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Donnerstag, den 12.04.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Nachwuchs bei den Orang-Utans im Zoo Zürich


PressemitteilungZÜRICH - Am Karfreitag brachte das 10jährige Sumatra Orang-Utan-Weibchen Cahaya ihr erstes Junge zur Welt, ein Männchen, das den Namen Malou erhielt. Vater ist der 17jährige Djarius. Der erste Lebenstag von Malou war von familiären Komplikationen geprägt.

Es war für die Tierpfleger am Karfreitag-Morgen eine freudige Überraschung: Sie konnten bei den Sumatra Orang-Utan ein neues Familienmitglied begrüssen. Nur lag das Neugeborene in den ‚falschen‘ Händen: Wir hatten eine Geburt bei Cahaya erwartet, aber Timor, ihre Mutter, hielt das Junge im Arm. Timor, eine erfahrene Mutter, hatte im vergangenen Oktober eine Totgeburt. Ob sie das Junge ihrer Tochter weggenommen hat oder diese sich anfänglich nicht um ihren Sohn kümmerte, wissen wir nicht. Wir wollten jedoch verhindern, dass Cahaya nicht die Chance bekam, sich selber um ihr Junges zu kümmern. Der Tierarzt legte deshalb beide Mütter in Narkose und Malou wurde seiner leiblichen Mutter auf die Brust gelegt. Nach dem Aufwachen wollte Cahaya anfänglich nichts von ihrem Sohn wissen. Doch sein Rufen blieb nicht ohne Wirkung: Im Laufe des Nachmittags holte Cahaya ihren Sohn zu sich. Abgetrennt von den anderen Orang-Utans konnte Cahaya in aller Ruhe ihre ersten praktischen Erfahrungen in der Jungenbetreuung machen. Wenn auch sein ruhiges Verhalten es uns vermuten liess, ganz sicher, dass das Junge auch wirklich trank, waren wir erst am Sonntag. Am Mittwoch war es dann unübersehbar, dass Cahaya wieder den Kontakt zu ihren Artgenossen suchte. Sie ist noch nicht zurück in der Gruppe, hat nun aber direkten Kontakt mit verschiedenen Gruppenmitgliedern. Mit ihrer Mutter Timor werden wir sie noch nicht wieder zusammen lassen, da warten wir noch etwas, bis sich die Mutter-Kind-Beziehung gefestigt hat.

Sumatra Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht, ihr Bestand auf Sumatra wird auf unter 7000 Individuen geschätzt. Die stärkste Bedrohung geht vom Verlust des Lebensraumes aus: Gerade heute werden grossflächig Regenwaldgebiete abgeholzt, um dort Ölpalm-Plantagen anzulegen. Zur steigenden Nachfrage nach Palmöl tragen auch wir bei! Dies zeigt eine Ausstellung in unserem Menschenaffenhaus. (Infos über aktuelle Rodungen z.B. unter www.regenwald.org ‚Für Cargills Palmöl brennt der Regenwald‘, www.paneco.ch ‚Tripa brennt weiter: Orang-Utan-Wald steht in Flammen‘).

Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese Art waren Ende 2010 155 (60 Männchen und 95 Weibchen) Individuen aufgeführt, verteilt auf 32 Institutionen.


© Parkscout / Zoo Zürich




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