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Parkscout|pro Newsletter 4|2012

parkscout|PRO Branchennewsletter IV / 2012


Bonn, 30.11.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Branchennewsletter steht diesmal ganz im Zeichen der neunten Euro Attraction Show (EAS) in Berlin, die Mitte Oktober mit großem Erfolg zu Ende ging. Der Besucherrekord der EAS macht es deutlich, die europäische Freizeitindustrie zeigt sich trotz Finanzkrise optimistisch.

Auf zu neuen Dimensionen

Europas größte Messe der Freizeitindustrie hat in diesem Jahr mit mehr als 8.100 Teilnehmern sowie 367 Ausstellern aus mehr als 80 Ländern alle Rekorde gebrochen. Auch die Ausstellungsfläche war in diesem Jahr mit rund 9.000 Quadratmetern von geschichtsträchtiger Größe. Die vom Dachverband der Freizeitindustrie (IAAPA) ausgerichtete Veranstaltung war in diesem Jahr vor allem geprägt von spannenden Neuheiten und einem attraktiven Seminarangebot.

Euro Attraction Show
Multidimensionale Attraktionen haben großen Zulauf
Auf dem Show Floor der Messe wurden eine große Anzahl von Produkten und Dienstleistungen vorgestellt. Insbesondere Hersteller von multidimensionalen Attraktionen waren dabei im Fokus vieler Interessenten, darunter Firmen wie Alterface, Sally Corporation oder auch JoraVision, die mit innovativen und interaktiven Konzepten überzeugen. In Zeiten unsicherer Finanzmärkte, gehören kostengünstige 4D- und 5D-Attraktionen damit zu den großen Gewinnern der Sparte. Auch das Seminar-Programm, das parallel zur Messe veranstaltet wurde, erwies sich als großer Erfolg für die IAAPA mit mehr als 1.200 Teilnehmern. Dies bedeutete eine Steigerung von 21% gegenüber der EAS 2011 in London. Von Fachleuten der Branche wurde über Themen wie Social Media, nachhaltige Entwicklung, neue Technologien, Sicherheit, Trends in Food & Beverage Bereich und Emerging Markets ausführlich referiert.

Dabei zeigte sich, dass die europäische Freizeitindustrie auch weiterhin recht optimistisch und relativ unbeeindruckt von der Finanzkrise und des wirtschaftlichen Abschwungs agiert. Dies spiegelte auch die Rede von Roland Mack, dem derzeitigen Vorstandsvorsitzenden der IAAPA, wider: Die Branche sei mehr abhängig von den Wetterbedingungen als von der wirtschaftlichen Situation, so Roland Mack. Die europäische Freizeitindustrie liefere Qualität auf höchstem Niveau, und auch die hohe Innovationskraft sei Ausdruck einer funktionierenden, dynamischen Wirtschaft, dies würden auch die Investitionen von jährlich mehr als 400 Mio. € aufzeigen.

Doch wenn man sich dieser Tage die wirtschaftliche Situation in Spanien vor Augen führt, trübt sich das Bild einer durchweg positiv gestimmten europäischen Freizeitindustrie. Um die spanische Finanzwelt steht es derzeit eher schlecht bestellt. Diese bitterliche Erkenntnis musste Ende September auch der Movie Park Germany machen. Die für 2014 im Vorfeld groß angekündigte Achterbahn wurde, aufgrund der schlechten finanziellen Lage der spanischen Betreibergruppe Parque Reunidos, in den Wind geschrieben (Parkscout berichtete). Dieses Beispiel zeigt die grundlegenden und nicht zu unterschätzenden Abhängigkeiten auch deutscher Freizeitziele und Unternehmen von internationalen Finanzmärkten auf.

Euro Attraction Show
SkyLoop-Modell von Maurer Rides auf der EAS 2012

Deutsche Hersteller profitieren

Auf der diesjährigen EAS standen erwartungsgemäß deutsche Unternehmen besonders im Blickfeld. Produkte "Made in Germany" genießen international weiterhin ein großes Renommee, so wurden in Berlin unter anderem mit dem "Projekt Helix", einem Launch Coaster von Mack Rides für den schwedischen Freizeitpark Liseberg, und einem Launch Coaster für Tripsdrill von Gerstlauer Rides, zwei hochkarätige Achterbahnprojekte aus deutschem Hause vorgestellt. Insbesondere im Achterbahnbau sind die Produktionsstaßen deutscher Unternehmen gut ausgelastet, da man hierzulande in Sachen Innovation und nachhaltige Technologien über federführende Kompetenzen verfügt. Dazu gehört auch das Münchner Unternehmen Maurer Rides, das die Werbetrommel für ihre Innovation des "Flying Launch" vor Ort ordentlich rührte. Das Konzept des Flying Launch feierte bereits beim "Freischütz" im Bayern-Park Premiere und vereint mit dem Start-, Antriebs- und Bremssystem gleich drei Elemente in einem. Dies ermöglicht nicht nur spektakuläre Layouts, sondern auch ein ganz neues, dynamisches Fahrerlebnis.


Es grüßt herzlich, Ihr

Sascha Nendza


© SN


 

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