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Unbemerkt konnte ein kleiner schwarzer BĂ€r mit seiner Mutter seit Ostern die AuĂenanlage inspizieren. Die Ăffentlichkeit war wieder einmal durch den Trubel um die Berliner EisbĂ€ren abgelenkt. Jetzt ist die Zeit reif, dass das am 8. November geborene LippenbĂ€rweibchen dem Publikum vorgestellt werden kann.
Die kleine, Ă€uĂerst wilde BĂ€rin namens "Devi" gleicht einem kleinen Teufelchen, wenn sie ĂŒber die Anlage tobt. Doch noch ist sie leicht zu er-schrecken und flĂŒchtet sich dann nach LippenbĂ€rart auf den RĂŒcken ihrer Mutter "Sutra", die im Zuge des europĂ€ischen Erhaltungzuchtprogrammes (EEP) vor einem Jahrzehnt aus dem Zoo Leipzig entliehen wurde. Wie bei allen BĂ€ren ist das MĂ€nnchen nur zu Zeugungszwe-cken gesellig. Die Aufzucht ist alleinige Angelegenheit des Weibchens. So wird Vater "JĂŒrgen" auch im Zoo von seinem Nachwuchs getrennt gehalten.
LippenbĂ€ren erinnern durch einige Merkmale (z.B. die langen sichelförmigen Krallen und das Fehlen der SchneidezĂ€hne im Oberkiefer) entfernt an Faultiere. Dies fĂŒhrte dazu, dass sie zunĂ€chst in deren Verwandtschaft eingeordnet wurden und trug ihnen den englischen Na-men Sloth Bear (FaultierbĂ€r) ein, der aber keinesfalls ihren wahren Charakter treffend wie-dergibt. Als insektenfressende GroĂbĂ€ren sind sie stĂ€ndig auf Nahrungssuche und durchaus sehr aktiv. Nichtsdestotrotz war eben diese BĂ€renart Vorlage fĂŒr die gemĂŒtliche BĂ€ren-Figur "Balu" in Rudyard Kipplings Dschungelbuch-Roman, der als Disney Zeichentrickfilm legendĂ€r wurde. In freier Wildbahn â Sri Lanka, Indien und seinen Nachbarstaaten â nehmen die LippenbĂ€r-bestĂ€nde stetig ab. Innerhalb der letzten 30 Jahre verringerte sich ihre Weltpopulation um fast die HĂ€lfte auf schĂ€tzungsweise nur noch etwa 20 000 Tiere. Die Art wird im CITES An-hang 1 gelistet und genieĂt demnach den höchsten internationalen Schutzstatus. Nicht viel Zoos der Welt pflegen und vermehren die erhaltenswerten, zottelig langhaarigen LippenbĂ€ren.
Freitag, den 17.04.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
LippenbÀr-Nachwuchs zeigt sich erstmals den Berliner Zoo Besuchern
Die kleine, Ă€uĂerst wilde BĂ€rin namens "Devi" gleicht einem kleinen Teufelchen, wenn sie ĂŒber die Anlage tobt. Doch noch ist sie leicht zu er-schrecken und flĂŒchtet sich dann nach LippenbĂ€rart auf den RĂŒcken ihrer Mutter "Sutra", die im Zuge des europĂ€ischen Erhaltungzuchtprogrammes (EEP) vor einem Jahrzehnt aus dem Zoo Leipzig entliehen wurde. Wie bei allen BĂ€ren ist das MĂ€nnchen nur zu Zeugungszwe-cken gesellig. Die Aufzucht ist alleinige Angelegenheit des Weibchens. So wird Vater "JĂŒrgen" auch im Zoo von seinem Nachwuchs getrennt gehalten.
LippenbĂ€ren erinnern durch einige Merkmale (z.B. die langen sichelförmigen Krallen und das Fehlen der SchneidezĂ€hne im Oberkiefer) entfernt an Faultiere. Dies fĂŒhrte dazu, dass sie zunĂ€chst in deren Verwandtschaft eingeordnet wurden und trug ihnen den englischen Na-men Sloth Bear (FaultierbĂ€r) ein, der aber keinesfalls ihren wahren Charakter treffend wie-dergibt. Als insektenfressende GroĂbĂ€ren sind sie stĂ€ndig auf Nahrungssuche und durchaus sehr aktiv. Nichtsdestotrotz war eben diese BĂ€renart Vorlage fĂŒr die gemĂŒtliche BĂ€ren-Figur "Balu" in Rudyard Kipplings Dschungelbuch-Roman, der als Disney Zeichentrickfilm legendĂ€r wurde. In freier Wildbahn â Sri Lanka, Indien und seinen Nachbarstaaten â nehmen die LippenbĂ€r-bestĂ€nde stetig ab. Innerhalb der letzten 30 Jahre verringerte sich ihre Weltpopulation um fast die HĂ€lfte auf schĂ€tzungsweise nur noch etwa 20 000 Tiere. Die Art wird im CITES An-hang 1 gelistet und genieĂt demnach den höchsten internationalen Schutzstatus. Nicht viel Zoos der Welt pflegen und vermehren die erhaltenswerten, zottelig langhaarigen LippenbĂ€ren.
© Parkscout / Zoo Berlin










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