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Disneyland Park ist nicht nur der besucherstärkste Freizeitpark Europas, sondern gleichermaßen auch das Fundament des gesamten Disneyland Resorts in Frankreich. Der 1992 eröffnete Park ist auch heute noch ein wahres Schmuckstück, auch wenn seit 20 Jahren kein wirklich neues Fahrgeschäft mehr gebaut wurde. So gab es dann auch für uns nur wenig Neues zu entdecken. Aber fangen wir von vorne an: Gleich hinter dem riesigen Eingangsbereich befindet sich mit "Main Street, U.S.A." Walt Disneys Vision einer breiten Einkaufsstraße des beginnenden 20. Jahrhunderts, die auf direktem Wege zu einem großen Platz vor dem bekannten Dornröschenschloss führt, welcher wiederum als Knotenpunkt für die restlichen vier Themenwelten des Parks dient.
Das Dornröschenschloss
Auf der linken Seite befindet sich zunächst das "Frontierland", eine Hommage an die Zeit des Wilden Westens. Hier fällt zunächst ein riesiges Felsmassiv auf einem großen See ins Auge, durch das die Züge der Achterbahn "Big Thunder Mountain" donnern, die allerdings ihrem Namen nicht wirklich gerecht wird: Der Mine Train macht zwar durchaus Spaß, ist aber eher eine Familienattraktion, die zudem auch die Gehörgänge der Fahrgäste über Gebühr strapaziert. Den Besitzer der entsprechenden Mining Company findet man gleich in der Nähe bei "Phantom Manor", einer schaurig-schönen Themenfahrt, die in einem alten verlassenen Herrschaftshaus untergebracht wurde. Vor den Toren dieses Gebäudes startet übrigens auch die Fahrt mit einem Schaufelraddampfer, mit dem man eine gemächliche Rundfahrt um das Gebirge antreten und die Streckenführung der Achterbahn aus nächster Nähe begutachten kann.
Der König der Löwen
Tatsächlich neu für uns war die Show "The Lion King: Rhythms of the Pride Lands" im Frontierland Theater, die sich auch bei den Besuchern großer Beliebtheit erfreut – hier sollte man unbedingt rechtzeitig vor Ort sein, um einen guten Platz zu bekommen. Das ganze ist eine Mischung aus Tanz, Gesang, Live Percussions und Artistik, die recht kurzweilig daher kommt und an die Qualität der Shows in den Anfangsjahren des Parks durchaus heran reicht. Von uns gibt es für den Löwenkönig jedenfalls eine klare Empfehlung!
Big Thunder Mountain am Abend
Wer genug vom "Frontierland" gesehen hat, gelangt über einen kleinen Weg direkt in das "Adventureland", wo Captain Jack Sparrow bei der aufwendig gestalteten Bootsfahrt "Pirates of the Caribbean" auf die Besucher wartet. Die rund zehnminütige Reise in die Welt der Seeräuber ist aber nicht die einzige Attraktion dieses Themenbereiches. Nur einen Steinwurf entfernt gilt es nämlich, mit Indiana Jones eine Tempelruine zu untersuchen oder das Baumhaus der Familie Robinson zu erklimmen, während unter der Erde versteckte Schätze in einem Höhlenlabyrinth entdeckt werden wollen. Leider funktionieren einige Effekte bei dem Baumhaus nicht mehr – hier wäre ein erweitertes Rehab dringend nötig.
Klassiker des Animationsfilms
Das "Fantasyland", das übrigens am besten durch das Dornröschenschloss betreten wird, ist die Heimat der verschiedensten Zeichentrickfiguren aus dem Hause Disney. Schneewittchen, Pinocchio und Peter Pan haben jeweils einen kleineren Darkride spendiert bekommen, die mit Schwarzlichteffekten eine märchenhafte Atmosphäre erzeugen. Kleinere Kinder dürfen sich hier vor allem auf einen Flug mit Dumbo freuen oder in den Teetassen des verrückten Hutmachers aus "Alice im Wunderland" Platz nehmen. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art ist "It's a Small World", eine Themenfahrt, bei der es zum Gesang von Kindern einmal um die ganze Welt geht – herrlich kitschig und mit einem Ohrwurm-Song versehen, der einem auch nach Stunden im Kopf herumschwirrt.
Hyperspace Mountain im Discoveryland
Den Abschluss bildet schließlich das "Discoveryland", früher als Welt von morgen aus der Sicht von gestern konzipiert – mit zahlreichen Anspielungen auf Jules Verne oder H.G.Wells. Leider ist von dem ursprünglichen Gedanken nicht mehr viel übrig geblieben. Ein 360-Grad-Kino mit einem Film über die Weltausstellung in Paris wurde mit einem interaktiven Darkride mit Buzz Lightyear ersetzt und Jules Vernes Reise zum Mond ist Star Wars gewichen. Tatsächlich gelungen ist allerdings die Aufwertung des Simulators "Star Tours", der heute mit einem gestochen scharfen 3D-Effekt und einem, durch ein Zufallsprinzip aus mehreren Einzelsequenzen zu einem Gesamtfilm zusammengesetzten Flug durch die verschiedenen Welten von Star Wars führt, was zu zahlreichen Wiederholungsfahrten einlädt.
Achterbahnfahrt mit Indiana Jones
Im Gegensatz zum Walt Disney Studios Park ist der "alte" Disneyland Park wirklich pure Disney-Magie – zumindest in vier der insgesamt fünf Themenbereiche (das Discoveryland klammern wir hier einmal aus) ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Zwar sind viele positiven Eigenschaften aus der Vergangenheit wie kostenlose Fastpässe, kostenlose Einkaufstüten, Gutscheine für ein kostenloses Getränk am Nachmittag beim Kauf eines Menüs oder auch nicht angekündigte spontane Character-Meetings nicht mehr existent, aber wie sagte Loriot so schön? Früher war mehr Lametta!
Impressionen von Disneyland Park Januar 2026
Die Entwicklung schreitet eben unaufhörlich voran und macht auch bei Disneyland Paris nicht Halt. Dafür gibt es auf der anderen Seite aber auch positive Veränderungen, die wir ausdrücklich begrüßen – darunter zum Beispiel die Möglichkeit, bei den Counter-Restaurants sein Essen über die App zu bestellen und dann es dann einfach bei einer Benachrichtigung ohne nennenswerte Wartezeit abholen zu können.
Teuer? Kommt darauf an ...
Ein letztes Wort noch zu den Preisen der Pauschalen: Je nach Jahreszeit und sogar auch je nach Wochentag bei der Anreise variieren diese sehr stark. Wir haben das Resort in der absoluten Nebensaison besucht, sind an einem Sonntag angereist und kamen damit auf einen Pro-Kopf-Preis von etwas über 250 Euro für zwei Übernachtungen im Hotel Cheyenne und drei Tage in den Parks. Das ist günstig – keine Frage! Wer allerdings mit Kindern auf die Schulferien angewiesen ist, oder eines der Events wie Halloween oder Weihnachtssaison erleben möchte, muss hier deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise vor Ort für Essen und Getränke, die uns noch vor einigen Jahren sehr teuer erschienen, haben sich übrigens durch die Preisanstiege in der deutschen Gastronomie inzwischen so angeglichen, dass sie auch nicht mehr wirklich negativ auffallen – die Buffets sind inzwischen sogar günstiger als in vielen anderen deutschen Freizeitparks.