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Mittwoch, den 21.11.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Neue Bewohner im Tierpark Hellabrunn


PressemitteilungStark gefährdete Nördliche Felsenpinguine ziehen in die Polarwelt des Münchener Tierparks ein

Ihre knallige Federpracht über den Augen ist der absolute Hingucker: Leuchtend-gelbe, bis zu zehn Zentimeter lange Federbüschel über beiden Augen machen die Felsenpinguine zu ganz besonders markanten Vertretern ihrer Art. Nicht nur ihr Erscheinungsbild ist beachtlich: Die Nördlichen Felsenpinguine, die sich gerade in der Hellabrunner Polarwelt eingewöhnen, stehen als stark vom Aussterben bedrohte Art auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature). Ihre Haltung in Hellabrunn ist Teil des Artenschutzes, der im Münchener Tierpark ganz groß geschrieben wird.

Eine Gruppe von sieben Felsenpinguin-Paaren ist am 15. November vom Wiener Tiergarten Schönbrunn an die Isar gezogen. Darunter sind zwei zuchterprobte Pärchen. Die 14 tierischen Neu-Münchner sind zwischen sieben Monaten und vier Jahren alt. In Österreichs Hauptstadt lebt die Pinguinart seit den 80er-Jahren.

Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich über die interessanten Neuzugänge in der Polarwelt: "Die frisch eingetroffenen Felsenpinguine mit der interessanten Frisur sind mir schon lange ans Herz gewachsen. Dank guter Beziehungen zwischen Hellabrunn und dem Tiergarten Schönbrunn konnten wir es ermöglichen, die europaweit zweitgrößte Felsenpinguin-Kolonie nach München zu holen. Die Tiere fühlen sich schon jetzt sichtlich wohl. Nun hoffen wir, dass die Felsenpinguine schnell ihre Bruthöhlen beziehen und für Nachwuchs sorgen werden."

Europaweit halten lediglich acht Zoos Nördliche Felsenpinguine. Ursprünglich leben sie auf wenigen Inseln im Südatlantik und im südlichen Indischen Ozean. Die Zahl der freilebenden Nördlichen Felsenpinguine wird auf etwa 265.000 Brutpaare geschätzt. Am Rande der Antarktis brüten sie im Sommer in Kolonien, die bis zu 100.000 Nester umfassen. Trotz dieser enormen Anzahl finden die Felsenpinguine ihr Nest aus dem Vorjahr wieder. Nach 33 Tagen Brutzeit schlüpft meist ein Küken, um das sich Mama und Papa Pinguin gleichermaßen kümmern. Das Nest verteidigen sie gegen jeden Eindringling vehement und mutig - untereinander sind sie jedoch sehr zärtlich.

Ihre charakteristischen gelben Federbüschel bilden sich im Alter von etwa einem Jahr aus. Weibliche und männliche Felsenpinguine unterscheiden sich optisch nur durch die unterschiedliche Größe. Frech und farbenfroh sind sie beide: Sie haben knallrote Augen, einen rotbraunen Schnabel und rosa Füße.

Auch die beiden Hellabrunner Königspinguin-Damen Frankonia und Vienna haben Gesellschaft bekommen: Die Königspinguine Nautilus und Rocio kamen bereits am 8. November aus dem Madrider Zoo Faunia nach Hellabrunn. Nun liegt die große Hoffnung auf Nautilus, der für Königspinguin-Küken sorgen soll.

© Münchener Tierpark Hellabrunn




 




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