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Donnerstag, den 07.03.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Höhlenbären ziehen in den Zoo Osnabrück ein


PressemitteilungIn den Zoo Osnabrück sind vergangene Woche drei Höhlenbären eingezogen. Natürlich keine lebendigen, denn diese Bärenart ist vor langer Zeit ausgestorben. Die Überreste können Zoobesucher demnächst in der Klima-Ausstellung "Klimatopia" begutachten.

Die Eröffnung von "Klimatopia", gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Stadtwerken Osnabrück und der Bingo Umweltstiftung, im Zoo Osnabrück rückt immer näher: Nach der offiziellen Einweihung am 11.04.2013 können Besucher am 14.04.2013 am "Klimatopia-Tag" die Ausstellung erkunden und Klimaschutz im ganzen Zoo erleben. Zurzeit werden die ersten Ausstellungsstationen eingebaut – unter anderem die nachgebildete Knochen von drei Höhlenbären. "Höhlenbären lebten vor circa 50.000 Jahren während einer Warmzeit. Sie wurden Opfer des natürlichen Klimawandels. Als die Winter immer länger wurden, reichten ihre angefressenen Fettreserven während des Winterschlafs nicht mehr aus und sie starben", erläutert Biologe und Ausstellungsmacher Norbert Niedernostheide.

Ausstellung zum Klimaschutz nimmt Gestalt an

Die in der "Klimatopia"-Ausstellung gezeigte Fundsituation ist eine originalgetreue Nachbildung einer Ausgrabungsstelle in der Conturineshöhle in den Dolomiten. Der Mineralien- und Fossiliensucher Willy Costamoling betrat am 23. September 1987 als erster Mensch die auf 2.800 Metern gelegene Höhle. Hier entdeckte er eine Vielzahl an Knochen und Schädeln – teilweise oder ganz mit Sand bedeckt. "Die Untersuchungen ergaben, dass hier ein sehr kleiner Höhlenbär lebte. Manche Merkmale des Gebisses und der Extremitäten waren jedoch wesentlich höher entwickelt. Es handelte sich um eine eigene Art, die die Forscher ‚Ladinischer Bär’ nannten", so Niedernostheide. Dieser Bär konnte 50.000 bis 35.000 Jahre vor unserer Zeit in den Dolomiten leben, weil eine Warmzeit herrschte. Damals bedeckten keine Gletscher die Alpen und die Baumgrenze lag circa 600 Meter höher als heute. "Wir wollen damit zeigen, dass es einen natürlichen Klimawandel schon immer gab, der auch Auswirkungen auf so manche Tierart hatte. Der von uns Menschen durch CO2 und andere Treibhausgase ausgelöste Klimawandel schreitet jedoch so schnell voran, dass sich viele Arten nicht an die neuen Gegebenheiten anpassen können und etliche wahrscheinlich aussterben – wie der Höhlenbär", erläutert Meteorologin und Ausstellungsmacherin Monika Weyer.

Höchste Zeit also zu handeln – wie, erfahren Zoobesucher demnächst in "Klimatopia", direkt neben dem Gehege der quicklebendigen Eis-Braunbär-Mischlingen und Klimabotschafter Tips und Taps.

© Zoo Osnabrück



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