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Donnerstag, den 06.10.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Seltene Wasserrehe: Neuankömmlinge im Berliner Zoo


PressemitteilungZu den Raritäten in zoologischen Gärten zählen die Chinesischen Wasserrehe. So darf man im Berliner Zoo stolz sein, dass hier seit kurzem wieder mehrere Individuen der im Freiland gefährdeten Hirschart zu beobachten sind. Dies ist derzeit in keinem anderen deutschen Zoo möglich.

Besonders die Männchen sind spektakulär anzusehen; denn zum Rivalisieren dienen den kleinen geweihlosen Wiederkäuern bis zu 6 cm lange, vampirähnliche Eckzähne, die als Waffen eingesetzt werden. Die neuen Wasserrehe, bei denen es sich um ein männliches und zwei weibliche Tiere handelt, wurden in der zweiten Maidekade im Wild Animal Park in Whipsnade geboren. Dort leben Vertreter der Art – wie auch anderswo in der Grafschaft Bedfordshire – frei in der englischen Natur. Die abliegenden Jungtiere wurden eingesammelt und anschließend mit der Flasche aufgezogen. Die Aufgabe der Aufzucht und Überführung nach Deutschland übernahm der Säugetierkurator des Berliner Tierparks, Christian Kern. Erst als die Zöglinge fast entwöhnt waren, zogen sie Anfang August in den Berliner Zoo um. Hier gingen sie in die Obhut des Reviertierpflegers Martin Reim über, der sie mit seinen Kollegen behutsam an die neue Heimat gewöhnte. Jetzt kann man sagen, dass die Eingewöhnungsphase erfolgreich abgeschlossen ist und die drei Neuankömmlinge sind nun auf einer Freianlage im Zentrum des Hirschreviers täglich zu sehen.

Wasserrehe leben meist scheu in Gewässernähe. Da die guten Schwimmer in den Getreidefeldern chinesischer Bauern zuweilen nächtlich Schaden anrichten, werden sie als „Schädlinge“ verfolgt. Daneben finden sie in der chinesischen Heilmedizin sowie als Delikatessspeise Verwendung, was ebenfalls ihren Beständen schadet. So wird die Zahl der kleinen Hirsche in China auf kaum mehr als 10000 Tiere geschätzt. Auch die züchterische Tradition des Berliner Zoos, in dessen Geschichte duzende Kitze geboren wurden, kann dem negativen Trend kaum entgegenwirken. Jedoch wird dem aufmerksamen Besucher eine schützenswerte Tierart näher gebracht.


© Parkscout / Zoo Berlin




 




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