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Biohazard: The Real © Universal Studios Japan
© Universal Studios Japan



Mittwoch, den 07.08.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Freizeitparks zu finden.

Zombiejagd in Japan


Während in Deutschland turnusmäßig öffentlich über Gewaltspiele für Konsolen und Computer diskutiert wird und das gegenseitige Beschießen mit Farbkapseln bei Paintball längst in die Schmuddelecke gerückt wurde, sieht man das ganze im fernen Japan etwas entspannter. Vor wenigen Tagen eröffnete dort nämlich der neue Walkthrough "Biohazard: The Real", bei dem die deutschen Sittenwächter vermutlich Magenkrämpfe bekommen würden ...

Zunächst einmal zur Erklärung: "Biohazard" ist der japanische Titel der Survival-Horror-Games-Reihe "Resident Evil", die bereits im Jahre 1996, damals auf der Sony Playstation, ihre Premiere feierte. Heute gibt es neun Spiele der Serie mit einigen zusätzlichen Ablegern, ein weltweit erfolgreiches Franchise, das nun in den Universal Studios Japan ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. "Biohazard: The Real" ist eine Art interaktives Geisterhaus, in dem die Besucher mit Pistolen auf diverse Zombies schießen müssen. Das wirklich Neue an der Sache ist, dass hier keine Projektionen oder Animatronics abgeschossen werden wie in ähnlich gelagerten Darkrides hierzulande, sondern menschliche Darsteller, die mit aufwendigen Masken und Schminke zu Untoten mutiert sind und den Gästen nun an den Kragen gehen wollen. Getroffene Zombies bewegen sich natürlich entsprechend – das Verhalten wurde den Darstellern in akribischer Trainingsarbeit vorher ausführlich beigebracht.

Krankenhaus oder Polizeistation?

Bei "Biohazard: The Real" hat man keine Zielhilfen wie Laserpunkte, sondern es wird einfach drauf los geschossen. Dabei gibt es zwei verschiedene Routen, die in das Umbrella Research Center führen – einmal das Polizeirevier von Racoon City und zum anderen das städtische Krankenhaus. Da überall Zombies lauern, bekommen die Besucher, die in kleineren Gruppen durch dieses Szenario gelotst werden, Pistolen, die übrigens denen der japanischen Polizei nachempfunden sind, mit einer limitierten Anzahl an Patronen sowie ein Armband, das den momentanen Gesundheitsstatus anzeigt – von grün (putzmunter) bis tiefrot (so gut wie tot).



Zwar dauert ein Durchlauf nicht viel länger als fünf Minuten, aber der Scare-Faktor dürfte alleine schon dank der Erschrecker im Inneren immens hoch sein. Zusätzliche Multimedia-Effekte sollen für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen. Ob es für eine Gruppe überhaupt möglich ist, das Research Center lebend zu verlassen, scheint unsicher: Es wurde berichtet, dass es während der ersten zwei Betriebswochen bei etwa 50.000 Gästen keinen einzigen Überlebenden gab – anscheinend gehört es wohl zum Konzept, letztendlich als Zombiefutter zu enden. Dass eine derartige Attraktion, die übrigens vorerst nur bis November geöffnet ist, in Deutschland jemals ihre Tore öffnen könnte, ist natürlich völlig unrealistisch – auch nicht als Halloween-Special bei den verschiedenen Events in den Freizeitparks. Wer also mit Pistolen auf (fast) echte Untote schießen will, kommt um einen Besuch der japanischen Universal Studios folglich nicht herum ...

© parkscout/MV




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