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erlebnis- zoo hannover
Winzige NĂ€schen nĂ€seln aufgeregt an Grashalmen, Steinen, Farnen. Der Blick aus den schwarzen Knopfaugen geht immer wieder suchend zur sicheren Kuschelecke. Dort wippt die NasenbĂ€ren-Mutter Nadja aufmunternd mit der langen Nasen: Keine Sorge, das ist nur die richtige Welt. Und die beiden mit der langen Nase da hinten, das sind nur die Tanten Marie und Laura. In KĂŒrze kommt auch noch Vater Black Jack zur quirligen Familie zurĂŒck, wenn Mutter und Kinder sich aneinander und an das NasenbĂ€renreich gewöhnt haben.
Die beiden naseweisen NasenbĂ€rchen Rosalie und Jasper nĂ€seln jetzt neugierig durch ihr Gehege. Sechs Wochen lang hat der Nachwuchs der hannoverschen NasenbĂ€r-Familie â geboren am 20. April â in der Wurfhöhle hinter den Kulissen gekuschelt. Jetzt sind aus den Winzlingen Mini-NasenbĂ€ren geworden, die nur noch Unsinn im Kopf haben. Wenn man Tieren ihren Namen an der Nasenspitze ansehen kann, dann sind es die putzigen KleinbĂ€ren. Sie mĂŒssen niemanden mit der Nase drauf stoĂen, zu welcher Art sie wohl gehören. Wer es dennoch wagt, "AmeisenbĂ€r" zu ihnen zu sagen, dem wird sofort eine lange Nase gedreht. Ăber die bĂ€rige Verwechslung rĂŒmpfen die BĂ€rchen nur pikiert die Nase und tragen selbige noch etwas höher.
Seit zwei Tagen lassen sich die beiden Winzlinge Wind um die Nase wehen. Jetzt heiĂt es: Immer der Nase nach! So viele neue GerĂŒche wollten erst einmal erkannt und eingeordnet werden. Die Kleinen sperren Mund und Nase auf, reiben sich gegenseitig alles Wissenswerte ĂŒber die neue Umgebung unter die Nase, stecken ihren Riecher in buchstĂ€blich alles hinein, nĂ€seln nebenbei nach netten Nacktschnecken und haben ihr Revier mit allen BĂ€umen und Kletterseile bĂ€rig erobert. (Vorsicht! Nasenwitze hören sie gar nicht gern!)
Ein Nest voller NasenbÀren
Der NasenbĂ€rennachwuchs kommt 74-77 Tage nach der Paarung zur Welt. Die BĂ€renbabys wiegen dann gerade mal 150 Gramm (etwa soviel wie eine Fleischtomate) und haben Augen und Ohren verschlossen. Erst nach einigen Tagen können sie sehen und hören. Mehrere Wochen bleibt die Mutter mit ihren Kindern in einem Nest in den BĂ€umen. Dann schlieĂen sich alle gemeinsam wieder der groĂen Bande an. Genau der Zeitpunkt ist nun gekommen. Der naseweise Nachwuchs hat natĂŒrlich auch schon durchschaut, dass es fĂŒr ganz kleine NasenbĂ€ren Schlupflöcher im Gehege gibt, durch die man sich hindurch zwĂ€ngen und einige Schritte in die groĂe weite Welt machen kann. Sehr mutig sind die Kleinen dabei allerdings nicht: Nach wenigen Metern kriechen sie sofort zu ihrer Mutter zurĂŒck. Und in einigen Tagen werden Jasper und Rosalie dann den Nachteil des Erwachsenwerdens kennen lernen: Man wird einfach zu groĂ fĂŒr kleine Schlupflöcher!
Steckbrief
Der NasenbÀr...
...lebt in SĂŒd- und Mittelamerika
...frisst FrĂŒchte, Eier, Frösche, Eidechsen, Insekten
...wiegt bis zu 6 kg
...hat einen tollen geringelten Schwanz
...kann 14 Jahre alt werden
Immer der Nase nach
NasenbĂ€ren sehen putzig aus: Sie haben einen langen, buschigen, gestreiften Schwanz, den sie meist steil aufragend tragen, und eine lange, rĂŒsselartige, bewegliche Nase. Die Nase sieht nicht nur urig aus, sie ist fĂŒr den NasenbĂ€r ĂŒberlebenswichtig. Eine Nasenoperation (die wir Menschen mit so einem Riecher sofort anstreben wĂŒrden) kĂ€me fĂŒr den KleinbĂ€ren auf gar keinen Fall in Frage. Mit seiner dĂŒnnen Riesennase kann er bestens unter der Rinde morscher BĂ€ume, unter Wurzeln und Steinen oder im Erdreich nach Nahrung suchen. Gerochen â gefunden. Mit Hilfe der krĂ€ftigen Krallen scharren die NasenbĂ€ren die Leckereien dann heraus und verzehren sie sehr gerĂ€uschvoll.
Von Beruf Kletterprofi
Wenn NasenbĂ€ren klettern, werden selbst Affen neidisch. Die kleinen BĂ€ren haben starke Arme und noch krĂ€ftigere Hinterbeine. Sie umarmen den Stamm, krallen sich in die Rinde und sind mit wenigen ZĂŒgen ruckzuck oben. AbwĂ€rts geht es genauso schnell. Dabei rutschen NasenbĂ€ren nicht mit dem Hinterteil zuerst den Baumstamm wieder herunter, sondern spazieren einfach mit dem Kopf voran hinab. FĂŒr dieses KunststĂŒck können sie ihre Gelenke der Vorder- und Hinterpfoten besonders gut dehnen und haben so festen Halt.
Mittwoch, den 03.06.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Naseweiser NasenbÀren-Nachwuchs im Zoo Hannover
Die beiden naseweisen NasenbĂ€rchen Rosalie und Jasper nĂ€seln jetzt neugierig durch ihr Gehege. Sechs Wochen lang hat der Nachwuchs der hannoverschen NasenbĂ€r-Familie â geboren am 20. April â in der Wurfhöhle hinter den Kulissen gekuschelt. Jetzt sind aus den Winzlingen Mini-NasenbĂ€ren geworden, die nur noch Unsinn im Kopf haben. Wenn man Tieren ihren Namen an der Nasenspitze ansehen kann, dann sind es die putzigen KleinbĂ€ren. Sie mĂŒssen niemanden mit der Nase drauf stoĂen, zu welcher Art sie wohl gehören. Wer es dennoch wagt, "AmeisenbĂ€r" zu ihnen zu sagen, dem wird sofort eine lange Nase gedreht. Ăber die bĂ€rige Verwechslung rĂŒmpfen die BĂ€rchen nur pikiert die Nase und tragen selbige noch etwas höher.
Seit zwei Tagen lassen sich die beiden Winzlinge Wind um die Nase wehen. Jetzt heiĂt es: Immer der Nase nach! So viele neue GerĂŒche wollten erst einmal erkannt und eingeordnet werden. Die Kleinen sperren Mund und Nase auf, reiben sich gegenseitig alles Wissenswerte ĂŒber die neue Umgebung unter die Nase, stecken ihren Riecher in buchstĂ€blich alles hinein, nĂ€seln nebenbei nach netten Nacktschnecken und haben ihr Revier mit allen BĂ€umen und Kletterseile bĂ€rig erobert. (Vorsicht! Nasenwitze hören sie gar nicht gern!)
Ein Nest voller NasenbÀren
Der NasenbĂ€rennachwuchs kommt 74-77 Tage nach der Paarung zur Welt. Die BĂ€renbabys wiegen dann gerade mal 150 Gramm (etwa soviel wie eine Fleischtomate) und haben Augen und Ohren verschlossen. Erst nach einigen Tagen können sie sehen und hören. Mehrere Wochen bleibt die Mutter mit ihren Kindern in einem Nest in den BĂ€umen. Dann schlieĂen sich alle gemeinsam wieder der groĂen Bande an. Genau der Zeitpunkt ist nun gekommen. Der naseweise Nachwuchs hat natĂŒrlich auch schon durchschaut, dass es fĂŒr ganz kleine NasenbĂ€ren Schlupflöcher im Gehege gibt, durch die man sich hindurch zwĂ€ngen und einige Schritte in die groĂe weite Welt machen kann. Sehr mutig sind die Kleinen dabei allerdings nicht: Nach wenigen Metern kriechen sie sofort zu ihrer Mutter zurĂŒck. Und in einigen Tagen werden Jasper und Rosalie dann den Nachteil des Erwachsenwerdens kennen lernen: Man wird einfach zu groĂ fĂŒr kleine Schlupflöcher!
Steckbrief
Der NasenbÀr...
...lebt in SĂŒd- und Mittelamerika
...frisst FrĂŒchte, Eier, Frösche, Eidechsen, Insekten
...wiegt bis zu 6 kg
...hat einen tollen geringelten Schwanz
...kann 14 Jahre alt werden
Immer der Nase nach
NasenbĂ€ren sehen putzig aus: Sie haben einen langen, buschigen, gestreiften Schwanz, den sie meist steil aufragend tragen, und eine lange, rĂŒsselartige, bewegliche Nase. Die Nase sieht nicht nur urig aus, sie ist fĂŒr den NasenbĂ€r ĂŒberlebenswichtig. Eine Nasenoperation (die wir Menschen mit so einem Riecher sofort anstreben wĂŒrden) kĂ€me fĂŒr den KleinbĂ€ren auf gar keinen Fall in Frage. Mit seiner dĂŒnnen Riesennase kann er bestens unter der Rinde morscher BĂ€ume, unter Wurzeln und Steinen oder im Erdreich nach Nahrung suchen. Gerochen â gefunden. Mit Hilfe der krĂ€ftigen Krallen scharren die NasenbĂ€ren die Leckereien dann heraus und verzehren sie sehr gerĂ€uschvoll.
Von Beruf Kletterprofi
Wenn NasenbĂ€ren klettern, werden selbst Affen neidisch. Die kleinen BĂ€ren haben starke Arme und noch krĂ€ftigere Hinterbeine. Sie umarmen den Stamm, krallen sich in die Rinde und sind mit wenigen ZĂŒgen ruckzuck oben. AbwĂ€rts geht es genauso schnell. Dabei rutschen NasenbĂ€ren nicht mit dem Hinterteil zuerst den Baumstamm wieder herunter, sondern spazieren einfach mit dem Kopf voran hinab. FĂŒr dieses KunststĂŒck können sie ihre Gelenke der Vorder- und Hinterpfoten besonders gut dehnen und haben so festen Halt.
© Parkscout / Zoo Hannover










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