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Tierpark Hellabrunn



Sonntag, den 31.01.2016 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Zoos und Tierparks zu finden.

Eine Reise über alle Kontinente


Ein Zoo hat heutzutage nicht mehr allein die Aufgabe, eine reine Tierbegegnungsstätte zu sein, die heimische sowie exotische Arten wirkungsvoll zur Schau stellt. Im Sinne des Bildungsauftrages rückt eine Mission in den Fokus, die sehr viel bedeutsamer ist als die schlichte Tierdarbietung: So besteht die Anforderung darin, zu veranschaulichen, welche Rolle der Mensch im Ökosystem der Erde spielt und welche Auswirkungen sein Handeln auf die Natur und ihre Lebewesen hat.

Tierpark Hellabrunn
Erdmännchen in Hellabrunn
Als Leitdevise gilt dabei: Man kann nur schützen und erhalten, was man kennt. Auf diese Weise soll der Besucher für die Notwendigkeit des Natur-, Umwelt- und Artenschutzes sensibilisiert werden. Das Geozoo-Prinzip, bei dem Tiere nach ihrer geographischen Herkunft und nicht nach biologisch-systematischen Aspekten gezeigt werden, schafft dabei die Möglichkeit, dem Mensch seine besondere Verantwortung sehr viel eindrücklicher bewusst zu machen. Diesem Geozoo-Konzept ist man im Münchener Tierpark Hellabrunn auf ganz besondere Weise verpflichtet. Bereits in den 1920er Jahren erfolgte hier nach dem Vorbild von Carl Hagenbeck die Anordnung der Tierarten nach ihrer kontinentalen Verbreitung.

Nachdem dieses Prinzip mit den Jahren etwas aufgelockert wurde, hat es in Hellabrunn nun wieder höchste Priorität und findet etwa bei der anstehehenden Modernisierung und Umgestaltung der Polarwelt Anwendung (voraussichtliche Eröffnung 2017): Zu Eisbären, Pinguinen und Mähnenrobben werden sich dann künftig auch Polarfüchse, Vielfraße und Schneeeulen gesellen. Um dem Geozoo-Prinzip jedoch gerecht zu werden, müssen im Gegenzug die Kalifornischen Seelöwen, die nicht in Polargebieten vorkommen sondern an der nordamerikanischen Westküste beheimatet sind, weichen und in andere Zoos umziehen. Die nach Kontinenten unterteilten Parkbereiche Hellabrunns ermöglichen es dem Besucher, sich auf eine spannende Reise in ferne Welten zu begeben und mehr über die tierischen Bewohner und ihre Lebensweise zu erfahren. Besonders beeindruckend und andächtig wird das Erlebnis durch die idyllische Lage des Tierparks im Herzen der bayerischen Metropole: Eingebettet in ein Landschaftsschutzgebiet zwischen dem Harlachinger Berg und der Isar durchziehen das 40 Hektar große Areal zahlreiche Wasserläufe und Brücken. Diesen Attributen ist es geschuldet, dass der 1911 eröffnete Münchener Tierpark auch als das Venedig unter den Zoos gilt. Zusätzliche Attraktivität verleihen ihm die großzügig und naturgetreu gestalteten Tieranlagen und die mit mehr als 750 verschiedenen Gattungen große Artenvielfalt.

Impressionen aus dem Tierpark Hellabrunn

Bild links Bild rechts
  • Tierpark Hellabrunn<br />
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Ein ausführliches Interview mit Rasem Baban, Direktor des Tierparks Hellabrunn, über das Geozoo-Prinzip sowie spannende Details über aktuelle Projekte im Tierpark findet Ihr übrigens in der Ausgabe 4/2015 von parkscout|plus. Nähere Infos hier!

© parkscout/SN




 




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