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Thursday, den 25.01.2018 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Freizeitparks zu finden.

Little Big City Berlin


Seit Juli 2017 ist Deutschland wieder um Miniaturwelt reicher: Im Sockel des Berliner Funkturms eröffnete Merlin Entertainments nämlich im Sommer des letzten Jahres seine inzwischen fünfte Attraktion in der Bundeshauptstadt. Little Big City heißt das neue Konzept, mit dem die Historie bekannter Orte im Kleinmaßstab betrachtet werden kann – und in Berlin gab es sozusagen die Weltpremiere. In insgesamt sieben Epochen, die den Zeitraum vom 12. Jahrhundert bis zur heutigen modernen Metropole darstellen, werden interessante Informationen mit beeindruckenden Szenerien gekoppelt und mit multimedialen Effekten untermauert.

Anja Nitsch, General Manager des Little Big City Berlin, sprach mit uns über die Entstehung und die Realisierung der neuen Attraktion.

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Arbeiten am Heinrichsplatz
Parkscout: Wie lange hat die Konzeption von Little Big City Berlin gedauert und waren auch Historiker an den Planungen beteiligt, um eine korrekte Darstellung der Geschichte zu gewährleisten?

Anja Nitsch Die Planung hat sich über mehrere Jahre gezogen. 750 Jahre Geschichte ist viel Stoff zum Erzählen. Daraus die spannendsten, interessanten Geschichten auszuwählen, war wohl die größte Herausforderung. Mit dem eigentlichen Bau ging es dann ca. 18 Monate vor Eröffnung los. Die Recherche setzte sich zusammen aus dem Studieren von historischem Material wie z.B. alten Karten oder Aufzeichnungen, teilweise durch Gespräche mit Historikern, dem Lesen von vielen Büchern und dem Besuch von vielen Museen.

Parkscout: Bei Little Big City Berlin wurde ja im Maßstab 1:24 gebaut, was in etwa der Modelleisenbahngröße G entspricht. Was waren die Gründe für diese Entscheidung?

Anja Nitsch Wir wollten unseren Besuchern eine neue Perspektive auf so eine Miniaturwelt geben. Gewohnt ist man ja eher den Maßstab 1:87 aus den Modelleisenbahnen-Welten – die ja quasi einen Blick aus der Vogelperspektive gewähren. Im Little Big City taucht man durch den Maßstab 1:24 direkt in die Geschichte ein, man läuft quasi durch sie hindurch, kommt ganz nah ran an die historischen Momente mit einem Blickwinkel direkt ins "Wohnzimmer".

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Detailarbeiten
Parkscout: Konnte bei der Realisierung der einzelnen Szenen und Figuren auf im Handel erhältliche Produkte zurückgegriffen werden oder musste alles von Ihren Modellbauern eigens angefertigt werden?

Anja Nitsch 99 Prozent sind von uns handgemacht: dazu zählen alle 6.000 Charaktere, alle Gebäude, Bäume, Laternen usw. Bei kleineren Dekosachen oder zum Beispiel den Autos in der Weimarer Republik haben wir auf Handelsartikel zurückgegriffen.

Parkscout: Der Fokus liegt ja auf der Darstellung historisch relevanter Ereignisse wie den Brand des Reichstags oder den Fall der Mauer. Könnte man Little Big City als eine Art interaktives Museum mit Edutainment-Charakter bezeichnen?

Anja Nitsch Auf jeden Fall. Wir erzählen die Geschichte von Berlin – mit all seinen guten aber auch schlechten Zeiten. Durch die vielen interaktiven Elemente und Spezialeffekten wie dem Projektionsmapping erwecken wir diese Geschichte(n) zum Leben – eine wunderbare Möglichkeit für Eltern oder Großeltern, Kindern Geschichte zu erklären, aber auch für Lehrer und Schulklassen. Wir sagen immer, das ist Geschichtsunterricht ohne Gähnen.

Parkscout: Wie ist die ungefähre Aufenthaltsdauer bei einem Besuch beziehungsweise wie viel Zeit sollte ein Gast einplanen, wenn er zu Ihnen kommt? Anja Nitsch Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 1 bis 1,5 Stunden. Besonders die Berliner nehmen sich viel Zeit zum Lesen und Informieren. Bei uns geht es eben nicht nur um historische Gebäude oder wichtige Menschen. Wir erzählen auch die eher unbekannten Geschichten, wie beispielsweise jene über den Berliner Buchbindermeister Paul Demuth, der das Konfetti erfunden hat oder über Friedrich dem Großen, dem wir die Kartoffel in Berlin zu verdanken haben. Unser Ziel ist es, dass am Ende jeder Besucher das Little Big City verlässt mit mindestens einem Fakt über Berlin, den er oder sie vorher noch nicht kannte.




© parkscout/MV




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