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Donnerstag, den 13.06.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Gärten, Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Fleischfressende Pflanzen - Sonderausstellung in der Wilhelma


PressemitteilungFleischfressende Pflanzen üben nicht nur auf Hobbygärtner eine gewisse Magie aus. Ihre erstaunlichen Anpassungen an für Pflanzen zum Teil sehr unwirtliche Lebensräume, machen sie so faszinierend. Auch der Gruselfaktor kommt natürlich nicht zu kurz. Die ausgeklügelten Fallen, mit denen Insektivoren – wie Fleischfressende Pflanzen wissenschaftlich genannt werden – auf Insektenjagd gehen, lassen so manchem Betrachter einen Schauer über den Rücken laufen. Die Sonderausstellung "Insektivoren – wenn Pflanzen jagen" widmet sich vom 12. Juni bis zum 15. September 2013 im Wechselschauhaus, welches vom Wintergarten aus erreicht werden kann, dieser Pflanzengruppe.

Fleischfressende Pflanzen gibt es fast überall auf der Welt. Ob in den Hochmooren des Schwarzwaldes oder auf den Tafelbergen Mittelamerikas; in der australischen Wüste oder dem asiatischen Regenwald. Die Landschaften, die von den Wilhelma-Gärtnern nachgebaut wurden, sind wie Suchbilder. Manche Fleischfressende Pflanzen stechen sofort ins Auge, sei es wegen ihrer Blüten, den farbenprächtigen Fallen oder ihrer Größe. Viele dieser Pflanzen sind aber recht klein. So sieht man den einheimischen Rundblättrigen Sonnentau zwischen Torfmoosen versteckt nur bei genauem Hinschauen. Mit seinen klebrigen Blättern fängt er Insekten und verdaut sie über seine Blattoberflächen.

In den Biotopen, in denen sich Insektivoren wohl fühlen, haben andere Pflanzen wenig Chancen zum Überleben. Licht und Wasser gibt es zwar meistens im Überfluss, doch die nötigen Nährstoffe fehlen. Diese holen sich die Insektivoren, indem sie Insekten und anderen Kleinlebewesen Fallen stellen. Neben den Klebefallen des Sonnentaus, werden diese Fallentypen allesamt in der Wilhelma-Sonderausstellung vorgestellt: Seien es die Fallgruben der Kannenpflanzen, die gefüllt mit Verdauungssäften, tausenden von Ameisen auf einmal zum Verhängnis werden können. Oder die wie Mundwerkzeuge aussehenden Klappfallen der Venusfliegenfalle, die sich bei Berührung durch ein Insekt schließt, dieses verdaut und nach der Mahlzeit die unverdaulichen Reste regelrecht wieder "ausspuckt". Aber auch die schnellste Pflanze der Welt zeigt die Sonderausstellung: den Wasserschlauch. Diese artenreichste Gattung Fleischfressender Pflanzen kann in ihren Fangblasen, die sich an ihren Wurzeln befinden, einen Unterdruck erzeugen und so blitzschnell – in weniger als zwei Millisekunden – ihre Beute ansaugen.

Normalerweise zeigt die Wilhelma einen Teil ihrer Insektivorensammlung im Sommer auf der Subtropenterasse in vier Schaukästen. In diesem Jahr werden im Laufe der Sonderausstellung über 100 verschiedene Arten in Nachbildungen ihrer natürlichen Lebensräume im Wechselschauhaus präsentiert. Die Sammlung Fleischfressender Pflanzen der Wilhelma umfasst insgesamt 300 Arten und Sorten. Mit der Sonderausstellung "Insektivoren – wenn Pflanzen jagen" knüpft der Fachbereich Botanik an eine lange Tradition der Wilhelma an. Sie geht auf den ersten Wilhelma-Direktor Albert Schöchle, der 1949 einen großen Erfolg mit der "Aquarienschau" feierte. Heute sind es vor allem botanische Themen, mit denen die Sonderausstellungen die Wilhelma-Besucher erfreuen.

© Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart




 




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