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Dienstag, den 05.07.2005 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Magazin zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Zu Besuch bei Asterix - eine persönliche Sicht der Dinge


Die Geschichte von den wagemutigen Galliern, die sich ohne Furcht gegen die unliebsamen Besatzer stemmen, gehört zu den gern gewählten Klischees, wenn es darum geht, Parc Asterix zu beschreiben, der vor den Toren von Paris und damit in unmittelbarer Nähe zum Königreich der Maus liegt.

Viel Spaß bei Menhir Express
Mit insgesamt sechs Achterbahnen stemmen sich Asterix & Co. gegen die übermächtige Konkurrenz aus dem Hause Disney. Wirklich erwähnenswert ist davon aber leider nur “Tonnere de Zeus”, ein Wooden Coaster, der in Europa sicherlich zur obersten Spitze bei den Holzachterbahnen gehört. Auf eine andere Art herausragend ist dagegen “Goudurix” - selten findet man eine vergleichbare Bahn, deren Fahreigenschaft so negativ auffällt. Der Coaster verteilt an manchen Stellen derartige Schläge, daß empfindlichere Naturen besser eine Packung Aspirin zur Hand haben sollten.

Weitaus besser sieht es dann bei den Wasserfahrten aus. Die geniale Wildwasserbahn “Menhir Express” überzeugt auf ganzer Linie. Tolle Effekte während der originellen Fahrstrecke machen die Bahn zu einem wirklichen Erlebnis für die ganze Familie. Die eigentlich strunzlangweilige Reise durch die Botanik bei “Le Grand Splatch” wurde vor einiger Zeit mit einer recht witzigen Idee stark aufgewertet: Aus den Büschen hört man ständig ein gehässiges Kichern, bevor gleich neben den Booten urplötzlich Wasserfontänen nach oben schießen und die Insassen mehr oder weniger naß spritzen.

Der Fluß der Toten

Leider kann der recht trockene Rapids Ride “Styx” da nicht mithalten: Benannt nach dem griechischen Fluß, den die Toten überqueren müssen, um in die Unterwelt zu gelangen, wurde hier jegliches Thematisierungs-Potential verschenkt. Die Rundboote schippern nur an häßlichen Betonwänden und normaler Flora vorbei - Hinweise auf die namensgebende Heimat von Hades sucht man vergebens. Erwähnenswert wäre noch der Spinning Rapid “Oxygenarium”, dessen Gestaltung zumindest im Stations- und Liftbereich durchaus gelungen ist.

Bei den Themenfahrten hätte es gerade im Vergleich zur großen Disney-Konkurrenz in der Nähe durchaus etwas mehr sein dürfen. Neben der exzellenten Geisterbahn “Transdemonium”, die durch ihren nostalgischen Stil aus der Reihe fällt, gibt es nur noch eine Bootsfahrt vorbei an Szenen aus den Comics von Asterix & Obelix. Obwohl sie durchaus zu gefallen weiß, fällt hier doch etwas negativ auf, daß die einzelnen Figuren, denen man begegnet, sich in keinster Weise bewegen. Die eine oder andere Animatronic hätte dabei sicherlich nicht geschadet.

Sich leider nicht bewegende Figuren
Spitzenklasse ist hingegen das Showprogramm des Parks. Die Stunt-Show “Main Basse sur la Jocconde” sollte auf keinen Fall verpaßt werden. Und auch die Variete-Show “Les Stars de l'Empire“ spielt auf höchstem Niveau (auch wenn die eine oder andere Comedy-Einlage den typisch französischen Humor widerspiegelt, der nicht jedermanns Sache ist).

Fehlende Internationalität

Die insgesamte Gestaltung des Parks ist rundum gelungen. Ob nun eine mittelalterliche Stadt, französische Kulissen des 19. Jahrhunderts oder Überreste vergangener Kulturen: Zu sehen und zu bestaunen gibt es hier eigentlich immer etwas. Allerdings findet man in Parc Asterix ein bißchen wenig Asterix: Neben einem gallischen Dorf, der bereits erwähnten Themenfahrt, dem Eingangsbereich und einem Kinderkarussell gibt es nicht allzu viele Hinweise auf die beliebten Gallier. Dies ist umso bedauerlicher, da die Comics fast jede Möglichkeit für einen passenden Themenbereich geboten hätten.

Der große Schwachpunkt des Parks ist allerdings seine fehlende Internationalität. Während die beliebten Hefte von Uderzo & Goscinny in aller Herren Länder gekauft und geliebt werden, möchten die Gallier in Parc Asterix anscheinend eher unter sich bleiben. Die offensichtliche Weigerung des Parks und seiner Mitarbeiter, eine andere Sprache als Französisch zu akzeptieren, kann einem Besucher, welcher der Landessprache nicht mächtig ist, schon etwas ärgern – zumindest Englisch sollte heutzutage bei einem “Big Player” (und das ist Parc Asterix zweifellos) ansatzweise verstanden werden.



© parkscout/MV, Bilder: Parkscout




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