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Bis heute kennt man 39 Arten von Blattschneiderameisen, die die Tropen und Subtropen Amerikas bevölkern. Sie zerteilen mit ihren Mundwerkzeugen Pflanzenteile in kleine Stückchen und tragen sie in ihren Bau, deshalb erhielten sie den passenden Namen Blattschneiderameisen.
Bis zu 35 Tonnen Laub kann eine durchschnittliche Kolonie mit 1 bis 2 Millionen Arbeiterinnen im Jahr in ihren Bau tragen, dies entspricht ca. der Futtermenge einer ausgewachsenen Kuh. Deshalb können Blattschneiderameisen große Schäden in Plantagen anrichten. Da sie aber durch den Ausbau ihres Nestes große Erdmengen bewegen, wird der Boden nicht nur belüftet, sondern viele Nährstoffe in den recht nährstoffarmen Dschungelboden eingetragen.
Besonders ist aber die Tatsache, dass die Ameisen Pilzkulturen anlegen. Dazu werden die geernteten Planzenteile in etwa einen Millimeter Durchmesser große Stücke zerschnitten, zerkaut und zu kleinen Kügelchen geformt und mit anderem Material zu einem Art Garten, der von vielen Tunnelröhren durchzogen ist, aufgebaut. Dieser Materialhaufen erinnert in seiner Struktur an einen Badeschwamm. Der darauf wachsende Pilz breitet sich wie Brotschimmel auf der Pflanzenmasse aus. Der Pilzgarten wird gepflegt, immer weiter ausgebaut und dient letztendlich als Nahrung.
Nach langjährigen Versuchen, vor allem hinsichtlich der richtigen Klimatisierung der Terrarien, ist es dem Zoo-Aquarium Berlin nun gelungen ein Blatt-schneiderameisenvolk Atta cephalotes mit einer anfänglich nur Hühnerei großen Pilzkultur zu einem stattlichen Volk - die Pilzkultur ist nun Speiseteller groß - heranwachsen zu lassen. Sehr schön lassen sich nun die Erntearbeiten und der Aufbau der normalerweise unterirdischen Pilzgärten in den Glasterrarien im Insektarium beobachten.
Dienstag, den 22.07.2008 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Eine ungewöhnliche Partnerschaft – die Blattschneiderameisen und ihre Pilze
Bis zu 35 Tonnen Laub kann eine durchschnittliche Kolonie mit 1 bis 2 Millionen Arbeiterinnen im Jahr in ihren Bau tragen, dies entspricht ca. der Futtermenge einer ausgewachsenen Kuh. Deshalb können Blattschneiderameisen große Schäden in Plantagen anrichten. Da sie aber durch den Ausbau ihres Nestes große Erdmengen bewegen, wird der Boden nicht nur belüftet, sondern viele Nährstoffe in den recht nährstoffarmen Dschungelboden eingetragen.
Besonders ist aber die Tatsache, dass die Ameisen Pilzkulturen anlegen. Dazu werden die geernteten Planzenteile in etwa einen Millimeter Durchmesser große Stücke zerschnitten, zerkaut und zu kleinen Kügelchen geformt und mit anderem Material zu einem Art Garten, der von vielen Tunnelröhren durchzogen ist, aufgebaut. Dieser Materialhaufen erinnert in seiner Struktur an einen Badeschwamm. Der darauf wachsende Pilz breitet sich wie Brotschimmel auf der Pflanzenmasse aus. Der Pilzgarten wird gepflegt, immer weiter ausgebaut und dient letztendlich als Nahrung.
Nach langjährigen Versuchen, vor allem hinsichtlich der richtigen Klimatisierung der Terrarien, ist es dem Zoo-Aquarium Berlin nun gelungen ein Blatt-schneiderameisenvolk Atta cephalotes mit einer anfänglich nur Hühnerei großen Pilzkultur zu einem stattlichen Volk - die Pilzkultur ist nun Speiseteller groß - heranwachsen zu lassen. Sehr schön lassen sich nun die Erntearbeiten und der Aufbau der normalerweise unterirdischen Pilzgärten in den Glasterrarien im Insektarium beobachten.
© Parkscout / Zoo Aquarium Berlin










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