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Mittwoch, den 17.02.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Erlebnisbäder und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Die Geschichte der Erlebnisbäder


Erlebnisbad im XXL-Format: Tropical Islands
Wenn sich heutzutage Menschen in schön gestalteten Schwimmbecken vergnügen und anschließend in den Wellness-Bereichen Leib und Seele erholen, so ist dies keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Vielmehr liegen die Wurzeln der modernen Erlebnisbäder rund 4.000 Jahre zurück, als schon in Ägypten und Indien nachweislich große Badehäuser gebaut wurden. Und es waren die antiken Griechen und Römer, die schon vor zwei Jahrtausenden öffentliche Badestätten errichteten, die nicht nur der Bespaßung und der Reinlichkeit dienten, sondern auch die Gesundheit des Körpers stärken sollten.

Die vermutlich bekanntesten Badestätten in der Zeit des Römischen Reiches waren die nach Kaiser Caracalla benannten Thermen, die am Stadtrand Roms von 212 bis 216 errichtet wurden. Dabei ist die Ähnlichkeit zu den Einrichtungen, die wir heute als "Erlebnisbad" bezeichnen, schon frappierend. Die rund 2.000 Personen fassenden Thermen beinhalteten nicht nur mehrere Schwimmbecken, sondern auch Gärten, Gymnastikräume und sogar Geschäfte. Noch heute kann man sich in Rom bei einer Besichtigung der noch gut erhaltenen Ruinen ein gutes Bild über die enormen Ausmaße der Anlage machen.

Im Mittelalter dienten Badehäuser hauptsächlich der Körperpflege und wurden im Auftrag von Gemeinden betrieben. Mit dem verstärkten Aufkommen von Seuchen, deren Verbreitung in diesen Häusern gefördert wurde, begann der allmähliche Niedergang der mitteleuropäischen Badekultur. Gab es im 14. Jahrhundert in Frankfurt am Main noch 29 registrierte Bader, waren Mitte des 16. Jahrhunderts nur noch zwei Badestuben in Betrieb.
Rutschenspaß im Galaxy Erding
Als Vorläufer der heutigen Freibäder könnte man die Flussbadeanstalten bezeichnen, die in Deutschland im 18. Jahrhundert etabliert wurden. So entstanden 1773 in Frankfurt und 1777 in Mannheim die ersten Einrichtungen dieser Art. Öffentliche Badeanstalten in Gebäuden, wie es sie schon im antiken Rom gab, hielten erst im 19. Jahrhundert Einzug in Deutschland. Im Jahre 1870 eröffnete in Magdeburg das erste moderne Volksbad mit Schwimmbecken – die Angst vor dem Wasser, die noch das Rokoko bestimmt hatte, war endgültig verschwunden.

Seitdem hat sich das Aussehen der Bäder stark verändert. Immer neue Errungenschaften wie ein Wellenbecken, das übrigens schon 1905 zum Einsatz kam, Strömungskanäle, Rutschen oder Solebecken gehören heute genauso zum Standard eines modernen Erlebnisbades wie eine angenehme Inneneinrichtung, Restaurationen und ein umfangreiches Wellness-Angebot mit Saunen, Massagen und Solarien.

© parkscout/MV



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