Schlagwörter:
zoo berlin
Am 9. Juni dieses Jahres bemerkten die Tierpfleger in der Unterkunft der Murmeltiere etwas Besonderes: Vollkommen unerwartet hatte eines der 2007 aus dem Alpenzoo Innsbruck übernommenen, gerade erst zweijährigen Tiere Nachwuchs bekommen. Die Jungen hatten bereits geöffnete Augen, was auf ein Lebensalter von mehr als 3 Wochen schließen ließ.
Nach dem mehrmonatigen Winterschlaf, den die insgesamt vier "Alttiere" in ihrer Winter-schlafbox im Inneren der Felsanlagen verbracht hatten, waren zunächst zwei Tiere auf die Freianlage gesetzt worden, von denen man am wenigsten mit Nachwuchs gerechnet hätte. Und während die beiden noch in kontrollierter Obhut verbliebenen Murmeltiere genau beo-bachtet wurden, kamen im Bau auf der Freianlage nach einer geburtenlosen Zeit von 16 Jah-ren im Berliner Zoo unbemerkt die ersten 4 Alpenmurmeltiere zur Welt. Die kaum meerschweingroßen Jungtiere erkunden nun seit etwa einer Woche unter den Au-gen der Zoobesucher die Umgebung außerhalb des schützenden Höhlensystems. Meist wacht nach murmeltiertypischer Art ein Alttier aufgerichtet auf einem Felsvorsprung, um bei drohender Gefahr alle Artgenossen durch einen Pfiff zu warnen. Und tatsächlich gibt es auch im Großstadtzoo Feinde für die Murmeltiere. Habicht und Krähen würden die hörnchenver-wandten Nagetiere gerne verspeisen. Doch dazu soll es nicht kommen.
Die zu den Erdhörnchen zählenden Murmeltiere bevölkern in mehr als einem Dutzend Arten weite Landstriche Eurasiens und Nordamerikas. Ihre Zucht in Zoos gelingt selten. Die Paa-rung erfolgt unmittelbar nach dem Winterschlaf, den die Tiere mit nur wenigen Wachphasen und einer Körpertemperatur von nur etwa 5 °C sowie 2-3 Atemzügen pro Minute in einem Starrezustand verbringen. Um ihren Stoffwechsel nicht zu belasten, dürfen sie hierbei auch im Zoo möglichst nicht gestört werden. Nach einer Tragzeit von einem guten Monat kommen im Bau die Jungtiere blind zur Welt. Nach 40 Tagen verlassen sie die Geburtsstätte, um erst-mals auf Nahrungssuche zu gehen, obwohl sie auch noch im Folgemonat auf Muttermilch angewiesen sind.
Donnerstag, den 02.07.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Sehr seltener Nachwuchs bei den Alpenmurmeltieren im Berliner Zoo
Nach dem mehrmonatigen Winterschlaf, den die insgesamt vier "Alttiere" in ihrer Winter-schlafbox im Inneren der Felsanlagen verbracht hatten, waren zunächst zwei Tiere auf die Freianlage gesetzt worden, von denen man am wenigsten mit Nachwuchs gerechnet hätte. Und während die beiden noch in kontrollierter Obhut verbliebenen Murmeltiere genau beo-bachtet wurden, kamen im Bau auf der Freianlage nach einer geburtenlosen Zeit von 16 Jah-ren im Berliner Zoo unbemerkt die ersten 4 Alpenmurmeltiere zur Welt. Die kaum meerschweingroßen Jungtiere erkunden nun seit etwa einer Woche unter den Au-gen der Zoobesucher die Umgebung außerhalb des schützenden Höhlensystems. Meist wacht nach murmeltiertypischer Art ein Alttier aufgerichtet auf einem Felsvorsprung, um bei drohender Gefahr alle Artgenossen durch einen Pfiff zu warnen. Und tatsächlich gibt es auch im Großstadtzoo Feinde für die Murmeltiere. Habicht und Krähen würden die hörnchenver-wandten Nagetiere gerne verspeisen. Doch dazu soll es nicht kommen.
Die zu den Erdhörnchen zählenden Murmeltiere bevölkern in mehr als einem Dutzend Arten weite Landstriche Eurasiens und Nordamerikas. Ihre Zucht in Zoos gelingt selten. Die Paa-rung erfolgt unmittelbar nach dem Winterschlaf, den die Tiere mit nur wenigen Wachphasen und einer Körpertemperatur von nur etwa 5 °C sowie 2-3 Atemzügen pro Minute in einem Starrezustand verbringen. Um ihren Stoffwechsel nicht zu belasten, dürfen sie hierbei auch im Zoo möglichst nicht gestört werden. Nach einer Tragzeit von einem guten Monat kommen im Bau die Jungtiere blind zur Welt. Nach 40 Tagen verlassen sie die Geburtsstätte, um erst-mals auf Nahrungssuche zu gehen, obwohl sie auch noch im Folgemonat auf Muttermilch angewiesen sind.
© Parkscout / Zoo Berlin










empfehlen