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Montag, den 02.07.2007 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Kuschelrock macht Haie heiß


PressemitteilungIn den Becken der zehn Sea Life Großaquarien tummeln sich zahlreiche Haie. Doch bisher gibt es wenig Nachwuchs zu verzeichnen. Um die Tiere zur Paarung anzuregen, greifen Sea Life Biologen zu einer musikalischen Behandlung.

In den zehn deutschen Sea Life Aquarien wird nun zwei Mal täglich Musik ertönen. Von Popmusik, über Klassik bis zu Reggae wird in den Standorten fast alles gespielt. Der Grund dafür ist einfach: Haie sollen durch Musik zur Paarung angeregt werden. Alexander von den Driesch, Senior Aquarist im Sea Life Königswinter, erklärt die Aktion: "Bisher ist es unter Wissenschaftlern noch ungeklärt, ob Haie auf Musik reagieren. Wir wollen nun täglich zwei Stunden Musik spielen und sehen, ob sich das Verhalten ändert. Vielleicht gibt es auf diese Weise Hainachwuchs in den Sea Life Aquarien." Bei den heimischen Haiarten, wie dem Kleingefleckten Katzenhai, der in der Nord- und Ostsee zu Hause ist, konnten die Großaquarien in der Vergangenheit bereits regelmäßig Zuchterfolge verzeichnen. Die tropischen Bewohner, wie Zebrahaie oder Schwarzspitzenriffhaie tun sich aber bisher noch schwer in Sachen Flirten.

Forscher vom Rowland Institute in Cambridge haben vor vier Jahren bereits herausgefunden, dass Koi Karpfen Geräusche ähnlich wahrnehmen können wie der Mensch. Allerdings haben sie mit den Karpfen eine Fischart gewählt, die zu den Gehör-Spezialisten im Tierreich zählen. Kommen Haie also womöglich beim Klassiker "You can leave your hat on" von Joe Cocker so richtig auf Touren? Oder stehen sie eher auf karibische Klänge von Bob Marley?

Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr wird Musik im Tunnel zu hören sein. Die Besucher bekommen am Eingang einen Beobachtungszettel, den sie ausgefüllt abgeben können. Besonderes Augenmerk wird bei der Untersuchung auf das Balzverhalten der Tiere gelegt, das Alexander von den Driesch so beschreibt: "Das Balzverhalten von Haien sieht sehr gefährlich aus. Das Männchen verfolgt das Weibchen, beißt es sogar in die Flossen. Spannend wäre eine Veränderung des Verhaltens durch Musik."

Das Gehör der Haie zählt zwar nicht zu den Besten im Tierreich, dennoch leben die Raubfische in einem Medium, das Geräusche leitet. Haie können so zum Beispiel tiefere Frequenzen hören als der Mensch. Bereits Schallwellen ab 10 Hertz bis 800 Hertz reichen ihnen unter Wasser vollkommen aus. Einen Ton ab 10 Hertz kann ein Mensch nicht wahrnehmen, er entspricht einem tiefen Brummen. Das Gehör der Haie ist auch für den Gleichgewichts- und Orientierungssinn wichtig.

Die Untersuchung läuft vom 2. Juli bis zum 30. Juli in allen zehn deutschen Sea Life Aquarien. In jedem Aquarium sind verschiedene Haiarten vertreten.


© Parkscout / Sealife Center




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