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parkscout | pro Newsletter III/2012

parkscout|PRO Branchennewsletter III / 2012


Bonn, 10.09.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

während viele Branchen im Angesicht der Finanzkrise nur vorsichtig agieren, scheinen die Freizeitunternehmen dem Bankendesaster geradezu zu trotzen. Der Themed Entertainment Association (kurz TEA) zufolge haben die Besucherzahlen in den 25 größten Parks der Welt 2011 um 3,8 Prozent auf 196 Millionen Besucher zugelegt, bei den Top 20 Europas um 2,8 Prozent auf 58 Millionen Besucher. Und damit einher geht auch die Investitionsfreude der Freizeitbetriebe und Parkbetreiber.

 © Adventure World Warsaw
© Adventure World Warsaw
Startschuss für die Adventure World Warschau

Trotz Finanzkrise positive Tendenz

Die Welt der Achterbahnen scheint also noch in Ordnung. Europas Freizeitparks haben trotz Schuldenkrise reichlich Zulauf, so dass Investoren auch weiterhin viele Milliarden in die Branche stecken. Und vielleicht ist es gerade jetzt schlau, sich nicht in Zurückhaltung zu üben, und zu investieren. Denn an ihren Kinder und deren Vergnügen sparen Eltern bekanntlich zuletzt. Gemeinsame Unternehmungen mit der Familie stehen an erster Stelle. Und so ziehen auch kleinere Parks in Deutschland einen Nutzen daraus, wenn Familien anstelle einer großen und teuren Urlaubsreise, einen Kurztrip in einen der vielzähligen heimischen Freizeitparks unternehmen. So wundert es kaum, dass die 70 an den VDFU angeschlossenen Freizeitparks für 2011 mit 32 Millionen Besuchern ein Plus von 5,3 Prozent verbuchten.

Während vor allem der westeuropäische Markt, was neue Freizeitparks betrifft, jedoch nahezu gesättigt scheint, steht Osteuropa und nicht zuletzt Asien im Interesse ganz weit oben. So wurde etwa im Juli dieses Jahres der erste Spatenstich für das 620 Millionen Euro-Projekt "Adventure World Warschau" getätigt. Andere Vorhaben erscheinen mehr als nur höchst ambitioniert und entbehren wie etwa der "Magic World Russia" bei Moskau jeglicher Vorstellungskraft. So bleibt der russische Freizeitpark, dessen Bau noch immer in so weiter Ferne scheint wie die Distanz von der Erde zum Planeten Mars beträgt, vielleicht nur ein Fantasma von Traumtänzern. Doch seien es manchmal auch zu hochgegriffene Ziele, das Interesse an osteuropäischen Freizeit-Destinationen nimmt stetig zu und so bleibt es nur eine Frage der Zeit, wann die nächsten Projekte und damit finanzkräftige Investoren herbeieilen. Daneben erfreuen sich auch Wasserparks im osteuropäischen Raum großer Beliebtheit, sodass hier bereits einige durchaus anspruchsvolle und vorzeigbare Projekte entstehen - so etwa der "Olympia Waterpark" im russischen Vityazevo oder der noch in Bau befindliche Aquapark Anaklia in Georgien. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass auch ProSlide, als einer der weltweit größten Hersteller von Rutschenanlagen, sein Engagement in Osteuropa verstärkt.

Zugrundeliegende Pressemitteilung
Adventure World Warsaw debuts to the world [Pressenews 7.2012] | ProSlide rolls into Eastern Europe [Pressenews 8.2012]


Besucherzuwachs trotz Katastrophe - Disneyland Tokio

Wachablösung für Amerika

Im Gegensatz zum osteuropäischen Raum steckt die asiatische Freizeitindustrie bei weitem nicht mehr in den Kinderschuhen. Der Boom auf dem flächenmäßig größten Kontinent ist im vollen Gange und besitzt weiterhin großes Wachstumspotenzial. In Singapur wurde 2011 ein Universal Park eröffnet, das erste asiatische Legoland geht in Malaysia Mitte September an den Start. Asien ist damit auf dem besten Weg zum größten Freizeitmagneten auf unserem Globus zu werden. Die asiatischen Top 20-Parks überschritten in 2011 erstmalig die 100 Millionen Besucher-Grenze. Damit fallen auf asiatische Parks mittlerweile bereits rund ein Drittel der weltweiten Freizeitpark-Gäste, und Nordamerika als bislang größter Freizeitmagnet (rund 127 Millionen in 2011) könnte schon bald von seiner Spitzenposition abgelöst werden. Mit der Eröffnung des "Shanghai Disney" Ende 2015 wird die asiatische Vorherrschaft bei den Besucherzahlen wohl vollends besiegelt sein. Laut der TEA hatten die größten asiatischen Park in 2011 bis zu 7,5 Prozent Zuwachs. Sogar das Tokyo Disney Resorts steigerte - trotz der langen Unterbrechungen durch das Tohoku Erdbeben in Japan - kräftig seinen Umsatz. So stehen das Tokyo Disneyland und Tokyo Disney Sea im weltweiten Besucher-Ranking an Nummer drei und vier.

Mit allein 1,3 Milliarden Menschen ist der chinesische Markt von enormer Bedeutung für die Freizeitindustrie geworden und verzeichnet ein sehr reges Interesse. Die steigende Nachfrage nach Ausflugszielen für Familien hält kontinuierlich an und so wächst die Freizeitsparte hier in großen Schritten. Neben großen Besucher-Zuwächsen bei bereits bestehenden Vergnügungsparks wie Hong Kong Disneyland oder dem Ocean Park, sprießen die Freizeitparks weiterhin wie Pilze aus dem Boden. Beispiele dazu gibt es vielzählige: Ob Freizeitparks wie World Joyland in Wujin, "Happy Valley" in Wuhan (in beiden Parks sind auch Achterbahnen von Maurer Rides vertreten) oder "Happy Valley Dongli", welches 2013 Eröffnung feiert - die chinesische Freizeitindustrie boomt im hohen Maße. Jüngst wurden sogar Pläne für einen neuen 3,8 Millarden Euro teuren Freizeitpark im tibetanischen Lhasa verkündet, die in den kommenden drei bis fünf Jahren bereits realisiert werden sollen. Auch wenn Letzteres vielleicht nur ein Prestigeprojekt zu werden scheint, dem man insgesamt nur wenig Aufmerksamkeit schenken wird, so ist festzuhalten, dass die Qualität der gebotenen Attraktionen in China stetig zunimmt, nicht zuletzt auch weil man auf das Know-how ausländischer Freizeit-Unternehmen und im Speziellen auch deutscher Fahrgeschäfte-Hersteller wie etwa Maurer Rides setzt.

Zugrundeliegende Pressemitteilung
Neuer Freizeitpark in Wuhan mit zwei Maurer Coastern [Pressenews 7.2012] | Steigende Einnahmen bei Disney [Pressenews 8.2012]


Es grüßt herzlich, Ihr

Sascha Nendza


© SN


 

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