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Freitag, den 13.11.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Erster Bergzebra-Nachwuchs in Hannover!


PressemitteilungDas große Streifen-Memory

Klein, zierlich und super schnell: Frauke, das erste Bergzebra-Fohlen im Erlebnis-Zoo Hannover, lässt beim Spurt alle Antilopen stehen. Selbst Mutter Belinda hat so ihre Schwierigkeiten, dem Streifensprinter-Nachwuchs zu folgen, der einfach nicht still stehen will. Kein Wunder: Das gestreifte Fohlen mit den zierlichen langen Beinen hat die ersten Lebenstage mit seiner Mutter hinter den Kulissen im Stall verbracht – um sich das Streifenmuster der Mutter ganz fest einzuprägen, damit es sie unter allen anderen Zebras immer wieder erkennt. Streifenmemory eben.


Jetzt erkundet das am 20. Oktober geborene Fohlen nach Herzenslust sein Reich am Ufer des Sambesi, springt, rennt und ist kaum zu bändigen. Fraukes Rückenfell sieht sogar aus, als sei es beim ständigen Abbremsen in Falten gerutscht. In leichten Wellen kräuseln sich die Streifen hinter der Mähne. Vielleicht muss das Fohlen aber einfach nur noch ein wenig in seine Haut wachsen. Vier Jahre lang hat der Erlebnis-Zoo Hannover auf Nachwuchs bei den Bergzebras gewartet. Im August 2005 waren die seltenen, kleinen Zebras nach Hannover gezogen, um sich hier ihr Reich mit den ebenso seltenen Rothschild-Giraffen zu teilen. Lima, Belinda und Hengst Calif waren so beschäftigt, das Kommando am Sambesi zu übernehmen, dass für amouröse Abenteuer keine Zeit blieb. Bis vor genau 375 Tagen. Für weitere Flirtversuche bleibt nun zumindest Belinda wieder keine Zeit: Sie ist voll und ganz damit beschäftigt, ihr Fohlen gegen alle zu verteidigen (auch wenn die an dem kleinen Wildfang gar nicht interessiert sind). Die junge Mutter zeigt buchstäblich die Zähne, wenn ein Blessbock, Springbock, eine Giraffe oder sogar ein gestreiftes Familienmitglied auch nur in Richtung ihrer Tochter trabt. Und während Belinda kämpft, sprintet Frauke längst zu neuen Abenteuern am Sambesi.

Erhaltungszuchtprogramm

In den Zoos europaweit gibt es nur noch 85 Bergzebras. Die Zahlen in freier Wildbahn sind ebenfalls verschwindend gering. Mit der Zucht der braungestreiften Zebras hofft der Zoo, zum Erhalt der Tierart beitragen zu können.

Steckbrief Bergzebra

Herkunft: Südwestafrika (Namibia, Südangola)
Nahrung: Gräser und Kräuter
Größe: bis zur Schulter 125 cm hoch
Gewicht: ca. 270 kg
Tragzeit: 345 – 375 Tage

Überlebenskünstler mit großem Herz

Die kleinen Zebras leben vorzugsweise im Bergland und haben sich dem Lebensraum hervorragend angepasst. Mit ihren steilen Hufen können sie flink und sicher über spitze Klippen klettern. Die Hufe sind auch besonders hart, so nutzen sie sich im Geröll und auf dem Fels nicht übermäßig ab. Das Herz der Hartmann-Bergzebras ist im Durchschnitt rund ein Kilogramm schwerer als das der größeren Steppenzebras. So sind die Mini-Zebras für das anstrengende Klettern bestens gerüstet. Je größer das Herz, desto ausdauernder sind die Tiere. Die sportlichen Huftiere kommen sogar tagelang ohne Wasser aus. Praktisch: Im Bergland sind Wasserstellen nur selten zu finden. Leider gibt es von den gestreiften Überlebenskünstlern nur noch 8.000 Exemplare in ihrem natürlichen Lebensraum.

Der feine Unterschied

Es gibt insgesamt drei verschiedene Zebra-Arten: Das Steppenzebra, das Grevy-Zebra und das Bergzebra. Das Bergzebra ist das kleinste der drei. Sein Fell ist gelblich weiß und die schwarz-braunen Streifen sind viel schmaler und zahlreicher als die der anderen Zebras. Das Steppenzebra erinnert an ein Pony, das Hartmann-Bergzebras ist eher eselartig. Ein ganz sicheres Erkennungszeichen der Bergzebras ist die kleine Wamme am Hals, ein nach unten hängender Hautlappen. Wozu der dient, weiß man allerdings bis heute nicht...

Familienleben

Die Bergzebras leben entweder in Familienverbänden oder in Junggesellengruppen. Familien setzen sich aus einem Männchen und mehreren Weibchen zusammen, in den Junggesellengruppen sind die "überschüssigen" Männchen versammelt. Zu kuschelig mögen es die Bergzebras aber nicht: Die einzelnen Tiere einer Herde halten untereinander großen Abstand. Ein Tier der Gruppe nimmt meist einen Wachposten ein und warnt seine Artgenossen vor herannahender Gefahr.


© Parkscout / Zoo Hannover




 




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