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Achtung, alter Parkscout-Artikel

FC Achterbahn gegen Borussia Tierwelt


Willkommen im großen Wettstreit zwischen Technik und Natur.
Haben Sie schon einmal eine Diskussion führen müssen, in der es betreffend der Wochenendgestaltung darum ging, ob ein Freizeitparkbesuch oder eine Fahrt zum nächsten Zoo auf dem Plan stehen soll? Abgesehen von dem doch recht unterschiedlichen Angebot der beiden Freizeitdestinationen gibt es doch manchmal ziemlich interessante Vergleiche bei denen nicht mal unbedingt feststeht wer als Sieger hervor geht. Nicht immer muss die neueste Technik der Natur den Rang ablaufen.


Runde 1 – Hoch hinaus

Wer einmal eine Giraffe Auge in Auge gesehen hat – oder vielmehr "Auge in Kniehöhe", der wird bestätigen können, dass diese Tiere schon beeindruckend groß sind. Wenn man mit Vorliebe die frischen Blätter von Bäumen fressen will, sollte man auch schon gut 5 Meter groß sein – Giraffen schaffen das in der Regel spielend. Einige wenige erreichen auch schon einmal 5,80 Meter – passend für eine Giraffen-Basketballmannschaft (Wenn es diese denn gäbe). Trotz dieser beachtlichen Höhe dürften aber selbst die braun gescheckten Riesen sich neben der größten Achterbahn der Welt noch winzig vorkommen. Kingda Ka, das neue Aushängeschild des amerikanischen Freizeitparks Six Flags Great Adventure spielt in einer ganz anderen Klasse – 139 Meter (in Worten einhundertneununddreißig) geht es in Windeseile hinauf – und zum Entsetzen so manchen Fahrgastes dann auch wieder herunter. In der ersten Runde gewinnt also die Technik mit deutlichem Vorsprung.

Runde 2 – im Rausch der Geschwindigkeit

Wenn wir Kingda Ka schon einen Besuch abstatten, dann erwähnen wir doch auch gleich, dass diese Bahn die derzeit schnellste Achterbahn auf Erden ist. 206 km/h zu erreichen ist zum erklimmen der höchsten Stelle der Bahn aber auch notwendig – Fans schwören auf den unglaublich rasanten Abschuss, der die Bahn in nur knapp 4 Sekunden auf Touren bringt. Keine Chance für die Kandidaten auf der Seite der Tiere? Aber sicher doch! Klar, daß der sprichwörtlich schnelle Gepard mit knapp der halben Geschwindigkeit nicht viel zu melden hat – wobei ein Sprint mit 105 km/h doch schon sehr beachtlich ist. Aber es gibt ja auch noch die Wanderfalken: 280-300 km/h machen selbst Schumis Ferrari Konkurrenz und schaffen mit diesem Joker den Ausgleich auf ein 1:1 des Vergleiches.

Runde 3 – Das ist aber lang

Höher, schneller – was fehlt? Klar: Weiter! Auch hier gibt es wieder Kandidaten auf beiden Seiten, die gerne den Titel holen würden. Die Achterbahnen vertritt diesmal Steel Dragon 2000 aus dem japanischen Freizeitpark Nagashima Spaland. Mit 2479 Metern, also fast zweieinhalb Kilometern Streckenlänge liegt dieser Koloss ziemlich weit vorne in der Hitliste der längsten Achterbahnen der Welt. Auf Tierseite stehen mit den Blauwalen wahre Ozeanriesen bereit, die aber trotz der beeindruckenden Länge von rund 30 Metern nicht viel zu melden haben. Zwar vermuten Forscher in den tiefen des Ozeans noch Riesenkraken mit bis zu 75 Metern Länge – aber selbst diese müssten sich dem über 30-mal längeren Drachen aus Japan geschlagen geben. Zwischenstand also nunmehr 2:1 für die Technik.

Runde 4 – Wer war zuerst hier?

Das Alter spielt in unserer letzten Kategorie eine Rolle. Das technische Anlagen früher oder später dem Druck des neuen weichen müssen, ist eine Tatsache an der nicht zu Rütteln ist. Genau wie bei gut gepflegten Häusern und Denkmälern ist es aber auch manchmal einer Maschine, oder Achterbahn vergönnt ein langes Leben zu haben – gute Pflege natürlich vorausgesetzt. Ein solcher Veteran ist die Achterbahn Leap-the-Dips im amerikanischen Lakemont-Park. Seit 1902 rattern die Züge der Bahn über die Schienen – und dafür gab’s dann 1996 eine Anerkennung der vereinigten Staaten als schützenswertes Denkmal. Welche Tiere werden nun ebenfalls über hundert Jahre alt? Papageien und Meeresschildkröten sind für biblische Alter bekannt – unglaublich wird es dann aber, wenn der wahre Champion in den Ring steigt: Eine antarktische Riesenschwamm-Art (jawohl, auch Schwämme sind Tiere) soll nach wissenschaftlichen Forschungen mit 10.000 Lebensjahren der ungeschlagene Spitzenreiter sein. Erstaunlich – und mit 2:2 Punkten ein Remis.

Fazit

Der Mensch mag zwar in vielen technischen Belangen einiges leisten – aber die Natur schafft oft einen Überraschungserfolg der Maßstäbe setzt. Vielleicht sehen Sie sich beim nächsten Zoobesuch mal unter den Champions der Natur um. Es gibt viel zu entdecken. Wetten?



© Parkscout / JM



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