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Mittwoch, den 15.08.2007 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Walt Disney - eine Legende, Teil 1


Bekanntlich feiert ja Disneyland Park in Paris in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. Was dabei immer etwas im Hintergrund bleibt, ist die eigentliche Enstehung der Disney-Themenparks sowie die Biographie von Walt Disney selbst. Diese Lücke wollen wir mit einem zweiteiligen Artikel schließen und ein wenig Licht in das Dunkel rund um den Erfinder der wohl berühmtesten Maus aller Zeiten bringen...

Walt Disney (Bild: Disney)
Walter Elias Disney erblickte am 5.12.1901 als Sohn von Elias und Flora Disney in Chicago, Illinois, das Licht der Welt. Schon sehr früh war klar, dass der kleine Walt eine große Begabung für das Zeichnen von Cartoons hatte – bereits mit sieben Jahren verkaufte er seine ersten Zeichnungen an Nachbarn. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer Kleinstadt in Missouri zogen seine Eltern mit den insgesamt fünf Kindern 1911 nach Kansas City. Als der Erste Weltkrieg begonnen hatte, trat Walt Disney 1918 im Alter von sechzehn Jahren dem Roten Kreuz bei und wurde nach Frankreich geschickt, um dort Ambulanzwagen zu fahren.

Als er schließlich 1919 wieder nach Kansas City zurückkehrte, bekam er einen Job als Zeichner bei der örtlichen Werbeagentur "Pesmen-Rubin Commercial Art Studio", den er aber auch kurz danach im Zuge von Personaleinsparungen des Unternehmens wieder verlor. Im Mai 1922 gründete er seine erste eigene Firma unter dem Namen "Laugh-O-gram Films", mit der er kurze animierte Werbefilme drehte. Aufgrund des Konkurses seines Hauptklienten ging die Firma allerdings nur knapp ein Jahr später ebenfalls pleite. Kurz darauf entschied sich Disney, Kansas City zu verlassen und sich in Richtung Los Angeles aufzumachen. In der Garage seines dort lebenden Onkels produzierte er hier für eine Filmgesellschaft 6 Cartoons, die ihm zum ersten Mal wirklich Geld einbrachten. Da er sich lieber um die künstlerische Arbeit kümmern wollte, überredete er seinen Bruder Roy, mit ihm zusammen eine neue Firma zu gründen und dabei die Finanzangelegenheiten zu übernehmen: Der Grundstein für das spätere Disney-Imperium war damit gelegt.


Eine Idee wird geboren

Disney auf seinem Studio-Gelände (Bild: Disney)
Als er im Jahre 1927 nach einer neuen Figur für seine Trickfilme suchte, kam ihm während einer Zugfahrt plötzlich die Idee, es mit einer Maus zu versuchen. Seine Frau Lillian, die er 1925 geheiratet hatte, fand allerdings, dass der Name für die neue Kreation "Mortimer Mouse" nicht so recht passend sei und überredete ihn, den Namen in "Mickey Mouse" zu ändern. Der erste öffentliche Auftritt von Mickey auf der Kinoleinwand ereignete sich mit "Steamboat Willie" am 18. November 1928 und wurde ein riesiger Erfolg für die "Walt Disney Productions" – nicht zuletzt, da es der erste animierte Film mit synchronisiertem Ton war.

"Mickey Mouse" entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einem der Top-Stars in Hollywood und sorgte dafür, dass im Unternehmen von Disney die Kassen klingelten. Das eingespielte Geld wurde sorgfältig in neue Technik und Zeichner investiert, durch die es ermöglicht wurde, eine eigene Reihe von Kurzfilmen zu produzieren: die "Silly Symphonies". Im Jahre 1932 wagte Disney den Schritt, zum ersten Mal einen Kurzfilm in Technicolor herauszubringen – mit großem Erfolg. Im Laufe der Zeit wurde die Familie von Disney-Charakteren immer größer: Neben Mickey entstanden auch Figuren wie Minnie Mouse, Goofy oder Donald Duck und brachten Disney soviel Popularität und Geld ein, dass er entgegen aller guten Ratschläge seiner Freunde und Familie ein riskantes Projekt begann.

Der junge Walt Disney (Bild: Disney)
Da Cartoons als Vorfilme aufgrund sogenannter „Double Features“ in den Kinos immer schlechter liefen, entschied er sich, den ersten animierten abendfüllenden Film in Technicolor zu produzieren. Für sein Studio war dies sicherlich zu der damaligen Zeit ein gigantischer Kraftakt – alleine im Jahr 1935 wurden 300 neue Zeichner engagiert. Aber als am 21. Dezember 1937 die ersten Bilder von "Schneewittchen und die sieben Zwerge" über die Leinwand des Carthay Circle Theaters in Los Angeles liefen und Weltstars wie Charles Chaplin oder Shirley Temple dabei zu Tränen gerührt waren, konnte man sehen, dass das Experiment gelungen war.

Um die Arbeit an den nächsten Filmen einfacher zu gestalten, errichtete Disney im Jahre 1940 in Burbank ein neues Studio, wo insgesamt mehr als 1000 Zeichner, Drehbuchautoren und Techniker beschäftigt wurden. Mitten in dieser Investitionsphase begann der Zweite Weltkrieg und traf das Studio wie eine Bombe: Der internationale Markt brach teilweise völlig weg, was ein großes Loch in die Finanzdecke des Unternehmens schlug. Auch die beiden nächsten Filme, "Pinocchio" und "Fantasia" erwiesen sich zunächst an den Kinokassen als nicht so erfolgreich wie angenommen. Trotz der erheblichen finanziellen Einbußen während des Krieges schaffte es Disney dennoch, sein Unternehmen dank "Dumbo" und vor allem "Bambi" sowie diverser Propagandafilme für die amerikanische Regierung durch diese schwierige Zeit zu steuern. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, wurden ab 1945 nicht nur Zeichentrickfilme, sondern auch Real- und Naturfilme gedreht (beispielsweise "20.000 Meilen unter dem Meer" oder "Die Wüste lebt").

Lesen Sie am Freitag weiter, wie Disney auf die Idee kam, seinen eigenen Freizeitpark zu bauen...



© parksout/MV, Bilder: Disney




 




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