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Montag, den 07.11.2005 | Dieser Beitrag ist in der Rubrik Freizeitparks zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Tivoli Gardens


Die Legende besagt, daß einst Walt Disney auf der Suche nach Inspirationen für seinen Themenpark nach Kopenhagen kam und sie im dortigen Tivoli Gardens fand. Der kleine Park mitten im Herzen der dänischen Hauptstadt ist nun schon seit über 160 Jahren eine wichtige Stätte für Unterhaltung, Kunst und Kultur - sowohl für die Einwohner als auch und vor allem für die vielen Touristen.

Holzachterbahn mit Bremser
Trotz seiner knapp bemessenen Grundfläche bietet der Tivoli für Coasterfans gleich vier verschiedene Achterbahnen. Besonders hervorzuheben wäre hier vor allem die nostalgische Holzanlage „Rutschebanen“, die aus dem Jahre 1914 stammt und auch heute noch auf voller Linie zu überzeugen weiß.

Früher eigentlich normal, mutet die Anwesenheit eines Bremsers auf den Zügen, der die Geschwindigkeit der Bahn manuell steuert, heute fast schon skurill an. Trotz ihres Alters bietet „Rutschebanen“ eine angenehme und lange Fahrt – ein Muß für jeden Freund solcher Holzkathedralen.

Die 2004 eröffnete Achterbahn „Daemonen“ kann da vom Spaßfaktor leider nicht ganz mithalten, obwohl dieser sogenannte „Floorless Coaster“, bei dem man sozusagen ohne Boden unter den Füßen über die Schienen rast, mit seinen verschiedenen Überschlagselementen durchaus das Zeug dazu gehabt hätte.

Action in Kopenhagen

Leider macht sich hier allerdings der Platzmangel im Park etwas bemerkbar, so daß der dämonische Ritt viel zu schnell vorbei ist – auch wenn die Eingliederung der Anlage in den chinesischen Themenbereich des Tivoli sicherlich sehr gelungen ist. Der Powered Coaster „Odin Ekspressen“ und die Kinderachterbahn „Karavanen“ runden das Angebot ab.

Winteröffnung des Tivoli


Die höchste Attraktion des Parks ist der Freefall „Det gyldne Tarn“, der nicht nur durch seine edle Gestaltung auffällt, sondern auch einen herrlichen Blick auf Kopenhagen ermöglicht. Ein Fliegender Teppich, bei dem die Beine frei nach unten baumeln, sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel.

Wer es etwas ruhiger mag, darf zum Beispiel bei der Themenfahrt „Minen“ seltsame Wesen in einer Art Unterwelt besuchen oder bei „Den flyvende Kuffert“ in die märchenhafte Welt von Hans Christian Andersen eintauchen. Beide Attraktionen gehören zu den Highlights des Parks und zeugen von der überall sichtbaren familiären Ausrichtung des Tivoli. Auch einen Besuch wert ist das Mad House „Valhalla Borgen“, das ungewöhnlicherweise über keinen musikalichen Score verfügt, sondern die Besucher mit einem Soundgewitter in die nordische Mythologie entführt.

Winter im Tivoli

Als besonderen saisonalen Leckerbissen bietet der Tivoli eine Winteröffnung an, bei dem der Park mit Millionen kleiner Lichter illuminiert wird und eine fast schon mystische Stimmung erzeugt. Aufgewärmt mit einem stilechten Glühwein kann man in der kalten Jahreszeit dort sogar auf einem großen See Schlittschuhlaufen oder über einen traumhaften Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten flanieren.

Wer einen klassischen Freizeitpark erwartet, wird von Tivoli Gardens sicherlich enttäuscht sein. Natürlich gibt es hier durchaus auch eine angemessene Anzahl von Attraktionen, aber der Park zeichnet sich vielmehr als Begegnungsstätte mit einem umfassenden kulturellen Programm aus – hier stehen klassische und Rockkonzerte genauso auf dem Programm wie Kleinkunst oder Variete. Allerdings ist der Tivoli kein Ort für Leute, die unter Klaustrophobie leiden: An vollen Tagen drängeln sich hier oft mehr als 50.000 Menschen durch die engen, verwinkelten Gassen.



© parkscout/MV




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