Schlagwörter:
thüringer zoopark erfurt
Am Freitag, dem 23. Oktober berichtet Dr. Axel Kwet über seine Erfahrungen in der "Terra incognita" zwischen Araukarien und Atlantischem Regenwald.
Beginn ist 19 Uhr in der Volkshochschule, Schottenstraße 7, in Erfurt. Das vulkanische Hochland im Süden Brasiliens ist geprägt von urtümlichen Araukarienwäldern. Diese Nadelbäume mit ihren mächtigen Schirmkronen bedeckten vor Jahrmillionen weltweit die Kontinente, sind heute aber nur noch reliktartig auf der Südhalbkugel verbreitet. Am südöstlichen Rand des Araukarienplateaus schneiden sich die tiefsten Canyons Lateinamerikas Hunderte von Metern tief und viele Kilometer weit in die Hochfläche hinein, gewaltige Schluchten, die mit ihren steil abfallenden Felswänden und imposante Wasserfällen eindrucksvolle Naturschauspiele bieten. Die unzugänglichen Berghänge dieser Region sind von Resten des Atlantischen Regenwalds überzogen, der sich 4.000 km entlang der brasilianischen Atlantikküste nach Norden erstreckt. Heute sind bereits über 90 % des artenreichen Regenwalds verschwunden, und mit ihnen eine überaus vielfältige Fauna und Flora.
Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das gesamte Gebiet der beiden südlichsten brasilianischen Bundesstaaten, Rio Grande do Sul und Santa Catarina, eine dünn besiedelte und völlig unerforschte Landschaft. Erst nach der Unabhängigkeit Brasiliens, etwa ab 1830, stieg die Einwohnerzahl durch europäische Einwanderer, vor allem aus Deutschland, an. Zahlreiche Siedlungen, wie Blumenau, Pomerode oder Hansa-Humboldt, zeugen noch heute von dieser Geschichte. Auf den Spuren der Immigranten, darunter auch bedeutender Naturforscher, verläuft der herpetologische Streifzug durch das unbekannte Südbrasilien. Aus der vielfältigen Fauna und Flora ragen neben Schlangen und anderen Reptilien insbesondere die Amphibien mit vielen teilweise noch unbeschriebenen Arten heraus. Eindrücke von dieser faszinierenden Region werden nicht nur im Bild, sondern auch durch Tonaufnahmen der ungewöhnlichen Froschrufe und in kleinen Filmsequenzen vermittelt.
Zoo Erfurt: 5 jähriges Jubiläum beim Riffbecken im Aquarium
Kindertag am Pfingstmontag im Thüringer Zoopark Erfurt
Bisonkälbchen im Thüringer Zoopark Erfurt geboren
Kindersegen im Zoo Erfurt
Zoopark Erfurt - Zoovortrag über Kamerun
Dienstag, den 13.10.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Thüringer Zoopark: Vortrag über Südbrasilien
Beginn ist 19 Uhr in der Volkshochschule, Schottenstraße 7, in Erfurt. Das vulkanische Hochland im Süden Brasiliens ist geprägt von urtümlichen Araukarienwäldern. Diese Nadelbäume mit ihren mächtigen Schirmkronen bedeckten vor Jahrmillionen weltweit die Kontinente, sind heute aber nur noch reliktartig auf der Südhalbkugel verbreitet. Am südöstlichen Rand des Araukarienplateaus schneiden sich die tiefsten Canyons Lateinamerikas Hunderte von Metern tief und viele Kilometer weit in die Hochfläche hinein, gewaltige Schluchten, die mit ihren steil abfallenden Felswänden und imposante Wasserfällen eindrucksvolle Naturschauspiele bieten. Die unzugänglichen Berghänge dieser Region sind von Resten des Atlantischen Regenwalds überzogen, der sich 4.000 km entlang der brasilianischen Atlantikküste nach Norden erstreckt. Heute sind bereits über 90 % des artenreichen Regenwalds verschwunden, und mit ihnen eine überaus vielfältige Fauna und Flora.
Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das gesamte Gebiet der beiden südlichsten brasilianischen Bundesstaaten, Rio Grande do Sul und Santa Catarina, eine dünn besiedelte und völlig unerforschte Landschaft. Erst nach der Unabhängigkeit Brasiliens, etwa ab 1830, stieg die Einwohnerzahl durch europäische Einwanderer, vor allem aus Deutschland, an. Zahlreiche Siedlungen, wie Blumenau, Pomerode oder Hansa-Humboldt, zeugen noch heute von dieser Geschichte. Auf den Spuren der Immigranten, darunter auch bedeutender Naturforscher, verläuft der herpetologische Streifzug durch das unbekannte Südbrasilien. Aus der vielfältigen Fauna und Flora ragen neben Schlangen und anderen Reptilien insbesondere die Amphibien mit vielen teilweise noch unbeschriebenen Arten heraus. Eindrücke von dieser faszinierenden Region werden nicht nur im Bild, sondern auch durch Tonaufnahmen der ungewöhnlichen Froschrufe und in kleinen Filmsequenzen vermittelt.
© Parkscout / Thüringer Zoopark










empfehlen