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Mittwoch, den 03.06.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Naseweiser Nasenbären-Nachwuchs im Zoo Hannover


PressemitteilungWinzige Näschen näseln aufgeregt an Grashalmen, Steinen, Farnen. Der Blick aus den schwarzen Knopfaugen geht immer wieder suchend zur sicheren Kuschelecke. Dort wippt die Nasenbären-Mutter Nadja aufmunternd mit der langen Nasen: Keine Sorge, das ist nur die richtige Welt. Und die beiden mit der langen Nase da hinten, das sind nur die Tanten Marie und Laura. In Kürze kommt auch noch Vater Black Jack zur quirligen Familie zurück, wenn Mutter und Kinder sich aneinander und an das Nasenbärenreich gewöhnt haben.

Die beiden naseweisen Nasenbärchen Rosalie und Jasper näseln jetzt neugierig durch ihr Gehege. Sechs Wochen lang hat der Nachwuchs der hannoverschen Nasenbär-Familie – geboren am 20. April – in der Wurfhöhle hinter den Kulissen gekuschelt. Jetzt sind aus den Winzlingen Mini-Nasenbären geworden, die nur noch Unsinn im Kopf haben. Wenn man Tieren ihren Namen an der Nasenspitze ansehen kann, dann sind es die putzigen Kleinbären. Sie müssen niemanden mit der Nase drauf stoßen, zu welcher Art sie wohl gehören. Wer es dennoch wagt, "Ameisenbär" zu ihnen zu sagen, dem wird sofort eine lange Nase gedreht. Über die bärige Verwechslung rümpfen die Bärchen nur pikiert die Nase und tragen selbige noch etwas höher.

Seit zwei Tagen lassen sich die beiden Winzlinge Wind um die Nase wehen. Jetzt heißt es: Immer der Nase nach! So viele neue Gerüche wollten erst einmal erkannt und eingeordnet werden. Die Kleinen sperren Mund und Nase auf, reiben sich gegenseitig alles Wissenswerte über die neue Umgebung unter die Nase, stecken ihren Riecher in buchstäblich alles hinein, näseln nebenbei nach netten Nacktschnecken und haben ihr Revier mit allen Bäumen und Kletterseile bärig erobert. (Vorsicht! Nasenwitze hören sie gar nicht gern!)

Ein Nest voller Nasenbären

Der Nasenbärennachwuchs kommt 74-77 Tage nach der Paarung zur Welt. Die Bärenbabys wiegen dann gerade mal 150 Gramm (etwa soviel wie eine Fleischtomate) und haben Augen und Ohren verschlossen. Erst nach einigen Tagen können sie sehen und hören. Mehrere Wochen bleibt die Mutter mit ihren Kindern in einem Nest in den Bäumen. Dann schließen sich alle gemeinsam wieder der großen Bande an. Genau der Zeitpunkt ist nun gekommen. Der naseweise Nachwuchs hat natürlich auch schon durchschaut, dass es für ganz kleine Nasenbären Schlupflöcher im Gehege gibt, durch die man sich hindurch zwängen und einige Schritte in die große weite Welt machen kann. Sehr mutig sind die Kleinen dabei allerdings nicht: Nach wenigen Metern kriechen sie sofort zu ihrer Mutter zurück. Und in einigen Tagen werden Jasper und Rosalie dann den Nachteil des Erwachsenwerdens kennen lernen: Man wird einfach zu groß für kleine Schlupflöcher!

Steckbrief

Der Nasenbär...
...lebt in Süd- und Mittelamerika
...frisst Früchte, Eier, Frösche, Eidechsen, Insekten
...wiegt bis zu 6 kg
...hat einen tollen geringelten Schwanz
...kann 14 Jahre alt werden


Immer der Nase nach

Nasenbären sehen putzig aus: Sie haben einen langen, buschigen, gestreiften Schwanz, den sie meist steil aufragend tragen, und eine lange, rüsselartige, bewegliche Nase. Die Nase sieht nicht nur urig aus, sie ist für den Nasenbär überlebenswichtig. Eine Nasenoperation (die wir Menschen mit so einem Riecher sofort anstreben würden) käme für den Kleinbären auf gar keinen Fall in Frage. Mit seiner dünnen Riesennase kann er bestens unter der Rinde morscher Bäume, unter Wurzeln und Steinen oder im Erdreich nach Nahrung suchen. Gerochen – gefunden. Mit Hilfe der kräftigen Krallen scharren die Nasenbären die Leckereien dann heraus und verzehren sie sehr geräuschvoll.

Von Beruf Kletterprofi

Wenn Nasenbären klettern, werden selbst Affen neidisch. Die kleinen Bären haben starke Arme und noch kräftigere Hinterbeine. Sie umarmen den Stamm, krallen sich in die Rinde und sind mit wenigen Zügen ruckzuck oben. Abwärts geht es genauso schnell. Dabei rutschen Nasenbären nicht mit dem Hinterteil zuerst den Baumstamm wieder herunter, sondern spazieren einfach mit dem Kopf voran hinab. Für dieses Kunststück können sie ihre Gelenke der Vorder- und Hinterpfoten besonders gut dehnen und haben so festen Halt.


© Parkscout / Zoo Hannover




 




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