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Es ist schon fast ein kleines Wunder, dass das zwei Monate alte Tapirjungtier "Diego" munter auf der Anlage zwischen seinen großen Artgenossen herumtobt. Drei Tage nach seiner Geburt
hing sein Leben an einem seidenen Faden. Nur Dank der intensiven tierärztlichen Betreuung durch die beiden Zootierärzte sowie der fürsorglichen Pflege durch die Tierpfleger hat der
kleine Diego überlebt.
Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg berichtete, dass die Geburt des Jungtieres Diego am 17. Juni zunächst ohne Probleme verlief. Später wurde beobachtet, dass er bei seiner Mutter Elise trank und so machte sich niemand Sorgen um den kleinen Diego. Aber anscheinend bekam er nicht genug Milch, denn die Tierpfleger fanden den Flachlandtapir-Nachwuchs an einem Sonntagmorgen fast ohne Lebenszeichen auf der Anlage liegend vor. Obwohl kaum Hoffnung bestand, kämpften Tierärzte und Tierpfleger um sein Leben: Mit Wärmflaschen wurde er gewärmt, bekam warme Milch per Sonde und stündlich eine Infusion verabreicht. Zwei Tage lang wurde er kaum aus den Augen gelassen. Sogar nachts wurde er betreut – die Tierpflegerin Sabine Springmeier nahm in für drei Nächte mit nach hause. Am dritten Tag konnte endlich aufgeatmet werden: Der gesundheitliche Zustand von Diego hatte sich stabilisiert. Damit war die Zeit gekommen, Diego wieder in die Tapirgruppe zu integrieren. Durch Anlegen wurde seine Mutter Elise daran gewöhnt, ihn zu säugen und der Rest der Tapirfamilie nahm in freundlich auf. Mittlerweile mag Diego keine Muttermilch mehr und frisst schon ganz selbständig. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Picasso, der schon als ganz kleiner Tapir ein echter Raufbold war, hat Diego ein eher sanftes Wesen. Mit seinem für Tapirjungtiere typisch gestreiftem Fell, seinen großen Augen und kleinem Rüssel ist Diego eindeutig ein Herzensbrecher.
Wissenswertes zu Flachlandtapiren:
Tapirgruppe im Zoo Osnabrück: Die Tapirgruppe im Zoo Osnabrück setzt sich aus einem erwachsenen Männchen (Ernesto), drei Weibchen (Olivia, Elvira, Elisa), dem im Februar 2009 geborenen Jungtier Picasso und dem kleinen Diego zusammen. Picasso wartet auf seinen Transport in den Zoo Danzig, wo er für Nachwuchs sorgen soll. Lebensweise in der Natur: Flachlandtapire bewohnen den Amazonischen Regenwald. In der Natur leben sie als Einzelgänger, in Zoos scheinen sie durchaus die Anwesenheit von Artgenossen zu genießen. Flachlandtapire haben eine Tragzeit von 13 Monaten. Die jungen Tapire haben etwa fünf Monate lang ein geflecktes Jugendkleid, das im dichten Unterholz zur Tarnung beiträgt. Mit elf Monaten sind sie selbständig. Artenschutz: Der Flachlandtapir ist eine bedrohte Art ( IUCN Roten Liste). Die Vernichtung des Lebensraumes und die Jagd führten in den vergangenen Jahren zu einem dramatischen Rückgang der Tapirbestände. Der Zoo Osnabrück unterstützt ein Tapirschutzprojekt in Ecuador. Seit 2003 hat die Gemeinde Sarayacu mit finanzieller Unterstützung des Osnabrücker Zoos und der Kirsten & Axel Ziemek Stiftung Pro Kreatur zwei Wildschutzgebiete eingerichtet, die Jagd auf den Tapir ganz eingestellt sowie eine Fisch- und Geflügelzucht zur alternativen Eiweißversorgung aufgebaut. Der Zoo Osnabrück sucht Sponsoren für das Projekt.
Mittwoch, den 04.08.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Tapirjungtier Diego fit und fröhlich
Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg berichtete, dass die Geburt des Jungtieres Diego am 17. Juni zunächst ohne Probleme verlief. Später wurde beobachtet, dass er bei seiner Mutter Elise trank und so machte sich niemand Sorgen um den kleinen Diego. Aber anscheinend bekam er nicht genug Milch, denn die Tierpfleger fanden den Flachlandtapir-Nachwuchs an einem Sonntagmorgen fast ohne Lebenszeichen auf der Anlage liegend vor. Obwohl kaum Hoffnung bestand, kämpften Tierärzte und Tierpfleger um sein Leben: Mit Wärmflaschen wurde er gewärmt, bekam warme Milch per Sonde und stündlich eine Infusion verabreicht. Zwei Tage lang wurde er kaum aus den Augen gelassen. Sogar nachts wurde er betreut – die Tierpflegerin Sabine Springmeier nahm in für drei Nächte mit nach hause. Am dritten Tag konnte endlich aufgeatmet werden: Der gesundheitliche Zustand von Diego hatte sich stabilisiert. Damit war die Zeit gekommen, Diego wieder in die Tapirgruppe zu integrieren. Durch Anlegen wurde seine Mutter Elise daran gewöhnt, ihn zu säugen und der Rest der Tapirfamilie nahm in freundlich auf. Mittlerweile mag Diego keine Muttermilch mehr und frisst schon ganz selbständig. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Picasso, der schon als ganz kleiner Tapir ein echter Raufbold war, hat Diego ein eher sanftes Wesen. Mit seinem für Tapirjungtiere typisch gestreiftem Fell, seinen großen Augen und kleinem Rüssel ist Diego eindeutig ein Herzensbrecher.
Wissenswertes zu Flachlandtapiren:
Tapirgruppe im Zoo Osnabrück: Die Tapirgruppe im Zoo Osnabrück setzt sich aus einem erwachsenen Männchen (Ernesto), drei Weibchen (Olivia, Elvira, Elisa), dem im Februar 2009 geborenen Jungtier Picasso und dem kleinen Diego zusammen. Picasso wartet auf seinen Transport in den Zoo Danzig, wo er für Nachwuchs sorgen soll. Lebensweise in der Natur: Flachlandtapire bewohnen den Amazonischen Regenwald. In der Natur leben sie als Einzelgänger, in Zoos scheinen sie durchaus die Anwesenheit von Artgenossen zu genießen. Flachlandtapire haben eine Tragzeit von 13 Monaten. Die jungen Tapire haben etwa fünf Monate lang ein geflecktes Jugendkleid, das im dichten Unterholz zur Tarnung beiträgt. Mit elf Monaten sind sie selbständig. Artenschutz: Der Flachlandtapir ist eine bedrohte Art ( IUCN Roten Liste). Die Vernichtung des Lebensraumes und die Jagd führten in den vergangenen Jahren zu einem dramatischen Rückgang der Tapirbestände. Der Zoo Osnabrück unterstützt ein Tapirschutzprojekt in Ecuador. Seit 2003 hat die Gemeinde Sarayacu mit finanzieller Unterstützung des Osnabrücker Zoos und der Kirsten & Axel Ziemek Stiftung Pro Kreatur zwei Wildschutzgebiete eingerichtet, die Jagd auf den Tapir ganz eingestellt sowie eine Fisch- und Geflügelzucht zur alternativen Eiweißversorgung aufgebaut. Der Zoo Osnabrück sucht Sponsoren für das Projekt.
© Parkscout / Zoo Osnabrück










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