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Donnerstag, den 29.09.2005 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Interviews zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Halloween im Europa-Park


Schon seit Jahren ist der Europa-Park ein Garant für ein aufwendig dekoriertes und vor allem familienfreundliches Halloween-Event. Vom 1. Oktober bis 6. November schmücken wieder rund 120.000 orange, gelb und weiß leuchtende Kürbisse bei den "schaurig-schönen Gruselwochen” Deutschlands größten Freizeitpark.

Es ertönt gespenstisches Gelächter, unheimliche Figuren tummeln sich in dunklen Ecken und ein kalter Schauer rieselt über den Rücken. Unzählige Maispflanzen, Strohballen und gespenstische Illuminationen läuten das Fest der Geister ein. Schloßgespenster, Hexen, Kobolde und Magier geben sich ein Stelldichein zum Spukspektakel.

Parkscout sprach mit Miro Gronau vom Europa-Park darüber, was die Besucher in diesem Jahr bei den Gruselwochen so alles erwarten dürfen.



Parkscout: In vielen Freizeitparks gehört die Halloween-Saison zu den klaren Highlights des Jahres. Wie hoch ist denn der Zuspruch im Europa-Park?

Gronau: Als wir vor 7 Jahren das Halloween-Konzept nach Deutschland brachten, war noch unsicher, wie unsere Gäste diese "neue Jahreszeit" annehmen würden. Der Oktober gehörte damals zu den schwierigsten Monaten mit stark wechselhaftem Wetter und wenig einladenden Temperaturen. Durch ein aufwendiges Deko-Konzept, 120.000 Kürbisse, Sonder-Aktivitäten, Showprogramme, eine neue Parade, verhexte Attraktionen und ein gewaltiges Laser-Feuerwerkspektakel erstrahlt der Europa-Park nun jedes Jahr ab dem 01. Oktober in einem derart anderen Licht, daß es sich unter den Gästen schnell herumsprach. Der Erfolg ist größer als wir es je vorhersehen konnten: Nach Juli und August ist der Oktober nun der erfolgreichste Monat der Saison und erreicht regelmäßig die Rekordbesucherzahlen.
Seltsame Gestalten in Europa-Park
Parkscout: Während im Movie Park Germany oder in PortAventura zu Halloween ja klar der Horror im Vordergrund steht, hat sich der Europa-Park ähnlich wie Disneyland Park eher für eine familiengerechte Version entschieden. Ist der Grund hierfür in der Zielgruppe zu finden?

Gronau: Europa-Park ist ganz klar ein Familienpark. Die besonders breite Palette der Angebote lockt alle Altersstufen an. Dennoch ist Halloween offenbar vor allem für junge Leute interessant. Daher auch Angebote wie die "Grusel-Katakomben", "Haunted House" im Magic Cinema 4D, der Rock-Sound in Eurosat, dem "Pumpkin Coaster" sowie die große SWR3 Halloween Party und das allabendliche Feuerspektakel ab 29. Oktober. Als Konzept bevorzugen wir dennoch einen schaurig schönen Gruselspaß anstelle einer puren Horror-Veranstaltung.

herbstlich-gruselige Dekoration
Parkscout: Können Sie uns schon verraten, welche Neuerungen dieses Jahr auf die Besucher warten werden?

Gronau: Das Konzept der schaurig schönen Gruselwochen ist sehr erfolgreich. Die unzählig vielen beliebten Elemente und Dekorationen, die sich in den letzten Jahren bewährt haben, sind auch dieses Jahr wieder im Programm. Neuerungen sind vor allem im Dekorationsbereich und im Detail zu finden. So werden z.B. die Sprachsequenzen der "Piraten in Batavia"-Themenfahrt dem Gruselspaß angepasst.

Parkscout: In Deutschland herrscht ja immer noch der Irrglaube vor, daß Halloween auf ein heidnisches Totenkult-Fest zurückgeht. Gibt es im Europa-Park Beschwerden christlicher Gruppierungen, die auf diese falsche Annahme beruht?

Gronau: Es ist eine unserer Stärken, unsere Gäste sehr gut zu kennen und auf Stimmungen zu reagieren. Die Gruselwochen sind so beliebt, weil es eben eine Halloween-Inszenierung ist, die perfekt auf unser Publikum abgestimmt ist und keinen amerikanischen Strukturen folgt. Natürlich gibt es auch weniger begeisterte Äußerungen, aber wir haben uns genauestens über die Herkunft informiert und geben dieses Wissen gerne – auf Bedarf auch schriftlich – an kritische Gäste weiter.

Monster auf der Achterbahn
Parkscout: Kommen wir mal zu Daten und Fakten. Welcher organisatorische und personelle Aufwand ist im Europa-Park für Halloween nötig?

Gronau: Halloween ist im "Jahr der Fantastischen Wochen" ein großer Bestandteil des Konzeptes, daß sich der Europa-Park für seine Gäste immer wieder neu erfinden und wandeln muss. Durch die Erfahrungen der letzten Jahre ist die Verwandlung des Europa-Park ein eingespielter Prozeß, der hinter den Kulissen dennoch eine gekonnte Koordination verlangt. Jede Abteilung ist involviert und trägt ihren Part zum Gelingen bei. Die 120.000 Kürbisse kommen aus Süddeutschland und der Schweiz und sind schon fest jedes Jahr vorbestellt. Dekorationselemente sind abholbereit eingelagert, Showprogramme schon im Sommer geprobt. Absoluter Showdown ist stets die Kürbis-Aktion in der Nacht auf den 01. Oktober. Dann helfen alle Mitarbeiter tatkräftig mit, den Park direkt nach Schließung am Abend zu dekorieren, so daß vor allem Gäste mit 2-Tages-Karten mächtig ins Staunen geraten wenn sie den Europa-Park morgens erneut betreten. Ein internes Event, das nicht nur effektiv ist sondern auch wunderbar zusammenschweißt.

Nächtlicher Spuk
Parkscout: Es gibt im Europa-Park ja bereits die Gruselkatakomben. Darf man in Zukunft auf weitere Mazes hoffen?

Gronau: Die aus Amerika bekannten Live-Mazes mit Akteuren sind in Europa erst wenig bekannt. Die Gruselkatakomben haben sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Die Resonanz der Gäste auf dieses Angebot war zunächst zögerlich. Inzwischen hat sich dieses Maze als Publikumsrenner etabliert und erreicht einen hohen Wiedererkennungseffekt sowie den Status, zu Halloween einfach dazu zu gehören. Im letzten Jahr wagten über 110.000 Gäste einen Besuch. Daher auch die für so ein Angebot ungewöhnlich langen Öffnungszeiten. Es ist derzeit nicht notwendig, dieses Konzept im Park zu vervielfältigen. Wenn die Beliebtheit jedoch weiter steigt, ist dies aber auch nicht auszuschließen.

Parkscout: Normalerweise endet Halloween ja am 31. Oktober. Die Halloween-Saison im Europa-Park geht allerdings bis zum 6. November. Hat dies einen speziellen Grund?

Gronau: Der Grund liegt auf der Hand. Die Farbenpracht der Kürbisse und die Attraktivität der Angebote bereichert die Atmosphäre deutlich. Es wäre schlichtweg falsch, diese beliebten Elemente direkt vor den Herbstferien aus dem Park zu entfernen.

© parkscout/MV




 




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