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Dienstag, den 30.10.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Halloween in der Wilhelma: Ein gefundenes Fressen für die Totenkopfaffen


PressemitteilungIm Gehege der Totenkopfäffchen rollen derzeit die Köpfe. Aber keine Sorge, es handelt sich nur um Kürbis- oder Melonenköpfe voller Leckereien. Schließlich ist Halloween! Und für diesen zum beliebten Grusel-Event für Kinder mutierten Brauch vor Allerheiligen bringt man ja gerade als Totenkopfaffe von Haus aus das richtige Outfit und den passenden Namen mit. Diesen erhielten die Krallenaffen wohl, weil ihre sehr dunklen, großen Augen im bleichen Gesicht und der schwarz umrandete Mund ihre Namensgeber einst an die leeren Mund- und Augenhöhlen eines Totenschädels erinnerten.

Trotz ihres Namens haben die Totenkopfäffchen mit Geistern, Monstern und schaurigen Kürbisköpfen normalerweise wenig am Hut. Interessant finden sie die in fiese Fratzen verwandelten, ausgehöhlten Fruchtkörper nur, wenn sie mit etwas Leckerem gefüllt sind. Dann fragen die stets zu Streichen aufgelegten Kobolde des Regenwalds auch nicht lange "Süßes oder Saures", sondern greifen schnell und beherzt zu. Mit ihren langen geschickten Fingern fahren sie in die Mund-, Augen- und Nasenöffnungen des Melonenkopfs und angeln sich die Köstlichkeiten heraus. Was Totenkopfaffen eben so köstlich finden – nämlich insbesondere Mehlwürmer und Heuschrecken.

Die Verpackung von Nahrung in Kürbissen oder Melonen ist aber nur die auf Halloween zugeschnittene Variante eines sonst ganz alltäglichen Brauchs in der Wilhelma – der sogenannten Beschäftigungsfütterung. Sie dient dazu, den Tieren Herausforderungen und Anreize in einer Umgebung zu bieten, die im Vergleich zur Wildnis doch eher bequem, ungefährlich und damit auch potenziell langweilig ist. Und da in der Natur die Nahrungssuche die meiste Zeit eines normalen Tiertages beansprucht, spielt sie auch im tierischen Beschäftigungsprogramm eines Zoos – im Fachjargon "behavioral enrichment" genannt – eine Hauptrolle. Dabei gilt es, die Futterbeschaffung möglichst aufregend oder anstrengend zu gestalten. Ob die schmackhaften Häppchen also in Holzklötze, Stocherbüchsen und Kartons verpackt, in Astgabeln gehängt oder unter Steinen versteckt werden: Hauptsache sie werden nicht auf dem Silbertablett serviert. Vielmehr sollen die Tiere sich die Snacks unter Einsatz von Zähnen, Schnäbeln, Krallen oder selbst gebasteltem Werkzeug sowie mit Köpfchen und Geschick selbst "erarbeiten". Damit der Broterwerb für die Tiere spannend bleibt, sollten die Angebote und Serviermethoden zudem häufiger wechseln. Das beschäftigt wiederum die Tierpfleger, die sich ständig neue Futterverstecke samt Erschwerniszulagen ausdenken müssen. Oder sich einfach mal von Ereignissen wie Halloween inspirieren lassen ...

© Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart




 




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