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Mittwoch, den 27.07.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Der Walt Disney der Niederlande


Eingang zum Märchenwald in Efteling
Es war einmal ein begnadeter Künstler, der nicht nur einen ganz besonderen Zeichenstil kreierte, sondern auch für die Entwicklung eines der sicherlich renommiertesten Freizeitparks der Welt verantwortlich zeigte. Die Rede ist hier allerdings nicht von Walter Elias Disney, sondern von dem niederländischen Maler Anton Pieck, der das Erscheinungsbild von Efteling noch in die heutige Zeit hinein entscheidend prägte.

Der 1895 in Den Helder geborene Pieck beschäftigte sich schon seit frühen Kindestagen mit Zeichnen und Malen – bereits als Elfjähriger gewann er für ein Aquarell einen Preis bei einer Ausstellung. Im Alter von 17 Jahren graduierte er an einer Kunstschule, wo er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Henri die Grundlagen des perspektivischen Zeichnens und der Anatomie studierte. 1920 bekam Pieck eine Anstellung als Kunstlehrer, die er bis zu seiner Pensionierung inne hielt. Ein Hauptbestandteil seiner Arbeiten waren Alltags-Szenen aus dem 19. Jahrhundert, die mit ihrer verklärten und romantischen Sicht nicht von ungefähr wirken wie Illustrationen aus Büchern von Charles Dickens. Diese Werke erwiesen sich besonders erfolgreich als Motive für Weihnachtskarten, von denen immer noch weltweit mehrere Millionen Exemplare im Jahr verkauft werden. Als Ergebnis eines Besuchs in Marokko im Jahre 1937 entstanden dort über 70 Zeichnungen, die Pieck nicht nur als Basis für seine Arbeit an dem 16 Büchern umfassenden "Geschichten aus 1001 Nacht" nahm, sondern auch seine weiteren Arbeiten beeinflussten. In den 1950er Jahren ist Anton Pieck inzwischen ein bekannter und beliebter Illustrator für Märchenbücher – kein Wunder also, dass er in die Entwicklung eines Märchenwaldes in Kaatsheuvel einbezogen wurde. Als Efteling 1952 offiziell eröffnet wurde, gab es in dem großen Märchenwald mit seinen verschlungenen Wegen zehn verschiedene Geschichten, die allesamt nach Entwürfen von Anton Pieck realisiert wurden – mit sich bewegenden Figuren, Licht und Toneffekten. Der Erfolg war so enorm, dass sich der eingangs erwähnte Walt Disney sogar in die Niederlande aufmachte, um sich für den Bau seines eigenen Disneyland Anregungen zu holen.

Nicht nur, dass Pieck bis 1974 für das gesamte Artwork des Parks verantwortlich war, blieb man auch nach seinem Ausscheiden der bisherigen künstlerischen Linie treu. Seine Farbgebung, seine Formen und auch die von ihm verwendeten Materialien haben sich bis heute bei der weiteren Gestaltung Eftelings gehalten. Als Anton Pieck im Jahre 1987 im Alter von 92 Jahren starb, hatte der wohl wichtigste niederländische Künstler des 20. Jarhunderts mit seinen rund 1.500 Enwürfen nicht nur für den Park eine beeindruckende Leistung vollbracht, sondern auch ein Vermächtnis an jüngere Generationen geschaffen, dass von Efteling gepflegt und konsequent weitergeführt wird.


Anton Pieck


© parkscout/MV




 




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