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Im Tiergarten Nürnberg gibt es Nachwuchs bei den Wildrindern. Bei den nordamerikanischen Bisons (Bison bison) wurde am 22. April,
am 3. und 15. Mai je ein Jungtier geboren. Die Europäischen
Wisente (Bison bonasus) erfreuten die Mitarbeiter des Tiergartens
am 7. Mai 2009 mit einem weiblichen Jungtier.
Bisons gelten heute in ihrem Bestand nicht mehr als gefährdet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieses jedoch noch ganz anders: Nach einer beispiellosen Vernichtungsaktion durch die amerikanischen Siedler lebten um das Jahr 1900 nur noch wenige hundert Bisons der ursprünglich 60 Millionen Tiere in der nordamerikanischen Prärie. Einer gezielten Erhaltungszucht ist es zu verdanken, dass die Bisonpopulation in den Schutzgebieten der USA wieder auf etwa 60.000 Tiere angewachsen ist.
Der Wisent ist der europäische Verwandte des Bisons und das größte Landsäugetier Europas. Im Gegensatz zum Auerochsen oder Ur, der Stammform unserer Hausrinder, hat der Wisent dank der Zoos bis heute überlebt. Im Urwaldgebiet von Bialowieza wurde 1919 der letzte freilebende Wisent erlegt. Mit Gründung der "Internationalen Gesellschaft zur Erhaltung des Wisents" im Zoo Berlin im Jahre 1923 wurden die 54 in Zoos verbliebenen Wisente erfasst. Diese auf nur 12 Gründertiere zurückgehende Population wurde einer gezielten Erhaltungszucht zugeführt. Anfang der 50er Jahre konnte aus Zoound Gehegenachzuchten die erste Gruppe im angestammten Gebiet im Bielowieza-Nationalpark wieder angesiedelt werden. Heute leben wieder über 3.000 Wisente, etwa 1.200 in Zoos und bereits über 1.900 in Naturreservaten in Polen, Litauen, Weißrussland, Russland, der Ukraine und der Slowakei. Damit sind die Wisente das erste Beispiel für eine erfolgreiche "Arche Zoo" in Europa.
Montag, den 18.05.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Nachwuchs bei Wisenten und Bisons im Tiergarten Nürnberg
Bisons gelten heute in ihrem Bestand nicht mehr als gefährdet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieses jedoch noch ganz anders: Nach einer beispiellosen Vernichtungsaktion durch die amerikanischen Siedler lebten um das Jahr 1900 nur noch wenige hundert Bisons der ursprünglich 60 Millionen Tiere in der nordamerikanischen Prärie. Einer gezielten Erhaltungszucht ist es zu verdanken, dass die Bisonpopulation in den Schutzgebieten der USA wieder auf etwa 60.000 Tiere angewachsen ist.
Der Wisent ist der europäische Verwandte des Bisons und das größte Landsäugetier Europas. Im Gegensatz zum Auerochsen oder Ur, der Stammform unserer Hausrinder, hat der Wisent dank der Zoos bis heute überlebt. Im Urwaldgebiet von Bialowieza wurde 1919 der letzte freilebende Wisent erlegt. Mit Gründung der "Internationalen Gesellschaft zur Erhaltung des Wisents" im Zoo Berlin im Jahre 1923 wurden die 54 in Zoos verbliebenen Wisente erfasst. Diese auf nur 12 Gründertiere zurückgehende Population wurde einer gezielten Erhaltungszucht zugeführt. Anfang der 50er Jahre konnte aus Zoound Gehegenachzuchten die erste Gruppe im angestammten Gebiet im Bielowieza-Nationalpark wieder angesiedelt werden. Heute leben wieder über 3.000 Wisente, etwa 1.200 in Zoos und bereits über 1.900 in Naturreservaten in Polen, Litauen, Weißrussland, Russland, der Ukraine und der Slowakei. Damit sind die Wisente das erste Beispiel für eine erfolgreiche "Arche Zoo" in Europa.
© Parkscout / Tiergarten Nürnberg











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