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Dienstag, den 04.05.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Adelige Lokomotive für Yukon Bay


PressemitteilungDie "Duchess" ist eine kleine Lokomotive mit abenteuerlicher Vergangenheit. Wer 1899 von Carcross im Yukon Territory nach Atlin in British Columbia gelangen wollte, reiste mit der Duchess. Die eigentliche Strecke zwischen zwei Seen war zwar nur zwei Meilen lang, aber so steil, dass der Duchess oft der Dampf ausging. Die Passagiere mussten aussteigen und die kleine Lokomotive anschieben! In den 1950er Jahren wurde die Duchess nach Carcross gebracht und ist dort heute eine beliebte Touristenattraktion.

Ein originalgetreuer Nachbau dieser Duchess wurde heute in Yukon Bay zusammengesetzt. "Wir haben die echte Duchess in Carcross gesehen und prompt die Lösung für einen stabilen Zaun mitten in der Wildnis von Yukon Bay gefunden", erklärt Zoodirektor Klaus-Michael Machens. Jetzt kommt der kleinen Lokomotive und ihren Waggons eine wichtige Funktion zu: Sie sind die gut getarnte Absperrung zwischen dem Reich der Karibus und der Bisons.

Werdegang einer adeligen Dampflok

Ausgerüstet mit historischen Fotos und Maßangaben der Lok, machte sich der Hildesheimer Metalldesigner Peter Schmitz (Peter Schmitz - Metall & Gestaltung) mit seinem Team daran, ein Double der Duchess anzufertigen. Nach viermonatiger Bauzeit, knapp 1.000 Arbeitsstunden, stand die sechs Meter lange und sechs Tonnen schwere Lok mit zwei Anhängern zur Abfahrt nach "Kanada" in Hannover bereit. Die Arbeiten begannen da, wo der Name der Lokomotive herkommt: am Dampfkessel. Stück für Stück wurden die Einzelteile zusammengeschweißt. Zuerst erhielt der große Kessel zwei dicke Metallrohre. Im sogenannten "Sanddom" wurde bei der Duchess der Bremssand gelagert und bei Bedarf auf die Schienen gestreut. Der zweite Höcker auf dem Rücken der Lokomotive ist der "Dampfdom". Aus ihm wurde der Wasserdampf abgelassen, wenn zu viel Druck auf dem herzoglichen Kessel war.

Aus neu wird alt

Kaum gebaut, musste das hölzerne Führerhäuschen schon einen kleinen Brand über sich ergehen lassen, um das rußige Aussehen der alten Original-Lok zu bekommen. Mit einem selbst angefertigten "Mackenhammer" wurde der Steinschlag imitiert, der einer alten Dampflokomotive ihre rustikale Patina verleiht und von einer langen, abenteuerlichen Karriere zeugt. Bei einem Unfall wurde die rechte Seite der echten "Herzogin" ein wenig verbeult, das konnten auch ihre Stoßstangen, die sogenannten Prellböcke nicht verhindern. Genauso verbeult präsentiert sich auch der Nachbau der Duchess. Nach ihrem finalen Anstrich leuchtet die blaublütige Dampflok nun tiefschwarz und feuerrot. Die originalgetreue Laterne vor dem Schornstein soll dafür sorgen, dass die Lok selbst im Dunkeln gut sichtbar ist. Mit einem Tieflader ging es von Hildesheim nach Yukon Bay. Hier wurden schließlich Fahrgestell, Führerstand und Kessel zusammengesetzt. Der insgesamt 14 Meter lange Zug lenkt als außergewöhnlicher Blickfang von seiner eigentlich Funktion als notwendiger Zaun ab. Die Waggons lassen sich auseinanderschieben und geben für Tierpfleger und Handwerker den Weg frei ins Reich der Bisons und Karibus.

Yukon Bay

Die 22.000 m² große Themenwelt Yukon Bay wird die neue Heimat für Eisbären, Karibus, Seebären, Timberwölfe, Bisons, Präriehunde und Eisbären. Sie bietet außergewöhnliche Tierbegegnungen, Wildnis und Goldgräber-Romantik. Eine europaweit einzigartige Unterwasserstation im Rumpf eines leck geschlagenen Schiffes gibt den Blick frei auf Robben, Pinguine und Eisbären unter Wasser.

Das Original

Die "Duchess"

• wurde 1878 vom Dampflokomotiven-Hersteller "Baldwin Lokomotive" gebaut.
• wiegt stattliche 22,5 Tonnen.
• kam nach verschiedenen Einsätzen in Alaska und British Columbia schließlich 1899 in den Besitz des Yukon Territory.
• fuhr für die "White Pass & Yukon Railway" zwischen dem Lake Tagish und Lake Atlin, aus dem auch der Yukon River entspringt.
• war gezwungen jeweils eine Strecke im Rückwärtsgang fahren, weil es vor Ort keine Wendemöglichkeiten gab.
• musste an steilen Streckenabschnitten schon mal von ihren eigenen Passagieren angeschoben werden, weil ihr die Puste ausging.
• ist seit 1920 im wohlverdienten Ruhestand.

Gezeichnet von einem bewegten Lokomotiven-Leben steht die Original "Herzogin" heute vor der Touristeninformation im kanadischen Carcross.


© Parkscout / Erlebnis Zoo Hannover




 




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