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Sonntag, den 19.10.2008 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Zoo Berlin: Erstes Vikunja-Fohlen seit mehr als 10 Jahren


PressemitteilungAm Nachmittag des 14. Oktobers sammelte sich eine Menschentraube vor dem Freigehege der Vikunjas, um die erste Geburt eines Jungtieres nach mehr als einem Jahrzehnt der Zuchtpause live mitzuerleben. Genau eine Woche nach diesem ungewöhnlichen aber höchst erfreulichen Ereignis kann das feinwollige Fohlen offiziell vorgestellt werden; denn sein Entwicklungszustand ist hervorragend. Auch in der freien Wildbahn, den Hochebenen der Anden, sind Vikunjajungtiere im Stande, der Herde schon am 2. Lebenstag zu folgen.

Das jüngste zoogeborene Hengstfohlen trägt den Namen „Antonio“ und ist das Zuchtprodukt engster tiergärtnerischer Kooperation von Zoo und Tierpark. Mutter "Anni" wurde im Jahr 2000 im Tierpark geboren, Vater "Eugen" vor 4 Jahren in München. Im Sommer des letzten Jahres durfte er zunächst die Stuten im Tierpark decken, bevor er als Leihgabe drei Monate lang in den Zoo zog, um sich mit den zwei hiesigen Stuten zu paaren. Nach diesem "Seitensprung" übersiedelte er wieder in den Tierpark, wo er im Familienverband mit seinen dort geborenen diesjährigen Nachkommen und deren Müttern lebt. Um das Vikunja, das kleinste Neuweltkamel, stand es vor gut 30 Jahren sehr schlecht, als in den südamerikanischen Andenstaaten insgesamt nur noch etwa 6000 Individuen lebten. Durch strenge Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand soweit erholt, dass die Gesamtpopulation schätzungsweise wieder mehr als 300 000 Tiere umfasst. Die Vikunja-Haltung in Menschenobhut findet Niederschlag in einem internationalen Zuchtbuch, und für die europäische Zoopopulation wurde ein Erhaltungszuchtprogramm eingerichtet.


© Parkscout / Zoo Berlin




 




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