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parksocut|PRO Branchnenewsletter 01 / 2012

parkscout|PRO Branchennewsletter I / 2012


Bonn, 02.04.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Frühling erwachen nicht nur die Vergnügungsparks und andere Outdoor-Freizeitanlagen aus ihrem Dornröschenschlaf, auch von Parkscout gibt es pünktlich zum Saisonstart der Freiluftsaison spannende Neuigkeiten. So haben wir zum einen unsere Homepage in ein zeitgemäßeres Gewand gehüllt mit vielen neuen Funktionen und Informationen, zum anderen möchten wir fortan den Teilnehmern der Freizeitwirtschaft mit unserem parkscout|PRO Branchennewsletter die neuesten Entwicklungen und Trends der Branche präsentieren.

So heißen wir Sie willkommen zur ersten Ausgabe unseres Newsletter, der insbesondere unter dem Motto "Höher, schneller und grüner" steht und damit direkt auf den Trend verweist, der sich bei den neuesten Freizeitanlagen immer mehr abzeichnet. Denn während in den letzten Jahren die einzigen Richtungsvorgaben der Freizeitindustrie vor allem "höher", "schneller" und "extremer" lauteten, führt der Kurs in Zeiten von ökologischer Verantwortung nun vor allem auch in Richtung umweltbewusster Technik. Dass dieser "grüne" Weg allerdings nicht der Forderung nach schnellen und spektakulären Fahrerlebnissen entgegen laufen muss, zeigen die Green Coaster von Maurer Rides. "Energieeffizienz" und "Energierückgewinnung" sind dabei die zukunftsweisenden Schlagwörter.

 © Bayern-Park
© Bayern-Park
"Freischütz" im Bayern-Park

Green Coaster mit großem Schwung


Die ZDF-Reportage "planet e" berichtete Ende Februar 2012 über das Thema "Schwungräder" und über den effizienten Energieeinsatz bei Achterbahnen. Denn das Potenzial dieser Technik wurde lange Zeit unterschätzt und ist sicherlich noch nicht ausgeschöpft. Nach dem Motto altes Prinzip im modernen Gewand reaktivierte Maurer Rides die Idee der Schwungradspeicherung – in den 1950er Jahren wurde diese Technik bereits in Schweizer Omnisbussen eingesetzt – und entwickelte sie in Form des Linearen Synchron-Antrieb weiter. Hierbei wird die Energie in einem Schwungrad zwischengespeichert und über einen Generator an den Magnetantrieb abgegeben wird. Gerade bei kleineren Coastern mit leichten Fahrzeugen ist diese Technik im Vergleich zu Hydraulik- und Pneumatikantrieben lohnenswert und spart an Energie.

Erstmalig fand diese neue und umweltbewusste Technik 2007 im niederländischen Familienpark Drievliet in Den Haag ihren Einsatz. Der Launch-Coaster "Formula X", der mit einer Länge von 316 Metern sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer aufwartet, besitzt ein vier Tonnen schweres Schwungrad, das über einen 125 Kilowatt-Motor angetrieben wird und auf eine Nenndrehzahl von 1500 Umdrehungen die Minute kommt. Beim Start wandelt ein Generator die Rotationsenergie des Schwungrades in elektrische Energie um, sodass keine Energiespitzen aus dem Stromnetz gezogen werden müssen. Und dass Green Coaster keinesfalls Spaßbremsen sind, bestätigt Maurer Rides ebenfalls mit der 2011 in Dienst genommenen Achterbahn "Freischütz" im Bayern-Park eindrucksvoll. Im süddeutschen Vergnügungspark bei Dingolfing wird die Bremsenergie des Launch-Coaster in sogenannten Supercaps verlustfrei gespeichert und für den nächsten rasanten Katapultstart (in 2,5 Sekunden von 0-80 km/h!) wieder genutzt.

Zugrundeliegende Pressemitteilung
Maurer Söhne [Pressenews 3.2012]


 © LEGOLAND® Deutschland
© LEGOLAND® Deutschland
Interaktive Fahrattraktion von Gerstlauer: Sky Fly

Mitmachen hoch im Kurs


Neben immer mehr Nervenkitzel fördernden und energieeffizienten Entwicklungen sind derzeit ebenso die interaktiven Freizeitanlagen – so zum Beispiel die Themenfahrt "Maus-au-Chocolat" im Phantasialand – die zukunftsträchtigen und vor allem erfolgsversprechenden Zugpferde der Branche. Zum Mitmachen ist daher auch die neueste Attraktion von Gerstlauer Amusement Rides. Beim innovativen Sky Fly, der auf der Basis des Sky Rollers kreiert wurde, erleben Wagemutige ein interaktives Fahrvergnügen, bei dem sie mit Hilfe von seitlich angebrachten Flügeln mit ihren Gondeln atemraubende Flugmanöver absolvieren und wie ein Pilot durch die Lüfte fliegen können. 360-Grad-Überschläge und Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h sorgen dabei für maximalen Thrillfaktor. Hierzulande können sich Besucher als erstes im Legoland® Deutschland auf das adrenalinfördernde Fahrgeschäft freuen. Als "Flying Ninjago" ist der Sky Fly bereits zum Saisonstart am 24. März 2012 im Günzburger Freizeitpark eröffnet wurden. Besonderer Clou: Der im Vorfeld präzise geplante Aufbau des Gerstlauer Fahrgeschäfts erfolgte vor Ort in weniger als einer Woche.

Zugrundeliegende Pressemitteilung
Gerstlauer Amusement Rides [Pressenews 3.2012]



 © THERME AMADÈ
© THERME AMADÈ
Mit Loopingrutschen & Co. auf Besucherfang

Investitionsfreude bei den Erlebnisbädern


Auch im Segment der Wasserattraktionen überschlug sich die Branche zuletzt mit immer neueren, teils interaktiven Erlebnis- und Superrutschen. Was haben unter anderem das Aqua Magis in Plettenberg, das Aqualand in Köln und das Osnabrücker Nettebad hierzulande gemeinsam? Kenner der Szene werden schnell darauf kommen: die Loopingrutsche. Mit Turbostart geht es hier durch eine mehr oder weniger senkrechte Steilkurve – ein Trend der gerade im deutschsprachigen Raum kaum noch aufzuhalten zu sein scheint. Und so war es dann auch nur noch eine Frage der Zeit wann die erste Doppel-Loopingrutsche an den Start geht. Das Miramar im badenwürttembergischen Weinheim investiert jedoch nicht nur in einen "AquaDoubleLoop" mit Raketenstart (ab Juli 2012), sondern mit der Turborutsche "AquaRacer" und "Evolution", einer Trichterrutsche mit angeschlossenem Boomerang, gleich in zwei weitere neue Rutschattraktionen. Rund 3,7 Millionen Euro kostet die neue Erweiterung im Miramar, das damit um stolze 400 Röhren-Meter anwächst. Nichts im Vergleich zum Branchenprimus, der Therme Erding, die ihren Rutschenpark in diesem Jahr um acht weitere Röhren auf insgesamt 20 aufstockt, darunter natürlich ebenfalls eine Looping-Rutsche sowie ein Trichterrutsche. Im erweiterten Rutschenparadies der Therme Erding, dem sogenannten GALAXY GX 2.0, wird es daneben noch weitere Rutsch-Neuheiten geben, die mit viel Speed, zahlreichen Sound- und Lichteffekten auf kräftig Besucheransturm hoffen.

Daneben trägt auch der osteuropäische sowie der asiatische Freizeitmarkt noch reichlich Entwicklungspotenzial in sich, wie die neuesten Entwicklungen zeigen. Im Luftkurort Anaklia am Ostufer des Schwarzen Meeres entsteht im luxuriösen Anaklia City Resort, das erst im August 2011 eröffnet wurde, der AquaPark Anaklia. Gleich eine Vielzahl der extremen Wasser- und Rutschattraktionen werden dabei von WhiteWater West geliefert, darunter auch die Constrictor™ eine der neuesten Wasserrutschen des kanadischen Unternehmens. Die Eröffnung des Wasserparks ist für August 2012 geplant. Erst Anfang des Monats wurde bereits bekannt, dass der Freizeitpark Lotte World WhiteWater mit dem Bau eines Wasserpark im südkoranischen Busan beauftragt hat. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 22 Millionen US-Dollar und die Eröffnung des Lotte World Waterpark ist auf 2013 datiert.

Für 2015-2016 wurde darüber hinaus von Las Palm ein Themenpark-Resort für Abu Dhabi verkündet. Im Januar dieses Jahres wurde bereits bekannt dass Las Palm für 2014 einen Themenpark-Resort namens Adventure World Warsaw in Polen realisiert.

Zugrundeliegende Pressemitteilung
Miramar [Pressenews 3.2012] | WhiteWater West [Pressenews 3.2012]


 © ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen
© ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen
ZOOM Erlebniswelt startet Facebook-Auftritt

Nicht ohne meinen Facebook-Account


Ob Erlebnisbad, Freizeitpark oder auch Zoologischer Garten, kaum eine Freizeiteinrichtung kann heutzutage noch auf ein Profil im größten sozialen Netzwerk (derzeit rund 900 Millionen User) verzichten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, aktuelle und wichtige News landen schneller beim User und Gewinnspiele, Events und weitere Sonderaktionen lassen sich einfacher und direkter bewerben. Zudem lässt sich auf diese Weise ein breites Publikum ansprechen und mit Facebook-Commerce gilt es ein möglicherweise zukunftsweisendes Geschäftsfeld zu erobern. Dies haben bereits auch einige deutsche Tiergärten erkannt: Ob Kölner Zoo, Zoo Heidelberg, Zoologischen Garten Magdeburg oder der Zoo Leipzig – einige dieser großen Freizeitziele besitzen bereits einen eigenen Facebook-Account. Seit dem 20. März 2012 gehört nun auch die ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen zu den Vertretern der deutschen Zoolandschaft, die im virtuellen Kommunikationsmedium Facebook vertreten sind. Nun können Besucher der ZOOM Erlebniswelt ihre tierischen Highlights "liken" und die brandaktuellesten News rund um den Gelsenkirchener Tiergarten abrufen. Spannend dürfte für Abonnenten der Seite auch sein, dass man hier interaktiv mitwirken kann. So lassen sich eigene Kommentare sowie Fotos auf der Pinnwand des Tierparks einstellen und man kann damit jederzeit virtuell am Zoogeschehen teilhaben.

Zugrundeliegende Pressemitteilung
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen [Pressenews 3.2012]


Zu guter Letzt - The nominees are...


Nach einem intensiven Auswahlprozess wurden just die Kandidaten für den Applause Award 2012 nominiert. Eingeführt im Jahr 1980 wird die Auszeichnung alle zwei Jahre auf der IAAPA Attractions Show von einer internationalen Jury unter dem Vorsitz des Vergnügungsparks Liseberg verliehen. Die diesjährigen Kandidaten sind der Ocean Park in Hong Kong, der Santa Cruz Beach Boardwalk (USA) und Puy du Fou (Frankreich), drei Parks mit sehr unterschiedlichen Konzepten. Der Gewinner soll bei der Auftaktsveranstaltung zur IAAPA Expo in Orlando im November 2012 benannt werden. An dieser Stelle möchten wir es natürlich nicht verpassen auf unsere diesjährigen Parkscout Publikum Awards aufmerksam zu machen, deren Abstimmungsphase mit dem heutigen Tage beginnt. Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen!

Es grüßt herzlich, Ihr

Sascha Nendza


© SN


 

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