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 © Hamburg Dungeon
© Hamburg Dungeon



Dienstag, den 05.07.2016 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Freizeitparks zu finden.

Hamburg Dungeon


 © Hamburg Dungeon
© Hamburg Dungeon
Neu seit 2014: Hafen Gang
Denkt man an Hamburg, so kommen einem direkt Begriffe wie "Der König der Löwen", Sankt Pauli und Elbbrücken in den Sinn. Doch dass die strahlende Hansestadt an der Elbe auch eine dunkle, nicht ganz so schillernde Vergangenheit zu bieten hat, wird dabei schnell übersehen. Das Hamburg Dungeon inmitten der Speicherstadt, welche übrigens 2015 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, lässt die finsteren Seiten der Historie Hamburgs wieder auferstehen - und dieses Mal ist man selbst ein Teil davon.

Betritt man das von außen recht unscheinbare Gebäude, passiert man zuerst die Kasse, an welcher schon eine unheimliche Stimmung mit den Worten " ein frohes Verrecken" eingeleitet werden soll. Diese kann aber leider im ersten Moment nicht wirklich aufkommen, denn hinter dem nächsten Vorhang und somit dem Eintritt in die Attraktion, wird man auf einem " Abschiedsfoto" verewigt – der Rubel muss schließlich rollen. Dann heißt es erst einmal warten, bis man selbst in einer der etwa 30 Personen umfassenden Gruppen seine Reise durch Hamburgs düstere Seiten starten kann.

Die Besucher erleben in insgesamt elf Showräumen "Grausamkeit und Willkür" der Vergangenheit und können zum Teil selbst aktiv daran teilnehmen; mal mehr, mal weniger intensiv - übrigens sehr zur Belustigung der anderen Gruppenmitglieder. Thematisch werden zum Beispiel die Inquisition, der große Brand von Hamburg im Jahre 1842 sowie die tragische Geschichte Klaus Störtebekers behandelt. Unterstützt werden die einzelnen Showteile noch durch zwei Fahrattraktionen, einer kleinen Wildwasserbahn und einem acht Meter hohen Freifallturm, mit dem der Rundgang durch das Dungeon schließlich endet. Alle Räumlichkeiten überzeugen dabei durch gute und detailgetreue Kulissen, die den Besucher durchaus vergessen lassen könnten, keine "Zeitmaschine" betreten zu haben. Das Hamburg Dungeon eröffnete am 03. Mai 2000 als Kombination aus Gruselkabinett und Edutainment, bei der die Besucher zwischen den informativen Teilen im Museumsstil immer wieder mit Schauspielern in entsprechenden Showräumen zusammentrafen. Mit der Zeit kamen jedoch immer mehr Shows hinzu, sodass pures Entertainment immer stärker vertreten war und die Informationen über Hamburgs Vergangenheit weitaus gebündelter präsentiert wurden als noch im Eröffnungsjahr. Leider hat das Hamburg Dungeon diesbezüglich noch weitere Kürzungen in der Darstellung der Historie vorgenommen: so wird der Brand von 1842 nur noch sehr familienfreundlich dargestellt, Klaus Störtebekers Hinrichtung wurde auf ein Minimum gekürzt und die Sturmflut von 1717 wurde gleich durch Schmuggler im Hamburger Hafen ersetzt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die historische Korrektheit, mit der das Dungeon selbst wirbt, die aber scheinbar nicht ganz so eng gesehen wird. Ein weiblicher Darsteller als Richter der Inquisition passt jedenfalls nicht in das vorherrschende Geschichtsbild.



Sieht man von diesen kleinen Mängeln einmal ab, so ist das Hamburg Dungeon trotzdem immer noch eine gute Mischung aus gruseligem Theater in einer Thematisierung, die alleine schon sehr beklemmend wirkend kann, immer gepaart mit einem Augenzwinkern und Informationen in wohldosierten Häppchen. Das Hamburg Dungeon ist empfohlen für Personen ab 10 Jahren, Kinder unter 8 Jahren erhalten keinen Zutritt.

© parkscout/JW




 




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