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Mittwoch, den 10.03.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Heidelberger Zoo: Nachwuchs bei den goldgelben Löwenäffchen


PressemitteilungDer Heidelberger Zoo freut sich sehr über seinen jüngsten Nachwuchs. Am 2. März wurden zwei goldgelbe Löwenäffchen geboren. Die Kleinen sind so winzig, dass man zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, was sich da auf dem Rücken von Mama oder Papa festkrallt. Eltern der Zwillinge sind "Alfredo" und "Ilona". Ilona kam im letzten Jahr aus dem Allwetterzoo Münster nach Heidelberg, um mit Alfredo goldene Kinder zu bekommen. Das hat nun zur großen Freude des Zoo-Teams geklappt, denn das Überleben des Löwenäffchens in freier Wildbahn ist leider hochgradig gefährdet. Schuld an dieser Situation ist in erster Linie der vom Menschen verursachte Lebensraumverlust: Einhergegangen mit der unaufhaltsam voranschreitenden Erschließung Südostbrasiliens ist die großflächige Rodung der örtlichen Regenwälder. Schonungslos wurde dadurch das Löwenäffchen seiner Heimat beraubt, so dass heute alle seine vier Unterarten in ihrem Vorkommen auf wenige isolierte Regenwaldreste beschränkt sind. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur für Nachwuchs sorgen, sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten Küstenregenwälder hinweisen und sie für den Schutz dieser Wälder sensibilisieren.

Gleich nach der Geburt klettern die Neugeborenen auf den Rücken der Mutter. Alle zwei Stunden führt die Reise zurück an den Bauch um zu säugen. Interessanterweise werden die Jungtiere nach wenigen Tagen hauptsächlich vom Vater herumgetragen. Nur zum Stillen kehren sie kurzfristig zur Mutter zurück. Und wenn bereits ältere Kinder in der Familie sind, helfen diese ebenfalls aktiv bei der Betreuung der Jungtiere mit. Die Löwenäffchen lernen so frühzeitig ihre Nahrungsmittel mit den anderen in der Familie zu teilen und kennen untereinander keinen Futterneid. Schon ab der dritten Lebenswoche unternehmen die jungen Löwenäffchen kleinere Ausflüge vom Vater weg und üben sich im Klettern. Etwa im Alter von drei Monaten sind sie dann völlig selbständig. Die goldgelben Löwenäffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die größten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen. Ihr seidiges Fell ist vorwiegend goldgelb gefärbt, die Vorderpfoten und der Schwanz können braun oder schwarz sein. Das dunkle, unbehaarte Gesicht ist von einer Mähne umgeben.

Interessant zu wissen: Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch "Ilona", "Alfredo" und ihre Kinder. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilien in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begründet.


© Parkscout / Zoo Heidelberg




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