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Montag, den 02.06.2014 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Freizeitparks zu finden.

Ein Besuch in Slagharen


Die Shopping-Meile von Slagharen
Nachdem wir vor zwei Wochen nach längerer Zeit dem belgischen Bobbejaanland einen kleinen Besuch abgestattet hatten, war nun der seit 2012 ebenfalls zur spanischen Parque-Reunidos-Gruppe gehörende niederländische Freizeitpark Slagharen an der Reihe. Unsere letzte Stippvisite lag auch hier einige Jahre zurück, als der Park noch unter der Leitung der Familie Bemboom betrieben wurde – ein Ort, an dem die 1970er Jahre stehengeblieben schienen und eine seltsam trashige Atmosphäre zu entzücken wusste.

Glücklicherweise hat sich seit dem Verkauf in Slagharen nicht allzu viel verändert. Es warten immer noch wunderbar seltsame Attraktionen auf die Besucher wie beispielsweise ein zu einem gigantischen Kettenkarussell umgebautes Schwarzkopf-Apollo, eine Themenfahrt in Rundbooten durch ein Zelt oder eine über den Park verlaufende Seilbahn. Auch die große Shopping-Meile, die mit ihrem Angebot an Kitsch, Tand und Dingen, die eigentlich niemand braucht, eine herrlich pieresque Stimmung erzeugt, wurde glücklicherweise nicht angetastet. Der einzige Verlust, den es seit dem Verkauf zu beklagen gilt, ist der Abriss der Themenfahrt "Ocean of Darkness", die vor allem wegen der originellen Wagen in Form von geschlossenen Taucherglocken einen erheblichen Skurillitätsbonus hatte. Dafür gibt es nun dort unter anderem eine Verkehrsschule für Kinder oder eine Art Splash Battle in dem neu geschaffenen Jules-Verne-Land. Leider wirken diese Attraktionen aber fast schon zu modern, um in den allgemeinen nostalgischen Look des Parks zu passen …

Impressionen aus dem Attractiepark Slagharen

Bild links Bild rechts
  • Bild aus Fotogalerie<br />
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Bemerkenswert ist auch das Show-Programm des Parks, das auch in diesem Jahr mit einem Zirkusprogramm aufwartet, das sich nicht hinter den großen Produktionen der Konkurrenz verstecken muss – ganz im Gegenteil. Statt gepflegter Langeweile bei Kontorsion oder an Tüchern gibt es hier eine tolle Leiterakrobatik, eine Leuchtstab-Jonglage und eine poetische Darbietung, bei der ein Künstler in einem riesigen Ballon verschwindet. Dazu noch eine Prise Magie, und fertig sind kurzweilige 30 Minuten, die wirklich begeistern.

Die neue Kinder-Verkehrsschule
Für Familien mit Kindern ist Slagharen also eine unbedingte Empfehlung, zumal es für die Jüngeren auch ein im Eintrittspreis inklusidertes Ponyreiten gibt. Aber auch Nostalgiker kommen hier voll auf ihre Kosten: Kirmesfahrgeschäfte, die auf den größeren Volksfesten heute kaum noch zu finden sind, haben hier genauso eine Heimat gefunden wie eine alte Looping-Achterbahn aus dem Hause Schwarzkopf, deren Fahreigenschaften inzwischen allerdings optimiert werden sollten. Das Attraktions-Angebot des Parks ist dabei auch quantitativ völlig ausreichend – wir waren sechs Stunden vor Ort und haben bei mäßigem Andrang nicht alles nutzen können.

Als Kritikpunkt muss allerdings die Qualität der Gastronomie angemerkt werden, die oftmals nicht das liefert, was dem Besucher versprochen wird. So entpuppte sich die als Currywurst beworbene Mahlzeit als undefinierbare gegrillte Wurst ohne Sauce. Und einen Salat als "Caesar's Salad" zu verkaufen, der dann aus Endivien, Möhren, ein paar eingelegten Gurken, Silberzwiebeln und einem Joghurtdressing besteht, grenzt schon an eine Unverschämtheit. Am besten bleibt man bei seinem Besuch bei den typisch niederländischen Spezialitäten wie Fleischkroketten mit Pommes – hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis dann auch halbwegs. Überhaupt ist Slagharen ein vergleichsweise günstiges Vergnügen – der normale Eintrittspreis gehört mit seinen 27,50 Euro ohnehin schon zur niedrigeren Kategorie, und dank Vorverkaufstickets kann man hier noch einmal zusätzlich viel Geld sparen. Als kleiner Tipp sei noch erwähnt, dass Gäste des Movie Park Germany zur Zeit am Ausgang Gutscheine bekommen, mit denen man sogar pro Person nur 4,90 Euro an den Kassen von Slagharen abdrücken muss – mehr Vergnügen für weniger Geld geht dann kaum noch ...

© parkscout/MV




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Neben der Station gab es von 1976 bis 2000 eine kleinere Achterbahn - kann gut sein, dass die Kabelbahn auch darüber führte.

03.06.2014 13:58
Mike




Ihr könnt mir bestimmt weiterhelfen!!:

ich suche schon seit längerem einen Park in den Niederlanden den ich Anfang der 80er besucht habe, mich weder an den Namen noch an vieles aus dem Park selber erinnern kann.

Jetzt hab ich aber in dem Slagharen Bericht das Bild von der Kabelbahn gesehen und die Erinnerung wurde angetriggert.

Was jemand ob es früher unter einer der Kabelbahn Haltestellen so einer Art "Berg und Talbahn" gab?

Dann ist das nämlich der Park!!! :-)

Danke!!!

02.06.2014 21:55
Konstantin Georgiou






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