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erlebnis- zoo hannover
Als Saia vor zwei Jahren nach Hannover kam, fand sie einfach alles doof. Offener Himmel über sich – doof. Große Anlage mit vielen Versteck- und Klettermöglichkeiten – super doof. Von den neuen Tierpflegern ganz zu schweigen. Nach dem ersten Blick in ihr neues Zuhause weigerte sich das schüchterne Leopardenmädchen, fortan auch nur eine Pfote aus dem Stall zu strecken. Tagelang lockten die Pfleger sie mit Leckerlis und köstlichen Düften ins Freie. Alles für die Katz.
Erst ein dumpfes Brüllen weckte schließlich ihre Neugier. Und der konnte Saia als Katze nicht widerstehen. Auf leisen Pfoten schlich sie aus dem Stall, tarnte sich als Bambusstrauch und begutachtete den Urheber des Brüllens. Keine zehn Meter entfernt saß Yallah (16), groß, muskulös, die Ruhe in Person. Saia war augenblicklich hingerissen und die Furcht vor der neuen Umgebung vergessen. Für Schüchternheit war keine Zeit mehr, der Kerl von nebenan musste erobert werden! Saia kletterte Baumstämme hoch und runter, fing unübersehbar imaginäre Fische im Springbrunnen, legte sich mit allen Hunden an, die vor die Scheiben kamen. Irgendwann zeigte sich Yallah tatsächlich beeindruckt. Das Ergebnis der Leoparden-Liaison kam am 31. Mai als 500-Gramm-Winzlings-Leoparden-Version hinter den Kulissen zur Welt. Weil Saia zum ersten Mal Mutter geworden ist und sich bis zur Geburt der beiden Jungtiere nicht gerade als mutig erwiesen hatte, wurden Mutter, Tochter und Sohn wochenlang ganz in Ruhe gelassen.
Die noch namenlosen Mini-Leoparden haben in der Zwischenzeit viel gelernt: Sie können wild fauchen und mit den scharfen Krallen an ihren überproportional großen Tatzen gefährlich kratzen. Nur der elegant-federnde Gang der Leoparden, das lautlose Anschleichen, der grazile Sprung auf einen Aussichtsplatz klappt mit den großen Pfoten noch nicht so ganz. Tollpatschig stolpern die beiden über ihre Tatzen und zu große Neugier. Mutter Saia (3) ist erstaunlich ruhig, passt aber strengstens auf, dass die Kleinen nichts Gefährliches unternehmen und dass niemand den Kleinen zu nahe kommt – nicht einmal Vater Yallah. Yallah und Saia leben in getrennten Bereichen der Leoparden-Anlage, die in der Mittel teilbar ist. Die Trennung der notorischen Einzelgänger ist besonders wichtig, wenn Jungtiere da sind. Vater Leopard könnte seine Kleinen zum Fressen gern haben...
Die Baby-Leoparden erobern jetzt ihre Welt im Palastgarten des Maharadschas. Zahlreiche hoch gelegene Aussichtsplätze und dichter Bambus als Rückzugsort machen den Palastgarten zu einem Paradies für Großkatzen. Baugerüste aus Bambus dienen als Kletter- und Schleichpfade, in Amphoren können Gewürze oder Fleischstückchen zur Beschäftigung der Leoparden versteckt werden und der Springbrunnen ist ein ewiger Quell zum Spielen und Wassertropfen-Jagen.
Donnerstag, den 30.07.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Nachwuchs bei den Persischen Leoparden - Fellknäuel auf Tollpatsch-Tatzen
Erst ein dumpfes Brüllen weckte schließlich ihre Neugier. Und der konnte Saia als Katze nicht widerstehen. Auf leisen Pfoten schlich sie aus dem Stall, tarnte sich als Bambusstrauch und begutachtete den Urheber des Brüllens. Keine zehn Meter entfernt saß Yallah (16), groß, muskulös, die Ruhe in Person. Saia war augenblicklich hingerissen und die Furcht vor der neuen Umgebung vergessen. Für Schüchternheit war keine Zeit mehr, der Kerl von nebenan musste erobert werden! Saia kletterte Baumstämme hoch und runter, fing unübersehbar imaginäre Fische im Springbrunnen, legte sich mit allen Hunden an, die vor die Scheiben kamen. Irgendwann zeigte sich Yallah tatsächlich beeindruckt. Das Ergebnis der Leoparden-Liaison kam am 31. Mai als 500-Gramm-Winzlings-Leoparden-Version hinter den Kulissen zur Welt. Weil Saia zum ersten Mal Mutter geworden ist und sich bis zur Geburt der beiden Jungtiere nicht gerade als mutig erwiesen hatte, wurden Mutter, Tochter und Sohn wochenlang ganz in Ruhe gelassen.
Die noch namenlosen Mini-Leoparden haben in der Zwischenzeit viel gelernt: Sie können wild fauchen und mit den scharfen Krallen an ihren überproportional großen Tatzen gefährlich kratzen. Nur der elegant-federnde Gang der Leoparden, das lautlose Anschleichen, der grazile Sprung auf einen Aussichtsplatz klappt mit den großen Pfoten noch nicht so ganz. Tollpatschig stolpern die beiden über ihre Tatzen und zu große Neugier. Mutter Saia (3) ist erstaunlich ruhig, passt aber strengstens auf, dass die Kleinen nichts Gefährliches unternehmen und dass niemand den Kleinen zu nahe kommt – nicht einmal Vater Yallah. Yallah und Saia leben in getrennten Bereichen der Leoparden-Anlage, die in der Mittel teilbar ist. Die Trennung der notorischen Einzelgänger ist besonders wichtig, wenn Jungtiere da sind. Vater Leopard könnte seine Kleinen zum Fressen gern haben...
Die Baby-Leoparden erobern jetzt ihre Welt im Palastgarten des Maharadschas. Zahlreiche hoch gelegene Aussichtsplätze und dichter Bambus als Rückzugsort machen den Palastgarten zu einem Paradies für Großkatzen. Baugerüste aus Bambus dienen als Kletter- und Schleichpfade, in Amphoren können Gewürze oder Fleischstückchen zur Beschäftigung der Leoparden versteckt werden und der Springbrunnen ist ein ewiger Quell zum Spielen und Wassertropfen-Jagen.
© Parkscout / Zoo Hannover










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