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Dienstag, den 17.01.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Eine Achterbahn zum Laufen


Der Looping von "Tiger and Turtle"
Die Stadt Duisburg rief im Jahre 2009 einen großen Wettbewerb ins Leben, um für die Heinrich-Hildebrandt-Höhe im städtischen Angerpark eine neue Landmarke zu finden. Unter mehreren Einreichungen entschied man sich letztlich für die Großskulptur "Tiger and Turtle – Magic Mountain" der Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth .

Was hat nun diese Landmarke in Duisburg mit dem Thema Freizeitparks zu tun? Ganz einfach: es handelt sich hierbei um eine fast komplett begehbare Achterbahn mit einem 20 Meter hohen Looping, die Grundfläche des Kunstwerks beträgt 40 mal 41 Meter. Rund zwei Millionen Euro haben sich die Stadtväter den imposanten "Coaster" kosten lassen, der im letzten November feierlich von Obermürgermeister Sauerland, Fritz Pleitgen, den Künstlern und Sponsoren des Projekts eröffnet wurde.

Zu finden ist das ganze auf einer 35 Meter hohen Halde, die sich über das umliegende Gelände erstreckt und somit einen guten Überblick über die ganze Umgebung liefert - ein nicht allzu steiler Weg führt kreisförmig nach oben. Aufgrund der recht schmalen Strecke von "Tiger and Turtle – Magic Mountain" können sich immer nur höchstens 100 Personen gleichzeitig auf dem Objekt befinden – dass der Looping-Bereich abgesperrt ist, versteht sich natürlich von selbst. Die zwei begehbaren Teilstrecken haben eine Länge von 140 und 60 Metern und sind bei der passenden Witterung für die Öffentlichkeit freigegeben. Zur Zeit wird jedoch noch ein Kamerasystem installiert, um den Besucherfluss besser kontrollieren zu können, so dass die Begehung wohl erst wieder im Februar möglich sein wird.
Industriekultur trifft Achterbahn
Die technischen Daten des Kunstwerks sind beeindruckend: alleine 349 Gitterrosten wurden als Stufen verlegt, die ganze Konstruktion wird von 698 Pfosten, 349 Querträgern und 17 Stützen getragen. Das Gesamtgewicht der aus verzinktem Stahl gebauten Achterbahn beträgt rund 90 Tonnen. Außerdem wurden in den Handläufen fast 900 große LED-Lampen verbaut, die dem Projekt in den Abendstunden einen ganz besonderen Glanz verleihen.

Die Künstler selbst haben das ganze so beschrieben: "Tiger and Turtle" nimmt über die in ihm angelegte Dialektik von Geschwindigkeit und Stillstand Bezug auf die Umbruchsituation in der Region und deren Wandel durch Rückbau und Umstrukturierung. Indem die Skulptur die dem Bild der Achterbahn anhaftenden Erwartungen ad absurdum führt, reflektiert sie ihre eigene Rolle als potentielles überregionales Wahrzeichen, welches zwangsläufig als Bild vereinnahmt wird. Sie stellt der Logik des ewigen Wachstums eine absurd-widersprüchliche Struktur entgegen, die sich einer eindeutigen Interpretation widersetzt.” Freizeitparkfans werden aber auch ohne diese inhaltsschwangere Erklärung durchaus ihren Spaß daran haben – zumal der Ausblick am Abend auf die Duisburger Industrieanlagen wirklich atemberaubend sein kann …




© parkscout/MV



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