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Freitag, den 26.07.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Füttern ausdrücklich verboten!


PressemitteilungDer Zoo Heidelberg bietet eindrucksvolle Erlebnisse mit Tieren und – wo immer möglich – den Besuchern einen direkten Kontakt zum Tier. Leider gefährden einige wenige Besucher mit ihrem falschen Verhalten diese Erlebnisse und Kontakte. Hinweistafeln mit der Aufforderung "Bitte nicht füttern" und "Nicht über die Absperrung klettern" sind keine Gängelei gegenüber tierliebenden Zoobesuchern. Ganz im Gegenteil, es gibt handfeste Gründe. Absperrungen schützen Tier und Mensch. Tiere, die von Zoogästen gefüttert werden, können ernsthaft erkranken. Was vielleicht gut gemeint ist, kann für einzelne Zootiere sogar tödlich enden. Erlaubt ist das Füttern nur dort, wo spezielle Futterautomaten aufgestellt sind.

"Och, nur ein kleines Stück Schokolade", "der Orang-Utan mag Kaugummi, der streckt doch die Hand danach aus", "so ein Apfel kann wohl nicht schaden", so oder so ähnlich lauten die Antworten von "ertappten" Zoobesuchern, spricht man sie unmittelbar auf ihr Verhalten an. Leider aber kann jeder zugesteckte oder ins Gehege geworfene Gegenstand, sei es etwas Essbares oder ein vermeintliches Spielzeug, den Tieren schaden. Man stelle sich nur einmal vor, auf welche Menge es sich summiert, wenn nur 10 Prozent der Besucher an einem gutbesuchten Sonntag – das sind etwa 350 Gäste – ihr Stückchen Zucker an Ziegen oder Esel verfüttern. Darüber hinaus führen auch Lebensmittel, die allgemein als "gutes Futter" angesehen werden, zu Schäden; Brot zum Beispiel kann bei Wiederkäuern böse Koliken hervorrufen. Selbst Obst wie eine Banane hat im Gehege der Gorillas nichts zu suchen, da es viel zu energiehaltig ist. Im schlimmsten Fall endet die Ignoranz des Fütterungsverbots mit dem Tod eines Tieres. "Wir sind sehr froh darüber, dass sich die meisten Besucher daran halten oder auch unser Anliegen unterstützen, indem sie unvernünftige Besucher bitten, sich an die Vorschriften zu halten", erklärt Zootierärztin Dr. Julia Stockklausner. "Das Wohlbefinden der Tiere ist uns sehr wichtig, deshalb erhalten alle unsere Tiere sorgfältig zusammengesetztes und auf ihre speziellen Bedürfnisse angepasstes Futter durch die Pfleger. Die Menge des Futters ist genau berechnet. Das Füttern durch Besucher ist also klar im Interesse der Tiere verboten, im ganzen Zoo weisen Schilder darauf hin". Dennoch beobachten Zoomitarbeiter immer wieder, wie sich Besucher über die Hinweisschilder hinwegsetzen, Absperrungen überklettern oder Gegenstände in die Gehege werfen.

© Zoo Heidelberg Teaserfoto: Susanne Fischer




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