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Zum dritten Mal in der Geschichte des Berliner Zoos wĂ€chst derzeit ein AmeisenbĂ€rbaby heran. WĂ€hrend die ersten beiden Jungtiere der Mutter âGriselineâ abgenommen werden mussten, da sie ihren Nachwuchs nicht sĂ€ugte, entschloss man sich diesmal, das Neugeborene bei ihr im Stall zu lassen. Ab dem zweiten Lebenstag wurde das Junge lediglich dreimal tĂ€glich von dem geduldigen wartenden Weibchen getrennt, um ihm ein FlĂ€schchen Milch zuzufĂŒttern.
Dies Variante barg einige Risiken, ermöglichte aber der Mutter Erfahrungen im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs zu sammeln. Anfangs schliefen beide Tiere nur zusammen, aber die Mutter lieĂ ihren mĂ€nnlichen Zögling nicht â wie es sich fĂŒr AmeisenbĂ€ren gehört â auf ihrem RĂŒcken reiten. Doch nachdem der Kleine nun an Kraft gewonnen hat, trĂ€gt sie ihn vorbildlich am Körper. Sehr fĂŒrsorglich kĂŒmmert sich die BĂ€rin um ihren Sohn und lĂ€sst ihn keinesfalls mehr allein am Boden zurĂŒck. Und bei schönem Wetter darf sie ihn zeitweise auf das Freigehege mitnehmen, was die die Besucher entzĂŒckt! Der kleine AmeisenbĂ€r, der den Namen "Carlos" erhielt und der bei seiner Geburt am 14. MĂ€rz dieses Jahres 1.400 Gramm wog, hat inzwischen ein Gewicht von 2.300 Gramm erreicht. Derzeit nimmt er den Tierpflegern um den Revierleiter Thomas Messinger je Mahlzeit durchschnittlich 50-60 ml Milch ab.
Nur die wenigsten Zoobesucher können die etwa 30 kg schweren sĂŒdamerikanischen AmeisenbĂ€ren zoologisch richtig einordnen. Sie unterscheiden sich von allen besser bekannten SĂ€ugetieren. Auffallend sind der riesige Schwanz und die lange, sehr schmale Schnauze, aus der mitunter eine dĂŒnne, schlangenartige und klebrige Zunge hĂ€ngt. Die krĂ€ftigen und als Werkzeuge zum Aufbrechen von Termitenbauten einzusetzenden Krallen zeigen, dass AmeisenbĂ€ren durchaus wehrhafte Lebewesen sind.
GroĂe AmeisenbĂ€ren sind begehrte Zootiere, um die sich viele GĂ€rten bemĂŒhen. Da sie jedoch in ihrer sĂŒdamerikanischen Heimat geschĂŒtzt sind, sind sie nur ausnahmsweise zu erhalten. Die Zucht, die durch ein europĂ€isches Arterhaltungsprogramm koordiniert wird, gelingt nur in wenigen zoologischen Einrichtungen.
Donnerstag, den 22.04.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Riesiger Zuchterfolg im Berliner Zoo: Abermals ein GroĂer AmeisenbĂ€r geboren
Dies Variante barg einige Risiken, ermöglichte aber der Mutter Erfahrungen im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs zu sammeln. Anfangs schliefen beide Tiere nur zusammen, aber die Mutter lieĂ ihren mĂ€nnlichen Zögling nicht â wie es sich fĂŒr AmeisenbĂ€ren gehört â auf ihrem RĂŒcken reiten. Doch nachdem der Kleine nun an Kraft gewonnen hat, trĂ€gt sie ihn vorbildlich am Körper. Sehr fĂŒrsorglich kĂŒmmert sich die BĂ€rin um ihren Sohn und lĂ€sst ihn keinesfalls mehr allein am Boden zurĂŒck. Und bei schönem Wetter darf sie ihn zeitweise auf das Freigehege mitnehmen, was die die Besucher entzĂŒckt! Der kleine AmeisenbĂ€r, der den Namen "Carlos" erhielt und der bei seiner Geburt am 14. MĂ€rz dieses Jahres 1.400 Gramm wog, hat inzwischen ein Gewicht von 2.300 Gramm erreicht. Derzeit nimmt er den Tierpflegern um den Revierleiter Thomas Messinger je Mahlzeit durchschnittlich 50-60 ml Milch ab.
Nur die wenigsten Zoobesucher können die etwa 30 kg schweren sĂŒdamerikanischen AmeisenbĂ€ren zoologisch richtig einordnen. Sie unterscheiden sich von allen besser bekannten SĂ€ugetieren. Auffallend sind der riesige Schwanz und die lange, sehr schmale Schnauze, aus der mitunter eine dĂŒnne, schlangenartige und klebrige Zunge hĂ€ngt. Die krĂ€ftigen und als Werkzeuge zum Aufbrechen von Termitenbauten einzusetzenden Krallen zeigen, dass AmeisenbĂ€ren durchaus wehrhafte Lebewesen sind.
GroĂe AmeisenbĂ€ren sind begehrte Zootiere, um die sich viele GĂ€rten bemĂŒhen. Da sie jedoch in ihrer sĂŒdamerikanischen Heimat geschĂŒtzt sind, sind sie nur ausnahmsweise zu erhalten. Die Zucht, die durch ein europĂ€isches Arterhaltungsprogramm koordiniert wird, gelingt nur in wenigen zoologischen Einrichtungen.
© Parkscout / Zoo Berlin










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