend wurde nachgebessert... Ein zweiter Probelauf einige Tage später verlief ruhig und ohne Pannen. Deshalb werden die Zoobesucher sich in Zukunft Tag für Tag an den quirligen Affen in ihrem grünen Sommer-Paradies erfreuen können! Das ist etwa 700 qm groß und erstreckt sich vom Besucherweg zwischen dem Haus für Niedere Affen und der Pinguinanlage bis hinunter zum Zookanal. Vorhandene Bäume wie eine Kastanie und eine Hainbuche wurden integriert, stabile Eichenkronen als Kletterbäume neu gesetzt. Der Laufgang vom Affenhaus zur neuen Anlage überquert den Besucherweg, ist aber durch Bäume geschickt kaschiert und bietet einen regelrechten Überraschungseffekt: "Guck mal nach oben, da läuft ja ein Affe!", wird man hier demnächst sicher öfter hören!
© Parkscout / Allwetterzoo Münster










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