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Mittwoch, den 14.01.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

ZĂ€hlen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur


PressemitteilungEinmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezĂ€hlt, sondern auch die Tiere, FuttersĂ€cke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. WĂ€hrend es bei den nicht-lebenden GegenstĂ€nden meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur fĂŒr die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.

"Bei unseren WeißgesichtsseidenĂ€ffchen konnten wir uns auch in diesem Jahr wieder ĂŒber zahlreichen Nachwuchs freuen", erklĂ€rt Johannes Peschke, wissenschaftlicher Assistent im Zoo und verantwortlich fĂŒr die Tierinventur. "Leider haben wir unsere beiden zĂŒchtenden Weibchen an einer Darminfektion verloren, so dass wir nun wieder eine stabile Zuchtgruppe aufbauen werden, damit es in diesem Jahr erneut quirligen Nachwuchs gibt". Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der KugelgĂŒrteltiere. Drei Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des Schmipansenmannes Max, der am 10. Oktober an einem Herzproblem verstarb.

Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die stĂ€ndig beobachteten und notierten VerĂ€nderungen im Tierbestand mit der tatsĂ€chlichen ZĂ€hlung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu ĂŒberprĂŒfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mĂŒhten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Trampeltier. Sicher, manch’ einen Tierpfleger kann die alljĂ€hrliche Inventur eher kalt lassen, kann er doch seine SchĂŒtzlinge problemlos zĂ€hlen: ein Tiger, zwei Tiger, sechs Gorillas und so fort. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck mal hierhin und dorthin, die Vögel fliegen durcheinander und gleichen sich dabei sehr, trotzdem: Alle Tiere mĂŒssen sorgfĂ€ltig aufgenommen werden, auch wenn das schon mal ein paar Nerven kostet.

Am 31.12.2008 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 980 Tiere in 162 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame Nachzuchten oder NeuzugĂ€nge gab. Das Zweizehenfaultierweibchen "Wilma" bekam mit "Fred" einen flotten Partner an ihre Seite und seitdem sind die beiden die erklĂ€rten Stars der begehbaren SĂŒdamerika-Voliere im Vogelrevier. Außerdem sind zwei Sonnenrallen, eine Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas, seit Anfang des Jahres neue Bewohner der Voliere. Die zahlenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Gruppe machten auch im Jahre 2008 mit insgesamt 98 Arten die Vögel aus. Bei den gefiederten Zoobewohnern gab es ebenfalls einige erwĂ€hnenswerte Nachzuchten im letzten Jahr, so bei den Waldrappen und den braunen Sichlern.

Ende des alten und Anfang des neuen Jahres gab es mit den Zwergziegen bereits zahlreichen niedlichen Nachwuchs. Die Kleinen werden im Streichelgehege zu sehen sein, sobald die Temperaturen nicht mehr ganz so eisig sind. "Der Tiergarten kann insgesamt auf ein Ă€ußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurĂŒckblicken" so Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnenmann. "Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr so weitermachen können!"


© Parkscout / Zoo Heidelberg



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