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Die Haltung und Zucht der urtümlichen Anoas, den mit einer Standhöhe von nur etwa 80 cm kleinsten Wildrindern der Welt, hat im Berliner Zoo eine mehr als ein Jahrhundert währende Tradition. Die in ihrer Heimat Sulawesi von der Ausrottung bedrohten Wiederkäuer sind an-sonsten in Zoologischen Gärten eine Seltenheit. Zuletzt hielt man in Berlin ein Pärchen der wollig behaarten Berg-Anoas, deren Lebenserwartung sich jedoch dem Ende neigte, als am 5. Mai dieses Jahres zwei Flachland-Anoas neu eintrafen: der 7jährige Bulle "Tyr" aus dem Zoo Chemnitz und die 5jährige Kuh "Cora", eine gebürtige Pragerin.
Im Berliner Zoo sollten beide aneinandergewöhnt werden, um im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht Programms später für Nachwuchs zu sorgen. Anoas leben tendenziell eher einzelgängerisch und so war es in diesem Fall zunächst das Weibchen, was mit seinen spit-zen Hörnern das Männchen attackierte und auf Distanz hielt. Erst nachdem ihre Stirnwaffen etwas entschärft wurden, konnten beide Partner vor einer guten Woche friedlicher vergesell-schaftet werden. Jetzt sind sie gemeinsam auf ihrer Freianlage am Rinderrevier zu beobach-ten. Die rückgängigen Bestände, der im Gegensatz zu den Bergpopulationen glatt und kurz be-haarten Verwandten des Flachlandes schätzt man nur noch auf ca. 2500 fortpflanzungsfähi-ge Individuen. Europaweit werden in zoologischen Einrichtungen kaum 50 Tiere gehalten. Anoas gelten als leicht reizbar und sind für Feinde sowie auch für den Menschen potentiell gefährlich. Wird eine kritische Distanz unterschritten, so flüchten sie nicht, sondern greifen eher an, wobei sie ihre Hörner wie Dolche einsetzen. Aus diesem Grund halten auch die Tierpfleger trotz der geringen Größe ihrer Pfleglinge stets gebührenden Abstand.
Samstag, den 06.06.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.
Zwei der kleinsten Wildrinder der Erde – Neuankömmlinge im Zoo Berlin
Im Berliner Zoo sollten beide aneinandergewöhnt werden, um im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht Programms später für Nachwuchs zu sorgen. Anoas leben tendenziell eher einzelgängerisch und so war es in diesem Fall zunächst das Weibchen, was mit seinen spit-zen Hörnern das Männchen attackierte und auf Distanz hielt. Erst nachdem ihre Stirnwaffen etwas entschärft wurden, konnten beide Partner vor einer guten Woche friedlicher vergesell-schaftet werden. Jetzt sind sie gemeinsam auf ihrer Freianlage am Rinderrevier zu beobach-ten. Die rückgängigen Bestände, der im Gegensatz zu den Bergpopulationen glatt und kurz be-haarten Verwandten des Flachlandes schätzt man nur noch auf ca. 2500 fortpflanzungsfähi-ge Individuen. Europaweit werden in zoologischen Einrichtungen kaum 50 Tiere gehalten. Anoas gelten als leicht reizbar und sind für Feinde sowie auch für den Menschen potentiell gefährlich. Wird eine kritische Distanz unterschritten, so flüchten sie nicht, sondern greifen eher an, wobei sie ihre Hörner wie Dolche einsetzen. Aus diesem Grund halten auch die Tierpfleger trotz der geringen Größe ihrer Pfleglinge stets gebührenden Abstand.
© Parkscout / Zoo Berlin










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